Was noch drin ist
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hallo präkarier,
der nächste fall von gammelfleisch kommt bestimmt. bis dahin: guten appetit mit den schlachtabfällen, die es in den billigmärkten für ein paar cent/kilogramm gibt - solange es niemand aufdeckt, schmeckt es ja (anscheinend).
ich für mich will sehr wohl erdbeeren in einem joghurt haben, wenn es denn ein erdbeer-joghurt sein soll. und ich will keine schlachtabfälle in einem schoko-riegel. diese liste kann ich mit beispielen gar nicht fortsetzen, so umfangreich wäre sie. daher gebe ich dem autor des artikels recht: gegessen wird alles. schwer vorstellbar, aber es ist so.
Jetzt habe ich ihn gelesen, aber ich weiß immer noch nicht, was Sie meinen, liebe Sindykatze. Was ist für Sie Erdbeerjoghurt? Müssen da 70% "echte Erdbeeren" drin sein, oder 50% oder 20% oder 5% oder muss er objektiv nach Erdbeeren schmecken oder reichts, wenn die/der, die/der ihn isst, das Gefühl hat, er/sie isst Erdbeerjoghurt?
Wenn jemand eine feste Vorstellung davon hat, wie Erdbeerjoghurt schmecken muss, ist es fast nicht vorstellbar, dass ein anderer Hersteller diesen Geschmack trifft.
Es ist nun mal in unserem Informationszeitalter entscheidend, dass ein mündiger Verbraucher anhand aller Angaben auf der Verpackung entscheiden kann, ob er das, was die Verpackung enthält, alles essen kann und will.
Über Geschmack lässt sich dann streiten!
Es geht in dem Artikel darum, daß die Produzenten ihre Ware mit falschen Angaben aufhübschen, niemand will dem Verbraucher was vorschreiben. Der Verbraucher kann immer noch selbst entscheiden was er kauft, nur ist ein Erbeerjoghurt kein Erdbeerjogurt wie es jeder erwartet, weil da keine Erdbeeren drin sind sondern nur Geschmacksstoffe und daß sollte genau gekennzeichnet sein. Den Artikel sollten Sie vielleicht nochmal lesen. Ich entschuldige mich für meine "sozialromantische"Einstellung, was auch immer das sein soll.
Ah, der Herr wünscht ganzheitlich erzeugten Joghurt mit echten Pistazien zum Mahle. Was anderes fällt ihm Beispiel gebend nicht ein.
Daran sieht man wie abgehoben die Herren Journalisten inzwischen sind, nicht unähnlich den Politikern. Bio sollte es sein und Öko und alles was nicht dreimal soviel kostet wie das, was sich ein Hominide aus dem unteren einkommensmäßigen Gestaltungsbereich noch leisten kann, muss ja bäh sein.
Denn das nicht Bio-zertifizierte Schweineschnitzel kommt ja nicht vom mit Liebe umsorgten und beböteten noch zu schlachteten Freund mit täglichen Ausgang und Musikberieselung, der dann Pfötchenhaltend sanft und human eingschläfert wird, sondern wird aus giftigen Restmüll zusammen gemurkst.
Vielleicht sollte die Journaile einfach auch mal liebgewordene Vorurteile überprüfen. Die wässrig schmeckend Hollandtomate, das in der Pfanne um die Hälfte zusammenschnurrende Schweineschnitzel, das aufgeblähte Hormonkalb, gibt es schon längst nicht mehr. Die Qualität der Massenware ist inzwischen so gut, dass es ohne weiteres für den täglichen Bedarf nicht nur "zu gebrauchen" sondern absolut ausreichend und auch schmackhaft ist.
Und was die ach so beklagten und sowieso hoch subventionierten Bauern betrifft, da gibt es die alte Weisheit - Jammern gehört zum Geschäft.
In meiner Jugend gab es den kleinen boshaften Witz:
Was unterscheidet den armen Bauern von einem reichen??? Antwort: Der arme Bauer muss seine drei Mercedes selber waschen.
Wer sagt denn, dass der Verbraucher immer Qualität will? Was ist denn das für eine sozialromantische Einstellung, nach der jeder nur nach dem guten und edlen strebt? Wenn's den Verbrauchern schmeckt ist doch alles in Ordnung, oder?
Der Verbraucherschutz soll sich darum kümmern, dass nicht gesundheitsschädliches reinkommt und die Hersteller sollen draufschreiben, was drin ist. Alles andere wäre doch Bevormundung der Verbraucher.