3.57

Artikel Joseph Intsiful: Homosexualität als "Krankheit, die aber heilbar ist"

x 2
 
 
Joseph Intsiful: Homosexualität als 'Krankheit, die aber heilbar ist'

Joseph Intsiful, Mitglied der
berühmt-berüchtigten Pius-Bruderschaft, durfte sich kürzlich im
"Express" über die Äußerungen des Holocaustleugners Richard Williamson
zu Wort melden. Der Deutsch-Afrikaner, der schon am 13. Dezember an der
pro-Köln-Mahnwache gegen den Moscheebau teilnahm, hat offenbar noch
einige weitere eigenartige Ansichten, die stark zu einem
rechtsradikalen Weltbild tendieren.
So ist Intsiful nach
Informationen des "Express" unter anderem der Meinung, dass
Homosexualität eine Krankheit sei, die aber heilbar wäre. Allein anhand
dieser Aussage sollte bereits klar sein, welche Vorstellungen in
Intsifuls Kopf umherschwirren. Doch damit nicht genug: Frauen, die die
Pille nehmen, begingen mehr Ladendiebstähle. Diese Information wurde
ihm offenbar von pro Köln eingetrichtert - wie wahrscheinlich auch
seine üblichen verbalen Angriffe auf den Islam ("Die Moslems wollen uns
auf Samtpfoten erobern. Das darf nicht geschehen").

Klar, dass
Intsifuls Vorstellungen damit perfekt zum rechten Dunstkreis von pro
Köln passen. So will die selbsternannte "Bürgerbewegung" dann auch eine
Lanze für den Piusbruder brechen und ihn vor den Anschuldigungen von
"Express" und Linkspartei-Mitglied Jörg Detjen beschützen. Detjen hatte
nämlich gesagt, Intsiful habe rassistische Äußerungen losgelassen. Das
kann sich pro Köln als vermeintlich "demokratisch" gesinnte Partei
natürlich nicht gefallen lassen und bezeichnet Detjen daher als "irre"
und als "Altkommunisten". Zudem gibt man an, intensive Kontakte zu
konservativen katholischen Kreisen zu haben, ergo auch zur extrem
eingestellten Pius-Bruderschaft.

Wie so oft scheint pro Köln
also wieder mal etwas entgangen zu sein: Extremismus macht weder vor
Nationalitäten noch vor Religionen halt. Die Vorstellung, Intsiful
könnte aufgrund seiner Hautfarbe niemals mit Nazis gleichgesetzt
werden, zeugt von einer Naivität, wie sie typisch für pro Köln ist.
Wahrscheinlich ist aber auch dies wieder nur ein strategischer
Schachzug des eigentlich leicht durchschaubaren Populismus, der dem
kleinen Mann auf der Straße sagen soll: "Wir sind nicht rechtsradikal,
denn wir haben einen Schwarzen bei uns!".


kommentieren

Ähnliche Beiträge aus den Themenbereichen: Politische Meinung, Meinung, Markus Beisicht, Krankheit, Islam, Frauen

 

Kommentare zu Joseph Intsiful: Homosexualität als "Krankheit, die aber heilbar ist"