3.05

Junger Mann bei Lawinenunglück getötet

x 1
 
 
Junger Mann bei Lawinenunglück getötet

Beitrag melden

Eingestellt von
realo
am 15.02.09in Politik via abendzeitung.de

Tödliches Lawinenunglück am Wallberg: Ein 27 Jahre alter Snowboarder ist am Samstag von einem Schneebrett mitgerissen worden. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Auf abendzeitung.de weiterlesen

27 Kommentare

Kommentare zu Junger Mann bei Lawinenunglück getötet

 

PistenumgeherPistenumgeheram 19.02.09via Abendzeitung


@ tegernseer
Es stimmt nicht, dass die Unfälle ansteigen. Das ist Medienhype. Im Gegenteil: Die Unfälle gehen (relativ gesehen) sogar zurück, darüber gibt es seriöse Statistiken. (Wirkliche) Experten konstatieren, dass die Sportler im Gebirge immer besser ausgebildet und ausgerüstet sind. Trotzdem wird es immer Unglücke in den Alpen geben. Jedenfalls so lange, wie wir Menschen uns noch frei in dieser herrlichen (immer mehr durch gesicherte Kunstpisten zerstörten) Natur betätigen dürfen.

Missvertändnis zur Lawinenwarnstufe: Eine Lawinenwarnstufe ist nicht, entgegen dem Begriff, eine (pauschale) Warnung an Laien, sondern soll so genau wie möglich die momentane regionale Lawinensituation beschreiben. Würde sie das nicht mehr tun, z.B. in dem wie in Ihrem Vorschlag einfach überall willkürlich auf 4 gesetzt wird, würde sie kein Mensch mehr ernst nehmen.
Dass je nach Meereshöhe unterschiedliche Stufen gelten können, ist daher absolut korrekt. Und auch Stufe 2 bedeutet ja nicht, dass alles bombensicher ist, auch bei 2 können im Steilhang Lawinen abgehen. Außerdem bezieht sich wie schon angedeutet der Lawinenlagebericht auf eine ganze Region. Lokal oder gar zonal kann die Lage abweichen. Hier ist dann eben das Wissen und die Erfahrung des Variantenfahrers gefragt.

Daher kann jedem, der den Genuss des freuen Fahrens sucht, nur geraten werden, sich mit Lawinenkunde zu beschäftigen. Nur den LLB zu kennen genügt nicht. Andernfalls geht er ein unkalkulierbares Risiko ein, das bei Eintritt tödlich sein kann (oder er vergibt sich aus Übervorsichtigkeit eine schöne Abfahrt).

TraurigTraurigam 18.02.09via Abendzeitung


Also mal ehrlich, ich sehe es ja ein, wenn in so einem Forum über Gründe und Ursachen diskutiert wird, dafür ist ja da. Aber einfach gedankenlos über Schuld und Unschuld zu entscheiden, noch dazu wenn keiner hier dabei war und wirklich weiß, was in den Köpfen vorging ist einfach nicht angebracht. Dass Freeriden ein Risiko ist, weiß jeder, der s tut - das heißt aber nicht gleich, dass er leichtsinnig sein Leben auf s spiel setzen will... Jeder der hier sagt, Chris sei selber Schuld oder ein Trottel soll einfach mal daran denken, wie sich das für seine Eltern anfühlt, die ihr (ziemlich junges) Kind verloren haben oder seine Freunde, seine Freundin... es steht einfach keinem zu über einen andren zu urteilen und schon gar nicht, wenn seine Freunde (die jetzt dran zu knabbern haben) und er - eh schon so bitter büßen müssen...

tegernseertegernseeram 18.02.09via Abendzeitung


Sie haben schon recht, aber gibt es wirklich kein Mittel, die Leute etwas sensibler zu machen. In USA muss ich durch die Piepserkontrolle , um ins Backcountry zu kommen oder z.B. in Frankreich unter einem Zaun mit Totenkopf krabbeln . Da ist es mir viel bewuster, welches Risiko ich eingehe.
Auch nur eine Lawinenwarnstufe und nicht eine für oben ( Baumgrenze) und eine für unten. Erst ab Stufe 4 fangen die Leute doch erst zum Denken an.
Ich spreche jetzt wirklich nur vom Variantenfahren mit Lifthilfe. Hier steigen die Unfälle dramatisch an.

PistenumgeherPistenumgeheram 17.02.09via Abendzeitung


@ Schlaubi:
Sie und andere hier machen einen Denkfehler. Zum einen ist die Abschätzung der Lawinengefahr kein Geheimwissen, welches die Bergwacht oder die "alten Einheimischen" exklusiv besitzen. Jeder erfahrene Alpinist (das können Ski- oder Hochtourengeher sein, oder auch Snowboarder und Freerider) kennt die Faktoren, welche die Bildung von Lawinen begünstigen. Und letztendlich ist er es, der eine Entscheidung "go or no go" treffen muss. Das genau macht den Unterschied zum Pistenfahrer aus - Eigenverantwortlichkeit.

Zum zweiten ist aber bis heute eine indeutige Prognose nicht möglich. Kein Experte kann sagen, ob und wann sich tatsächlich eine Lawine löst. Weder kann man sagen, dass sie sich bei Warnstufe 2 oder 3 nicht löst noch kann man mit Sicherheit behaupten, dass sie sich bei 4 (wie hier) auf jeden Fall lösen wird. Jeder Alpinist sieht sich immer wieder in dem Konflikt, abzuwägen zwischen den Chancen einer tollen Tour oder Abfahrt und den bestehenden Risiken. Da jedoch das Risiko einer Lawine IMMER gegeben ist, mal mit höherer, mal mit geringerer Wahrscheinlickeit, kommt es bei diesem Abwägen zwangsläufig zu Fehlern (die sich häufig erst im Nachhinein als solche herausstellen). Die einzig wirkliche Sicherheit besteht darin, seinen geliebten Sport zu beenden und zu Hause zu bleiben.
Auch ich glaube, dass die Entscheidung der Verunglückten, bei diesen geschilderten Bedingungen (Warnstufe 4 - Neuschnee - steiler Osthang) abzufahren, problematisch war. Ich glaube aber auch, dass die Verunglückten sich der Risiken bewusst waren. Ich glaube auch, dass sie die Entscheidung nicht leichtfertig getroffen haben. Nur sie wissen, warum sie sich letztlich fürs "go" entschieden haben. Vielleicht sind sie vorher schon ein Mal bei ähnlichen Bedingungen abgefahren und alles ging gut. Sie haben einen Fehler gemacht, aber wir Menschen machen eben Fehler. Sie wurden nun auch bitter dafür bestraft.

realorealoam 17.02.09via Abendzeitung


um das mal klarzustellen.ich habe euren christian nicht als trottel bezeichnet.dieses wort ist wie man eindeutig lesen kann im zusammenhang mit einer fiktiven situation eines gleitschirmpiloten gefallen.dazu stehe ich.euere trauer,eueren schmerz kann ich durchaus nachempfinden,aber es war auch seine persönliche einstellung zu seinem sport, die jetzt zu dieser situation geführt hat.es ist um jeden schade der so jung sterben muß. ich sitze auch nicht nur auf dem sofa und tippe kommentare nein ,mein hobby ist auch gefährlich.aber ich habe halt gelegentlich angst um meine knochen und treffe ängstlich wie ich bin weise entscheidungen....

tegernseertegernseeram 17.02.09via Abendzeitung


Viele fahren an den Wallberg, wenn es anderswo zu gefährlich ist, denn da passiert ja eh nichts, ist ja kein „richtiger“ Berg.

Wir Freerider müssen uns auch mal mit weniger steilen Hängen und ein paar Spuren im Hang zufrieden geben. Es macht nicht nur der ultimative unberührte Steilhang Spass.

Ich erbitte an alle Freunde, Betreiber und Vermarkter des Wallbergs in Zukunft mehr Respekt vorm Berg, sonst wird er bald wieder zurückschlagen.

Local vom Tegernsee

tegernseertegernseeram 17.02.09via Abendzeitung


Liebe Wallbergbahn, Tourismusverband und Wallberg „Locals“,

jetzt ist es also passiert. Es war doch nur eine Frage der Zeit und eine Folge der schneearmen Winter, dass „unser“ Berg sein erstes Opfer fordert. Wir alle haben es gewusst und geahnt, nur wer und wann es passiert, war noch unklar. Diesmal waren es zwar erfahrene Leute, aber die Wahrscheinlichkeit solcher Unglücke wächst.
Der Freeride Trend und die Vermarktung der Freeride Strecke hat mittlerweile eine immensen Zulauf gebracht und eine quasi kalkulierbare Freiheit aufgezeigt, eine Gondel rauf und man kann fahren wo man will. Im Internet kursieren Foren mit Wallberg Fahrgemeinschaften und im Google Earth werden neue Rinnen ausgelotet, die befahren werden.
Mittlerweile fahren Hinz und Kunz in sämtlichen Himmelsrichtungen , Wäldern und Rinnen und nur die wenigsten sind dementsprechend ausgerüstet und haben die nötige Erfahrung.
Sperrungen sind unmöglich und Unsinn, aber wenn man das Ganze schon so verkauft, dann muss man wie in USA oder anderen Gebieten wenigstens für die grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen sorgen und die Gefahren den Leuten bewusster machen , d.h. Piepser-, Schaufel-, Helmpflicht und mehr Hinweise an den Pisten und an der Talstation.
Mittlerweile fahren Familien, Kinder und Touristen unter der Gondel und über die Südseite . Im letzten schneereichen Winter gab es 2 große Lawinen nachmittags unter der Gondel, nur durch ein Wunder war gerade keiner im Umfeld. Hier muss z.B. unbedingt vorher vom Gipfel gesprengt werden.
Wie kann es sein, dass die arme Bergwacht, die einerseits alles ausbaden muss, gar nicht weiß, wo die Freerider überall unterwegs sind. So viele Varianten sind es nicht. Wie kann es sein, dass die Lawinenkommision unter 1400m nur Lawinenwarnstufe 2!! ausgibt, die Unglücksstelle war unter 1400m und genau dort war die harte Schicht unter dem Neuschnee extrem.

4t4tam 17.02.09via Abendzeitung


profitum ist nicht gleich profitum. nicht jeder gute snowboarder oder skifahrer ist gleich ein experte in der beurteilung der lawinensituation.
jeder mensch ist für sein handeln selbst verantwortlich und hat die konsequenzen zu tragen, so hart es auch ist. ob man nun mit dem auto zu schnell gegen den baum fährt oder eben in eine lawine gerät. anschuldigungen und die beurteilung von schuld, dummheit oder was auch immer von der tastatur aus sind unangebracht. fakt ist, dass die heutige gesellschaft dem individuum immer mehr an eigenverantwortung abspricht. immer ist jemand dritter schuld wenn etwas schiefgeht, eigene fehler eingestehen ist eben nicht "in"
dass jetzt bei einem lawinenunfall "alle" die abseits der skiautobahnen unterwegs sind als hinrloses pack hingestellt werden ist schlichtweg falsch und zeigt nur, dass dort mit zweierlei mas gemessen wird. jedem können fehler unterlaufen, ob im auto oder in der natur, gesellschaftlich akzeptiert ist wohl nur das erstere.
die anteilnahme gehört jetzt den angehörigen und freunden.

bitbitam 17.02.09via Abendzeitung


Ich finde es unglaublich, wie hier zum Großteil kommentiert wird. Frei nach dem Motto: "Der Kerle ist doch selbst schuld, der hat es nicht anders verdient." Gehts eigentlich noch?! Klar war es leichtsinnig, in den Hang zu fahren. Klar hätten die 5 es besser wissen müssen. Noch dazu, wo sie in der Gegend aufgewachsen sind, den Wallberg wohl blind herunterfahren hätten können. Aber: Sie haben es nun mal riskiert - sie dachten, sie packen das. Doch dann hat das SChicksal gnadenlos zugeschlagen. Genauso gut hätten alle 5 glimpflich davon kommen können - auch hätten alle 5 tot sein können. Erwischt hat es jetzt den Christian. Und das hat er, auch wenn die Abfahrt mehr als leichtsinnig war, nicht verdient. Ich kenne ihn aus meiner Jugend. Nicht besonders gut, aber gut genug, dass schon mir diese Einträge hier weh tun. Wie muss es dann erst seinen Freunden und seiner Familie gehen? Seine Kumpels, die dabei waren, machen sich bestimmt sowieso die höchsten Vorwürfe und werden erstmal ihrem Leben nicht mehr froh. Da brauchts diese Kommentare hier nicht auch noch! Ich bitte um ein wenig mehr Pietätsgefühl. Die gleichen, die hier die Aktion der 5 verurteilen, überholen morgen vielleicht riskant, fahren betrunken Auto, stopfen sich trotz Übergewicht Süßigkeiten in sich hinein oder rauchen die millionste Zigarette... Jeder hat seine Schwächen. Christians Schwäche war die Liebe zum Risiko. Er hats mit dem Tod bezahlt...

SkihäschenSkihäschenam 16.02.09via Abendzeitung


Ob man hier von Profifahrern redet oder einfach nur von Freizeitsportlern.... Gerade in diesem Alter ist es einfach verlockend so eine Piste zu fahren. Natürlich ist es viel zu gefährlich gewesen, diese Abfahrt zu wagen, bei den Schneelagen. Jedoch ist es meiner Meinung nach Fehl am Platz hier über Trottel zu reden. Ja es war sicherlich ein Fehler, daran gibt es keine Zweifel. Aber diese Menschen haben schon mit ihrem Leben für diese Fehler bezahlt und deswegen sollte man hier nicht über "Trottel" oder sonst was schreiben. Auch sollte man an die Angehörigen dieser Menschen denken, die es bestimmt so oder so schon schwer haben mit dem Tod eines geliebten Menschen klar zu kommen....
Außerdem hoffe ich, dass es viele andere Snowboard- oder Skifahrer lesen, damit zukünftig solche schweren Unfäller vermieden werden können. Egal ob Jung oder Alt - es ist immer ein gewisser Reiz bei soviel Schnee abseits durch den Powder fahren zu können. Jedoch bedenken die meisten nicht, dass das heftige Folgen haben kann.....

J.B.J.B.am 16.02.09via Abendzeitung


Christian hat es in keinster Weise verdient ein " Trottel " genannt zu werden!!!!
Danke Christian, daß ich Dich als Chef und Mensch kennenlernen durfte!
Ich habe Dich als einen Chef kennengelernt, welcher seine Mitarbeiter über alles schätze und stets die bestmöglichste Lösung fand!
Danke Christian, für das, was Du mir als Mensch und nicht Chef gabst!
( Ein Chef gab mir Motivation, Ehrgefühl, sowie Zuversicht und Sicherheit )

Danke für Alles
Gruß, Jürgen

J.B.J.B.am 16.02.09via Abendzeitung


Es ist schlimm genug, was passiert ist!
Warum erlaubt es sich irgenein Unbekannter meinen Chef, welcher immer loyal war und stets ein offenes Ohr für die Belange und Probleme der Mitarbeiter hatte als " Trottel " zu bezeichnen!!??
Ich finde diese Wortwahl mehr als geschmacklos!!!
Ja, realo, Sie sind ja " vollkommen "
Gott sei dank gibt es so etwas!!!!
Toller Typ, super Beitrag!!

SchlaubiSchlaubiam 16.02.09via Abendzeitung


niemand will hier jemandem Sport und Spass verbieten.

Aber mit der Natur ist in manchen Fällen eben kein Spass zu treiben. Verantwortungsvolle Leute (verantwortungsvoll gegen sich selbst, der Famile, Begleitern/Freunden und - wenn´s passiert ist - auch Hilfskräften) erkundigen sich vor einer Tour/Abfahrt bei den entsprechenden Stellen, welche besonderen Risiken bestehen. Bergführer, Bergwacht, "alte Einheimische" usw. kennen i.d.R. die vielen Faktoren, die eine Lawinengefahr begründen (Schneemenge, Temperatur, "Unterlage" usw.) udn man sollte deren Tipps und Warnungen glauben.

Tiefschnee, Sport und Spass - alles kein Problem, aber´s Hirn ghört halt eingschaltn. Spätestens ab Lawinenwarnstufe 3 (am WE war´s m.W. Stufe 4) ist höchste Vorsicht und Fachkenntnis gefragt, bei Stufe 4 und 5 sollte man trotz geilem Powder die Fahrt abseits gesicherter Strecken besser bleiben lassen. (siehe auch LINK)

Der getötete Christian K. war an diesem Wochenende nicht das einzige Lawinenopfer - also somit kein Einzelfall, kein "einzelner Irrer", der sich über Regeln, Empfehlungen usw. hinwegsetzen wollte und kein Einzelfall einer besonders gefährlichen Piste/Hang etc.

Ich liebe die Berge, das Schifahren (Piste + "10m daneben") und im Sommer das Wandern und (leichte) Klettern. Aber "der Berg" verdient auch immer eine gehörige Portion Respekt. Er ist immer stärker. Und auch ein Boarder-Weltmeister wird gegen ihn verlieren, wenn er den Berg und die Natur als Gegner unterschätzt und ein zu hohes Risiko eingeht.

und... Die Natur hat auch schon hochgerüstete, grosse Armeen besiegt oder zumindest in grosse Schwierigkeiten gebracht. Von den Römern über Hanibal bis Stalingrad und "Operation Wüstensturm".....

Respekt und Verantwortung - das sind nicht nur Begriffe, die man im "Knigge" lesen kann.....

realorealoam 16.02.09via Abendzeitung


wenn das was sie geschrieben haben tatsächlich ihre einstellung ist dann taugt dieses postig auch sehr gut als trostplaster für ihre angehörigen im falle eines vorzeitigen ablebens.ich hoffe ihre angehöhrigen und freunde können damit trostmäßig was anfangen.keine tränen sondern freude am tag der bestattung über ihr maximal gelebtes kurze leben.
ich für meinen teil werde keine sachen machen wobei es meinen schutzengeln schwindlig wird.für diesen zustand denke ich habe ich ein gutes bauchgefühl.

memeam 16.02.09via Abendzeitung


Schon mal was davon gehört, dass Skitourengehen nie auf gesicherten Pisten unterwegs sind und immer abseits im Gelände gehen. Das machen jedes Wochenende Hunderte, denen nichts passiert. Wer also der Meinung ist es sei unverantwortlich auserhalb der gesichter Pisten zu fahren, hat keine Ahnung. Ein Skitourengeher oder auch Variantenfahrer muss für seine eigene Sicherheit die Situtation selber Einschätzung und beurteilen. Ich kenne die Abfahrt und wäre bei diesen Bedingungen nicht gefahren, die Verunglückten haben leider die Situation falsch eingeschätzt was zu diesen tragischen Unfall führte.

mrmram 16.02.09via Abendzeitung


Die Beiträge hier und auch der Artikel zeugt von Anungslosigkeit und von Stubenhockern die die Situation überhaupt nicht abschätzen können. Am Wallberg gibt es keine gesicherten Pisten(es gibt nur eine nicht präparierte Tourenabfahrt); abgesehen davon ist die Aussage "abseits der gesicherten Pisten" vollkommen fehlplatziert, Bergsteiger, Skitourenfahrer und auch Variantenfahrer gehen, bzw. fahren nie auf Pisten. Sie sind für Ihre eigenen Sicherheit selbst verantwortlich. Fehleinschätzungen, die leider manchmal zu tragischen Unfällen führen können, sind somit nicht die "Dummheit" oder der Verantwortungslosigkeit- oder von vielen sogar dargestellt- ein "Verbrechen", sondern leider eine Verkettung von unglücklichen Umständen und falschen Entscheidungen.
Wir sollten endlich aufhören in unseren Sicherheitswahn, die Verunglückten als "Verbrecher" darzustellen. Es gibt keine absolute Sicherheit besonders nicht in den Bergen, jeder kann selbst entscheiden wo und wie er sich bewegt muss jedoch sicher des Risikos bewusst sein

PistenumgeherPistenumgeheram 16.02.09via Abendzeitung


Schlimm, diese "unverantwortlichen Profis , die abseits gesicherter Pisten fahren".

Wir sollten täglich morgens brav um 8 ins Büro fahren, um 6 wieder zu Hause sein. Uns. Freizeit verbringen wir im Extremfall nur in künstlich in die Berge eingeschlagenen Gehegen ("Pisten"). Noch besser bleiben wir sicher in uns. eigenen 4 Wänden. Sammeln Briefmarken, spielen Schach, nach draußen gehen wir nach Möglichkeit nur im eig. Garten, aber nur falls der Wetterbericht grünes Licht gegeben hat. Unseren Urlaub sollten wir nur pauschal buchen, und natürlich nur in Westeuropa. Alles andere ist unverantwortlich u. viel zu gefährlich.
Und Sport ist eigentl. nur was für Spinner, die ihr Leben unnötig aufs Spiel setzen. Außer eben Schach, oder vielleicht noch joggen. Aber nur auf Asphalt, und nur bei sicherer Wetterlage. Puls nie über 110, bloß rechzeitig vor Dunkelheit wieder zu Hause sein.
So sollten wir unnötigen Gefahren aus dem Weg gehen und Leben lange und glücklich bis an unser Ende.

Ihr, die ihr angesichts des Todes eines Menschen andere verständnislos als "Trottel" verunglimpft: Wir verstehen Euch auch nicht. Euer auf maximale Sicherheit ausgerichtetes, jede "unnötige" Gefahr vermeidendes Leben ödet uns an. Wir wissen, wie immens kostbar unser Leben wiegt, weil wir es in "der Gefahr" gewogen haben! Ein Gefühl, das ihr nie nachempfinden werdet. Wir lieben unser Leben über alles. Wir wissen auch, dass es durch das, was wir tun, schnell ausgelöscht werden kann. Aber wir haben bis dahin wirklich tief empfunden gelebt, und das ist uns so viel mehr wert als Euer Vollkaskoleben bis ins Greisenalter.

marco luccamarco luccaam 16.02.09via Abendzeitung


traurige geschichte. was mich am meisten stutzig macht, ist die tatsache das der tote aus hausham stammt. also eigentlich vóm land, der müßte doch die gefahren kennen. bei einem münchner würde mich das nícht wundern!

JHJHam 16.02.09via Abendzeitung


Das solche Geschichten Wut und Unverständnis auslösen, kann ich nachvollziehen.
Das es nicht richtig war, auch..

Aber vielleicht sollte man auch an die Eltern und Verwandeten, Freunde und Mitmenschen denken, für die hier nicht nur eine anonyme, sensationsträchtige Geschichte über irgendeinen Christian K. steht, sondern der Verlust eines geliebten Menschen beschrieben wird.
Und auch, wenn das Schicksal herausgefordert wurde, kann man sich Ausdrücke wie "Trottel" usw. getrost sparen..

RFRFam 16.02.09via Abendzeitung


Ihre ersten zwei Sätze treffen den Nagel auf den Kopf.
Der Rest sind entschuldigende Platitüden von Verantwortungslosen.


Um Kommentare zu schreiben musst du eingeloggt sein. Anmelden

Noch kein Profil bei Webnews? Jetzt registrieren