Konkurrenz auf den Dächern: Den Schornsteinfeger frei wählen
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Sehr geehrter Herr Datko,
als Vertreter einer Berufsgruppe, aus der Mitglieder entstammen, die das Weltbild der "Arischen Physik" sogar WISSENSCHAFTLICH vertreten haben, sollte man sich mit derartigen Anschuldigungen zurückhalten. Das hat Stammtisch-Niveau.
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Herr Eigentümer, Ihre rein emotional geprägten Argumentationen entziehen sich jeder sachlichen Grundlage. Vor allem Ihre Verweise auf das NS-Regime sind absolut unhaltbar, zumal das bisherige Schornsteinfegergesetz aus dem Jahre 1969 stammt. Entsprechend Ihrer Argumentation müsste in Berlin eigentlich das Olympiastadion abgerissen werden, denn dieses stammt ja bekanntlich auch aus der NS-Zeit.
Schon fast amüsant sind Ihre Rückschlüsse auf die Politikverdrossenheit.
Es ist eine kausale gesellschaftliche Entwicklung, dass Gesetze mit der Zeit veralten und reformbedürftig werden. Dieser Entwicklung wurde durch die Änderung des Schornsteinfegergesetzes Rechnung getragen. In diesem Zusammenhang von einer Mogelpackung zu sprechen, lässt jedoch auf Unwissenheit in Bezug auf die Funktionalität unseres Gesamtsystems schließen. Die Übergangszeit ist eine faire Lösung, eine radikale und sofortige Änderung, wie Sie sie fordern, hätte einen riesigen bürokratischen Aufwand mit sich gebracht. Die Kosten hierfür hätte dann mal wieder der Verbraucher zu tragen.
Apropos Kosten: vielleicht sollten Sie den letzten Absatz des Artikels noch einmal lesen. Hier wird nämlich deutlich, dass der Schornsteinfeger fachlich in der Lage ist, Sie in Sachen Energieeinsparung zu beraten. Und das objektiv, denn im Gegensatz zu anderen Handwerksbereichen, will Ihnen der Schornsteinfeger nichts verkaufen.
Für jeden Eigentümer und Mieter kommen ihre Zeilen einer Entmündigung gleich! Ebenso wie Scherenschleifer und Laternenanzünder bedarf es heute keines Monopols für Schornsteinfeger mehr! Für Installation, Wartung und Reparatur verbürgt sich das zuständige SHK-Handwerk. Schornsteinfeger, das sind die Heizer auf der E-Lok!
Schornsteinfeger beziehen ihr Macht aus einem NS-Gesetz, da an Menschenverachtung nicht zu überbieten ist! Kein anderes Land der Welt macht uns das nach.
Die Täuschung der Verbraucher, daß nun Wettbewerb einzieht, ist ein Skandal. Die Schornsteinfeger (deren Kriegskasse beträgt jedes Jahr 20 Millionen Euro!!) haben ganze Lobbyarbeit geleistet und führen EU, Politik und die Millionen Eigentümer und Mieter an der Nase herum!
Warum begeben sich die 20.000 Scheindienstleister nicht sofort in den freien Wettbewerb, ohne wenn und aber? Warum diese Mogelpackung mit der Übergangszeit bis in 2013? Schornsteinfeger sprechen heute - Kreide gefressen - von Kunden. Tagsüber, ohne Presse, ist von Kehrgebührpflichtigen die Rede! Kehren bei einem Gasschornstein, das ist Betrug! Über 2 Milliarden Euro kostet dieser Unfug - jedes Jahr - die Eigentümer und Mieter! Das Geld fließt zu 100% in die Taschen der Schornsteinfeger!
Schornsteinfeger, das sind Wölfe im Schafspelz! Die zunehmende Politikverdrossenheit, Wahlbeteiligungen unter 50%, gehen auch auf das Konto der Schornsteinfeger. Wer deren Machenschaften einmal durchschaut hat, geht nicht mehr zur Wahl!
Mein Vorschlag: könnte man solchen Klimbim nicht auf die gesamte Haustechnik ausdehnen? Die Arbeitslosenzahl würde drastisch sinken. Was gäbe es bei den Hauselektrik-Anlagen nicht alles zu kontrollieren? Da sind die vielen Steckdosen; da sind die Schnüre; die zahlreichen Elektrogeräte nicht vergessen. Der bevollmächtigte Elektrokontrolleur hätte über eine Stunde zu tun. Und das Jahr für Jahr! Entsprechend hoch fiele die Rechnung aus.
Sind unsere Politiker denn blind auf einem Auge, weil sie diese Sicherheitslücke noch nicht entdeckt haben? Da gäbe es noch mehr zu tun, wenn man Sicherheit groß genug schreibt:
Gesundheits-Checks, Dachziegelchecks, Autochecks usw. Das alles wird in Gesetze gegossen, wie es auch beim Heizkessel und Kamin der Fall ist. Es gibt noch viel zu tun in diesem Schlaraffenland! Sollen alle anderen Länder ruhig schlafen. Wir gehen jedenfalls auf Nummer sicher.
Dipl.Ing.(FH) Paul Theisen
Bezirke aus dem Jahre 1935 bleiben leider erhalten
- CDU BW MDL Mappus
"Das Gesetz ist eine Mogelpackung"
"Die CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg lehnt den vorliegenden Entwurf der Bundesregierung zur Reform des Schornsteinfegerwesens ab. "Das Gesetz bringt nicht weniger, sondern mehr Bürokratie. Auch finanzielle Entlastungen für die Bürger werden mit dem Gesetz nicht erreicht - ganz im Gegenteil, es sind sogar Mehrkosten zu erwarten. Wettbewerb wird nur auf dem Papier eingeführt."
Siehe: (25.04.2008)
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Mich wird weiterhin ein Bezirksschornsteinfeger abkassieren, wie zurzeit. Über 60 Euro pro Jahr, für eine für mich unnütze Tätigkeit. Ich habe eine Erdgasheizung.
- GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. ( GdW-Präsident Lutz Freitag )
Zum "Gesetz zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens" vom 26.11.2008 :
GdW-Präsident Lutz Freitag : Wir hatten ein echtes Wahlrecht des Eigentümers gefordert zwischen spezialisiertem Fachhandwerker oder Kaminkehrer. Dies wurde leider nicht berücksichtigt. Man hätte das Monopol dieses Berufsstandes komplett aufheben müssen. Damit hätten Vermieter und Mieter viele Millionen Euro gespart.
16.11.2008 Süddeutsche Zeitung
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Joachim Datko - Ingenieur, Physiker - Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfegermonopol - Sektion Bayern
Portal : www.kontra-schornsteinfeger.de - Forum: www.schornsteinfeger-ko.de
Interessante Links:
Schornsteinbrände, durch die starke Zunahme von Holz/Kohle-Kaminöfen sehr aktuell:
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Schornsteinfeger-Geschichte seit über 300 Jahren (und nicht erst eine Nazi-Idee):
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Mängelbilder aus der täglichen Arbeit eines Schornsteinfegers:
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