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Wieder brennen die Fässer auf Rothe Erde

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Wieder brennen die Fässer auf Rothe Erde

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Eingestellt von
Bart
am 17.02.09in Unterhaltung via an-online.de

Aachen. Jetzt brennen sie wieder, die Fässer auf Rothe Erde. Und ebenso wie vor drei Jahren, bei der Glasfabrik um die Ecke, spiegelt sich darin die Wut, Ohnmacht und Verzweiflung von Menschen, die ohne Not und von Wildfremden um einen wichtigen Teil ihrer Existenz gebracht werden.

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5 Kommentare

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Kommentare zu Wieder brennen die Fässer auf Rothe Erde

 

BlechfassBlechfassam 19.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Ob ich schreibe oder nicht, hängt glücklicherweise nicht von dir ab.

Ich habe nicht über mich gesprochen, sondern die allgemeine Lage beschrieben. Und dazu gehört nach allgemeiner Erkenntnis, das Menschen selten überdurchschnittliche Solidarität zeigen, wenn sie nicht unmittelbar betroffen sind. Das gilt auch für die Mitarbeiter von Gates.

Keiner von Gates kämpft um seine "Existenz" denn niemand is vom Tod bedroht.
Ich an Deiner Stelle würde mir möglichst schnell einen neuen Job suchen. Ich befürchte, dass sich die Konzernspitze von Argumenten wie "Das sind alles Menschen!" nicht beeindrucken lässt. Das ist hart, das ist traurig, man kann ganz böse Artikel darüber schreiben, aber es ist vermutlich nicht zu ändern.

JensJensam 18.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Erst überlegen, dann schreiben bzw. Du solltest besser nicht mehr schreiben. Das Du keine solidarität
zeigst, ist Deine Sache, aber beleidige nicht fleissige Arbeiter, die unm ihre Existenz kämpfen. Oder erwartest Du, dass wir uns kampflos hingeben?

BlechfassBlechfassam 17.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Jaja, alles so traurig und so schlimm! 99,9% der Gates-Mitarbeiter sind auch nur Opportunisten wie jeder andere Mensch auch.
Wer von denen hat wohl über blosse Beileidsbekundung hinausgehende Solidarität gezeigt beim Niedergang von Sophia-Jacoba, den Aachener Tuchfabriken, Philips, Rheinnadel, Göllner, Elsa, etc.
Das hat die Gates-Mitarbeiter wahrscheinlich wenig interessiert.
Nur wenns ans eigene Leder geht, sind plötzlich "alle Menschen", ist das eigene Unglück "eine Katastrophe für ganz Aachen".

Für mich ist das keine Katastrophe.
Ich hab auch schon eine Insolvenz und ausgelaufene Zeitverträge überlebt.

Es geht in unserem Reichen Land selbst bei Arbeitsplatzverlust selten um die nackte Existenz, sondern um die Einschränkung von Luxus. Die wenigsten sitzen nachher ohne Wohnung auf der Strasse.

Dann kann man halt mal nicht mit dem 2-Tonnen-Sharan ins 2km entfernte Spassbad fahren. Geht keiner tot von.

Klingt vielleicht provozierend oder ignorant, aber die Welt ist nun mal opportunistisch, leider.

Ein Merkmal ist bei Massenentlassungen immer die Symbolhaftigkeit.
Wenn 5000 Ärtzte in Deutschland ihrer Arzthelferin kündigen oder keine einstellen, merkt es keiner, es geht still und leise. Der wirtschaftliche Schaden ist aber grösser.

BartBartam 17.02.09via Aachener Zeitungsverlag


...liberalisierung des Finanzmarkts (Nachtrag)

BartBartam 17.02.09via Aachener Zeitungsverlag


Zitat."spiegelt sich darin die Wut, Ohnmacht und Verzweiflung von Menschen, die ohne Not und von Wildfremden um einen wichtigen Teil ihrer Existenz gebracht werden." Das hat ein Stück weit der Wähler mit zu verantworten. Die sog. Heuschrecken können erst so richtig agieren seid der Regierung "rot/grün". Diese hat die liberalisierung des Arbeitsmaktes massiv in Fahrt gebracht. Änderungen dahingehend sind allerdings bis heute ausgeblieben. Zitat:"Der BR-Vorsitzende hieß Oberbürgermeister Jürgen Linden und den SPD-Vorsitzenden Karl Schultheis willkommen. Die überbrachten auch solidarische Grüße und versprachen alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, konnten jedoch auch wenig Optimismus verbreiten." Das heisst im Klartext "nix und heisse Luft". Zitat:"Linden: «Kein Mensch kann nachvollziehen, dass ein erfolgreiches Unternehmen geschlossen wird von Leuten, die man nicht kennt und aus Gründen, die im Verborgenen bleiben. Das ist die hässliche Fratze der Globalisierung, die wir vor uns haben." In welcher Partei ist der Feine Herr doch gleich nochmal? Siehe meinen Beitrag zur Regierung "rot/grün". Zitat:"So negativ wollte es ein ehemaliger Betriebsrat der LG.Philips Glasfabrik nicht stehen lassen. Er riet zu weiteren Aktionen: «Wir haben damals die Tore zugemacht.» Viele der 380 damaligen Mitarbeiter hätten einen neuen Job gefunden." Ach ja? Wieviele denn von den 380 und zu welchen Konditionen denn? Wie man es dreht und Wendet, Phillips, Ben-Q, NOKIa und nun Gates. Tschö wa!!!!


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