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Berechtigter Krach bei den Genossen

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Berechtigter Krach bei den Genossen

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Der Mut von Herrn Böhnke von der WGZ-Bank ist zu bewundern. Die DZ-Bank ist kein seriöser Partner mehr für eine Fusion. Das hat sie sich aber selbst zuzuschreiben durch die Geschäftspolitik der vergangenen Jahre, die nun ihre negativen Auswirkungen zeigt.

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35 Kommentare

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Kommentare zu Berechtigter Krach bei den Genossen

 

gustav_grafgustav_grafam 26.01.10


@OnkelOtto - habe ich jemals behauptet, dass Anleger nicht über Risiken aufgeklärt werden sollten?!!! Ich glaube nicht, dass wir noch einmal bei adam&eva angangen müssen....
Auch pauschal zu sagen: "Da hats nicht geklappt - also klappts dort auch nicht", lässt ebenfalls einen gewissen Sachverstand vermissen...
Warum haben die es denn schon 4 oder 5 mal probiert?Irgendwo müssen sich die Experten aus den Due Dilligence Ergebnissen wohl Verbundvorteile erhoffen.
Wirtschaftskriminalität, wie sie von ihnen offensichtlich vorgeworfen wird, muß natürlich geahndet werden - allerdings kann ich ihren Fall nicht beurteilen.
Generell gilt bei Finanzinvestitionen: Gier nach hoher Investitionsrendite führt zu hohem Investitionsrisiko.
Ach ja, könnten sie mir viell. eine Bank empfehlen, die genossenschaftliche Prinzipien authentischer vertritt? Viell. die WGZ?Danke

OnkelOttoOnkelOttoam 25.01.10


@Gustav Graf
Ich bin schon der Ansicht, dass es für viele Anleger hilfreich ist, wenn sie vor Risiken gewarnt werden.

Das existenzielle Risiko der Genossen liegt übrigens nicht in der Fusion der Spitzeninstitute. Was die "Fusion von Spitzeninstituten" bringt, sieht man bei der LBBW.

Das existenzielle Risiko ist die Abkehr vom genossenschaftlichen Prinzip.

gustav_grafgustav_grafam 25.01.10


RAIFFEISEN!
Vielen Dank für die Zeit, die sie investieren, ihre Mitmenschen über die unsäglichen Machenschaften der DZ Bank zu aufzuklären.
Worum es mir ging, scheinen sie nicht verstanden zu haben bzw. verstehen zu wollen.
Ihnen sollte bewusst sein, dass sie in der Zeit, die sie damit zubringen, in diversen Foren zu lästern, leider keinen Mehrwert für igrendwen erzeugen.
Ich habe lediglich versucht, in diesem Forum mit interessierten Teilnehmern über die ÖKONOMISCHE NOTWENDIGKEIT einer Fusion zu diskutieren.Sie haben mich eingeladen, mit ihnen weiterzudiskutieren - wozu? Ich kann leider nicht erkennen, dass sie rational und strukturiert über ein für den GenoSektor mittlerweile leider leidiges aber nunmal EXISTENTIELLES Thema diskutieren (es geht um die Fusion der Spitzeninstitute),was der Artikel, den sie evtl. noch einmal genau lesen sollten, aufgreift.
Wenn sie von Frau Illner zum Thema "Übernahme von VW durch Porsche - oder doch umgekehrt?" eingeladen werden, würden sie dann auch anfangen, über zu niedrige Milchpreise zu parlieren?!
Ich bin kein Freund der Genossen und im übrigen für eine wesentlich weitergehende Regulierung von Banken!
Ihnen geht es NUR um ein Thema, nämlich der Kompensation geschädigter DG FONDS Anleger. Ich habe mich auch dazu geäußert, obwohl das nichts mit dem Fusionsthema des Artikels zu tun hat....einfach noch einmal nachlesen.
Wenn sie konstruktive Beiträge zum Fusionsthema (ich meine damit nicht "...mit denen will halt keiner") liefern können, gerne - ansonsten wünsche ich Ihnen für das neue Jahr weiterhin viel Spass beim "aufklären und entlarven" - anderen Nutzen stiften sie bislang leider nicht...

raffeisenraffeisenam 26.11.09


gustav_graf

Als auftretender wissenschaftlicher Beirat wird es Sie interessieren:

LINK

Ja, Sie haben richtig gelesen! Der Aufsichtsrat verlangt von DZ Bank Chef Kirsch die Planungen zu überarbeiten und stellt Fehler in der Bilanz fest.

Bewerten Sie das auch noch mit "stehen gar nicht mal so schlecht da ?".
Was soll denn eine Fusion mit einer solchen Chaostruppe, über die sich inzwischen nicht nur der eigene "Finanzverbund" sondern auch die gesamte Bankenwelt wundert, noch bringen?

raffeisenraffeisenam 29.10.09


@gustav_graf


Und noch etwas, zu Ihrer Feststellung:

....DZ Bank steht gar nicht so schlecht da....

ist doch wohl angesichts der Fakten eher zu belächeln, als ernst zu nehmen!

Augenblicklich zetern die Genossen mal wieder und zieren sich, den notwendigen Kapitalbedarf der DZ Bank, so um mal kleine 400 Millionen Euro zu decken. BVR (Fröhlich) mahnt zur Solidarität, mal wieder.....die DZ Bank zu unterstützen!...

Auch hier die Feststellung, die durch "Bereicherungsmodelle" (DG Fonds) eingespielten Beträge an Zinsen, Gebühren etc. reichen mal wieder nicht aus. Die geschädigten Anleger beobachten mit Häme, dass der sogenannte "Treuhänder" DZ Bank sich weiter bedient. Wofür eigentlich, dieser "Treuhänder" sorgt nicht für die Treugeber (Anleger), sondern für sich selbst. Hat auch dafür alle entscheidenden Positionen mit "eigenen Leuten" besetzt, alles nur um den Geschädigten DG Fonds Anlegern weiter das Fell über die Ohren zu ziehen.
Ein makabres Beispiel des Graumarktes, gedeckt und verprovisioniert für die Mitspeiler, wie Volksbanken und Raifeisenbanken. Deren Mitglieder/Kunden wundern sich, was da noch an eigenartigen "Bereicherungen" abgeht.


Wahrhaftig ein Faß ohne Boden, die DZ Bank!!!
Genossen tönen weiter: ...wir machen den Weg frei.. oder ...zusammen geht mehr....
Für wen wohl?

vrbankopfervrbankopferam 29.10.09


Die Väter des Genossenschaftsgedanken, Herr Raiffeisen und Schulze-Delitzsch, würden sich im Grabe herumdrehen, wenn sie mitbekommen könnten, wie ihre Ideen in den Dreck gezogen wurden.

pressebuero11pressebuero11am 29.10.09


Wahrheit wäre der Schlüssel, doch der passt nicht ins aktuelle Konzept derer, die sich für die Helden der Genossenwelt halten:
- Obwohl man auf Giftpapieren in Milliardenhöhe sitzt, erzählt man der Öffentlichkeit, man wäre"vor der Finanzkrise nicht betroffen".
- Wenn der Bankvorstand der Presse sagt, man sei "mit allen Betroffenen im Gespräch", heißt das übersetzt, dass man gerichtlich gegen die geschädigten Anleger vorgeht.
- Wenn der Bankberater sagt, die empfohlene Anlage sei "sicher und wertbeständig", dann muss der Anleger, der sich "beraten" lässt, davon ausgehen, dass ein Totalverlust eintritt. Dies behaupten jedenfalls die Bank-Anwälte in ihren Schriftsätzen.

Die Liste ließe sich lange fortsetzen.

Kann man mit solchen Leuten Geschäfte machen?

OnkelOttoOnkelOttoam 29.10.09


Endlich jemand, der es sagt.
Im Verschleiern der Wahrheit sind die Genossen nämlich Weltmeister. Und es scheint ganz so, als hätten sie auch die Presse "gekauft" - zumindest in manchen Regionen Deutschlands ...

Wie sonst lässt es sich erklären, dass namhafte Tageszeitungen aus Frankfurt immer nur einseitig berichten und die wahren Tatsachen stets zugunsten der DZ-Konsorten filtern?

raffeisenraffeisenam 28.10.09


@gustav_graf

Mit Genuss habe ich Ihre Darstellungen zur "Fusion" im genossenschaftlichen Bankbereich vernommen.

Aber, aber....... mit dem Laden DZ Bank will halt keiner!!!! Warum wohl:

Erstaunlich Ihre Einstellung zum Kauf dieser toxischen WP. Sicher bestreiten Sie nicht, dass diese zu einem grossen Teil im Bestand der DZ Bank schlummern. So um die 20-30 Milliarden Euro sind das wohl, kein kleiner Batzen. Dieserhalb war in der Vergangenheit Abschreibungsbedarf in Milliardenhöhe von Nöten, für den die DZ Bank, und als Folge dann die Genossenbanken und gar der BVR als Verbundpartner herhalten mussten und das auch noch künftig leisten müssen.
Es waren die Genossenbanken von denen lautstark getönt wurde, „haben mit Krise nichts zu tun“ oder „beteiligten uns nicht an risikoreichen Geschäften“ usw. Dass dies nur die „halbe Wahrheit“, hat selbst DZ Bank Chef Kirsch verlauten lassen. Denn Kirsch war es, der die Verluste den Volksbanken/Raiffeisenbanken angelastet hat:
„...die Verluste im Wertpapiergeschäft sind der Funktion als Kapitalsammelstelle (also der DZ Bank) der Volksbanken/Raiffeisenbanken geschuldet“.
Also waren es doch die Volksbanken/Raiffeisenbanken, die nach Gier einer höheren Verzinsung die Gelder zur DZ Bank schoben, die diese dann in toxische Papiere (mehr Risiko, höherer Zins) investierte. Wundersam die Schieberei der Verantwortung im Genossenlager, bei gleichzeitigem Getöne „..beteiligten uns nicht an risikoreichen Geschäften“ usw. Jedenfalls kann DZ Bank Chef Kirsch so weiter machen wie bisher, schützt ihn und die DZ Bank doch auch die Einlagensicherung des genossenschaftlichen Bankverbundes vor der Pleite. Auch DZ-Bank Chef Kirsch wird weiter „stille Reserven heben“ und Kapitalbedarf daraus decken wollen. Willige Kapitalgeber stehen ihm zur Seite. Man sollte aber die Kirche im Dorf lassen und nicht so tun, als gehöre man zu den Saubermännern im Bankenbereich.
Wollen wir weiter diskutieren? Gerne.

VobaschadenVobaschadenam 25.09.09


Sehr geehrter Gustav Graf,
Ihre Aussage, mit der Sie schießen, finde ich gut, denn das anständige Verhalten steht noch weit oberhalb der Frage nach geiegneten Strukturen. Als Berater von Unternehmern kenne ich viele, die scheinbar schechte Strukturen in der Firma haben und dennoch erfolgreich sind, weil sie selbst und ihre Mitarbeiter alles tun, um zufriedene Kunden zu haben. Andere hingegen haben ihre Firma gut aufgestellt und vermasseln sich alles durch ihre menschenverachtenden Verhaltenweisen. Und so ist es leider auch mit den Genossenschaftsbanken geworden, leider schon seit längerem. Seit 1981 bin ich sehr intensiv auch beruflich mit dem Geno-Bankensektor verbunden und dennoch oder gerade deshalb maßlos enttäuscht. Est wenn das Wohl des Mitglieds wieder im Mittelpunkt der Bemühungen steht, gelingt es auch, die Strukturen in die Formen zu bringen, die dafür die zweckmäßigsten sind.
Banken werden von Menschen geführt und auf deren Moral kommt es an, Struktur hin oder her!!

OnkelOttoOnkelOttoam 24.09.09


Die Frage mit welchen Strukturen der genossenschaftliche Sektor überleben kann, ist in der Tat eine interessante. Auch wenn es sich für einen Grafen zu unwissenschaftlich anhören mag, bin ich trotzdem der Ansicht, dass es nur um einen geht, nämlich um den Kunden. Und wenn der sich nicht wohl fühlt mit seiner Bank (was im genossenschaftlichen Sektor zunehmend und immer offensichtlicher der Fall ist), dann ist er weg.
Egal, wie die Strukruren im Verbund sind.

Durch optimalere Strukturen kann man vielleicht die Kosten reduzieren. Man kann aber keinen Kunden zwingen, einer Bank zu vertrauen, die nicht mehr vertrauenswürdig ist. Auch wenn es Banken gibt, die Kundenzufriedenheit gerichtlich erzwingen wollen. Solche Auswüchse wie in Ludwigsburg beweisen, dass das Gefühl für die Kunden und ihre Bedürfnisse völlig verloren gegangen ist.

gustav_grafgustav_grafam 24.09.09


Verehrter Herr Vobaschaden,aller Polemik zum Trotz bin ich weiterhin der Meinung, dass auch in Foren, die überall im Web zu emotionalen Debatten einladen, ein wenig Rationalität nicht fehlen darf, um irgendwann gemeinsam zu einer sinvollen Erkenntnis zu gelangen.Die Tatsache, dass Banken u.ä. Finanzintermediäre Produkte verkaufen, nicht ausreichend über evtl. Risiken aufklären und - im Falle eines tatsächlich eingetretenen Schadens bzw. Zahlungsausfalles - sich nicht einsichtig verhalten und - wie es moralisch erforderlich wäre - Schäden direkt ersetzen, ist leider ein Phänomen, welches die gesamte FInanzbranche betrifft. Durch die aktuelle Finanzkrise haben private Anelger insgesamt Beträge in schier unvorstellbaren Höhen verloren. Jede Bank bildet für solche Fälle Rückstellungen (nicht unbedingt, um Schadenersatzansprüche, sondern vielmehr entstehende Prozesskosten abzudecken) teilweise in Milliardenhöhe - das gehört ganz offensichtlich ebenfalls zum Geschäftsmodell.Wissensch. Tätigkeiten zeichnen sich auch durch eine angemessene Distanz zum Untersuchungsgegenstand aus,was einen rationalen, kritsichen Blick fördern soll.Der Artikel, auf den geantwortet wurde, hat das erneute Scheitern der Fusion zw. DZ/WGZ zum Gegenstand, was meiner Meinung nach von einigen Teilnehmern auf falsche Ursachen zurückgeführt wird. Ich befürworte keineswegs die Produktpolitik der DZ Bank (die Beurteilung obliegt den Marktteilnehmern und der Aufsicht) -sondern sehe den gesamten GenoVerbund auf Grund des sich um Privatkunden intensivierenden Wettberwerbs und den Begleitumständen der Finanzkrise in Gefahr.Die genoss. Bankensäule hat zusammengenommen ein Riesenpotential - einzeln ist keines der Institute in der heutigen Zeit überlebensfähig.
Meine Ambition in diesem Forum beschränkt sich auf die Frage, wie sich die Strukturen des Sektors verändern müssen,damit dieser überlebt-wenn es ihnen darum geht, festzuhalten, dass man sich seinen Kunden gegenüber anständig verhält, stimme ich gerne zu

VobaschadenVobaschadenam 21.09.09


Hallo Herr Gustav Graf,
Es ist schön, dass Sie das alles wissenschaftlich untersuchen. Wo werden denn Ihre Erkenntnisse mal zu lesen sein? - Vielleicht können Sie ja eine empirische Untersuchung einbauen und mal die Volksbank-Vorstände zur DZ-Bank befragen. Ich kenne einige, die haben die Schnauze von dem angeblichen Spitzeninstitut gestrichen voll, weil ständig Scherereien auszubaden sind, die dann mit den Kunden zu klären sind, insbesondere über die undurchsichtigen Produkte. Leider trauen sich diese kleinen Vorstände nicht, etwas zu sagen oder gar zu unternehmen, denn dann kriegen sie selbst wiederum Ärger mit ihren Verbandsfürsten oder bei der nächsten Prüfung. Also geht das ganze Theater zulasten der Kunden weiter.
So kann man sich über 10 oder 15 Jahre immer weiter retten, aber das Maß ist nun voll, die Zahl der vergraulten Kunden dabei so groß geworden, dass ein Dammbruch bevorsteht. Wir dürfen miteinander gespannt sein, wie dieser dann aussieht. Was meinen Sie?

OnkelOttoOnkelOttoam 11.09.09


Es ist wirlich besser, wenn wir diese Diskussion beenden. die erwähnten Lämpchen scheinen auch ebi Ihnen beharrlich dunkel zu bleiben. Am besten, Sie schökern mal bei Kotler oder Meffert zum Thema Dienstleistungsmarketing.

Was das Kasperletheater um die Fusion der Zentralbanken angeht, gebe ich Ihnen allerdigns recht. Doch das ist nur ein kleiner Baustein der genossenschaftlichen Selbstzerstörung. Das Dilemma mit den DG-Fonds und die arrogante Haltung gegenüber geschädigten Anlegern sind Imagekiller, die deutlich wirksamer sind.

Dass Sie mir Erfolg im Genoverbund NRW wünschen, deutet darauf hin, dass Sie antworten bevor Sie lesen. Schade. Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit - und Diskussionspartner, die Ihnen das bieten, was Sie von ihnen erwarten.

gustav_grafgustav_grafam 11.09.09


ich gehe nicht davon aus, dass bei ihnen ein paar mehr lämpchen angegangen sind - deswegen beende ich den disput mit dem statement: we agree to disagree.
falls sie aber vorhaben, zum thema generelle sinnhaftigkeit der genossenschaftlichen säule im dt. bankensystem einen interessanten beitrag zu leisten, wäre ich sehr interessiert.
ansonsten wünsche ich ihnen viel weiterhin viel erfolg im genoverbund nrw und, dass sie auf kommende aufgaben so gut es eben noch geht vorbereitet sind....

gustav_grafgustav_grafam 11.09.09


da sie - als selbsternanntes marketinggenie - offensichtlich nicht in der lage sind, artikel vollständig zu lesen/verstehen, noch einmal zum mitmeisseln:
es geht nicht um die anpassung an das image der konkurrenz, sondern um die anpassung an marktübliche konditionen - ich hoffe, sie verstehen, was das heißt.sonst ist dieser disput ziemlich sinnlos.das gehört im übrigen noch immer zum kleinen 1x1 jeder volkswirtschaftlichen theorie zum thema überleben eines unternehmens im intensiven wettbewerb und hat mit marketing immer noch nichts zu tun.
offensichtlich haben sie von fusionen im genosektor leider ebenfalls herzlich wenig ahnung: es wäre mir neu, wenn eine voba in bayern mit einer aus schleswig-holstein fusionitisiert (richtig?) worden wäre...die fusionen fanden bislang innherhalb ähnlicher regionen statt. die verbundenheit ist in vielen fällen geblieben - allein schon deswegen, weil der normale kunde eben nicht mit dem vorstand, sondern mit sachbearbeitern, die in diesem fall ja idR bleiben, zu tun hat.
auch ihr beispiel mit bmw, persil etc. ist volkswirtschaftlicher nonsens - wie kommt man als"experte" dazu, industriepordukte mit finanzdienstleistungen zu vergleichen?nehme ich das konto, weil mir das image der bank besser gefällt oder sie viell. das schönere logo hat?? bei den von ihnen aufgezählten produkten geht viel über image, ganz nebenbei unterscheiden sich autos in ihren eigenschaften deutlich im vergleich zum girokonto bei bank x oder y.
ich stehe im übrigen nicht im dienst des genoverbundes - jedoch im dienst der wissenschaft mit dem besonderen fokus auf internationales banking. ich verfolge die diskussionen in allen drei bankensektoren sehr genau und schließe mich der primären meinung der gesamten branche - nämlich, dass der krach zwischen nrw und dem rest des genoverbundes allmählich zum kasperletheater wird und dem image (damit ihre leidenschaft für marketing auch ja nichtbzu kurz kommt) ENORM schadet - uneingeschränkt an.

OnkelOttoOnkelOttoam 10.09.09


Gustav Graf,

Ihre Ausführungen lassen darauf schließen, dass Sie erstens von Marketing herzlich wenig Ahnung haben udn zweitens in der genossenschaftlichen Bankenszene aktiv sind. Diese Konstellation ist leider durchaus üblich.

Wenn Sie der Ansicht sind, dass die Schaffung von Wettbewerbsvorteilen nichts mit Marketing zu tun hat, dann muss ich Sie schon fragen, was dann eingentlich Marketing sein soll. Wenn ein Marketer einen Satz liest, wie diesen: "Es ist nunmal wichtig, sich den Angeboten der Konkurrenz anzupassen, um überleben zu können", dann rollen sich bei ihm die Zehennägel auf. Wenn man die Produkte (und das gesamte Image) der Konkurrenz anpasst, gibt man Wettbewerbsvorteile auf. Um zu Überleben braucht man aber Wettbewerbsvorteile und nicht austauschbare Produkte, die auch die Konkurrenz anbietet.

Es ist eben nicht dasselbe, eine lokale Bank zu betreten, bei der der vorstand mit allen Entscheidungsbefugnissen vor Ort ist oder nur eine Niederlassung einer Bank, die woanders sitzt und bei der man von einem Nobody vedient wird, den man nicht mehr persönlich kennt. Genau das hat die Fusionitis aber bewirkt und schwups - war man im Wettbewerb mit allen anderen Geschäftsbanken, bei denen es schon immer "nur" eine Geschäftsstelle vor Ort gab.

Wenn man Kunden auf die gleiche Art bedient und ihren die gleichen Produkte anbietet wie alle anderen Wettbewerber auch, der hat in der Tat nur eine Chance, nämlich billiger zu sein (also günstigere Konditionen zu bieten).

Wenn Sie mit Ihrem letzten Satz recht hätten, könnte BMW keine Autos verkaufen und Persil wäre längst vom Markt verschunden, denn es gibt genügend andere, die mindestens die gleichen technischen Daten bieten und das zu einem günstigeren Preis.

gustav_grafgustav_grafam 10.09.09


Ich gebe Ihnen Recht-derjenige überlebt, der etwas mindestens genauso gut oder besser kann als die anderen.Das hat mit Marketing allerdings herzlich wenig zu tun, sondern bedeutet in der allg. Bankwirtschaftstheorie, dass die angebotenen Produkte mindestens genau so gute Konditionen bieten müssen wie diejenigen der Konkurrenz.
Wir leben heute eben nicht mehr im Früher - heute hat jeder im Dorf auch Zugang zu den Angeboten der Geschäftsbanken.Meinen sie wirklich, dass ein Einwohner ein Produkt der Volsbank kauft (damit meine ich auch die simple Kontoeröffnung), wenn es dasselbe Angebot im Schaufenster nebenan zu wesentlich besseren Konditionen gibt? In einem Zeitalter, in dem niemand etwas zu verschenken hat, nützt da auch der Sympatiebonus nicht viel.
Deshalb auch das, was sie als Fusionitis bezeichnen.Die Zentralen von zwei Ortsbanken, welche 50km voneinander entfernt sind, werden zusammengelegt, um Kosten einzusparen und konkurrenzfähig zu bleiben -die einzelnen Filialen sind doch geblieben...?!
Es ist nunmal wichtig, sich den Angeboten der Konkurrenz anzupassen, um überleben zu können - das geht in der Bankenbranche PRIMÄR über Kostensenkungen...leider!
Jede einzelne Volksbank würde es - wie immmer schon - als ihr Kerngeschäft bezeichnen, mit den Leuten vor Ort, Bankgeschäfte einzugehen - dieser Kontakt war und ist deren Stärke, um im Kundengeschäft bestehen zu können.Die Spitzeninstitute kommen dann zum Einsatz, wenn die einzelne Bank zu klein für das Geschäft ist (bsp. ein IPO).Diese Aufgabenteilung ist nach wie vor sinnvoll - die Frage ist, ob Volks- und Raiffeisenbanken ihren Kunden auch in Zukunft konkurrenzfähige Produkte anbieten können. Dabei helfen Fusionen.
Denn der Kunde vor Ort nimmt zwar nicht das teurere Produkt, aber das desjenigen Anbieters, zu dem der "bessere" Kontakt besteht, sofern die Konditionen mindestens die gleichen sind - das wäre Marketing.

OnkelOttoOnkelOttoam 08.09.09


Heute war die Volksbank Ludwigsburg gegen einen Anleger vor dem Landgericht Stuttgart. Die Bank hatte gegen den Anleger geklagt, weil er sich darüber beklagt hatte, dass er durch die Falschberatung "sein Erspartes komplett" verloren hatte. Die Bank war der Ansicht, dass der Anleger das hätte nicht sagen dürfen. Unstrittg war die Tatsache, dass der eingesetzte Betrag wegen der Falscheratung "flöten" ist.

Gute Unternehmen beseitigen den von ihnen verursachten Schaden so schnell wie möglich. Wenn eine genossenschaftliche Bank wie die Volksbank Ludwigsburg lieber gegen ihre Kunden vor Gericht zieht, um ihenn den Mund zu verbieten, als die geäußerte Kritik ernst nimmt und Kundeninteressen vertritt, dann frage ich mich, wovon diese Banken leben wollen, wenn nicht von den Kunden?

Pressebüro 11 hat wohl recht - mit solchen Genossen lässt sich kein Blumentopf mehr gewinnen.

Oder was hilft eine Fusion der Zentralbanken, wenn die Basis längst weggebrochen ist?

pressebuero11pressebuero11am 08.09.09


Was die 5 DUE-DILLIGENCE-Prozesse angeht, gebe ich Ihnen vollkommen recht.

Im Prinzip haben Sie auch die Antwort auf Ihre Frage schon mitgeliefert: Die Genossen sind mit den "kleinen Kunden" groß geworden. Diese "kleinen Kunden" waren die absolute Stärke dieses Verbundes. Keine andere Bank hatte einen so engen Kontakt zu einer so großen Anzahl kleiner, bodenständiger Kunden, die sich sogar für ihre Bank einsetzten und ihrem Banker mehr glaubten als dem Pfarrer, dem Lehrer und dem Bürgermeister zusammen.

Doch plötzlich waren deise Kunden nicht mehr "chic" genug. Man wollte mit den großen Hunden zum pinkeln gehen, doch es zeigte sich schnell, dass die Genossen nicht ein der Lage waren, das Bein soweit zu heben, wie die großen Hunde. Man versuchte, das Problem durch Fusionitis zu lösen, anstatt sich auf sein Geschäft zu besinnen

Dass man im Wettbewerb nur bestehen kann, wenn man das tut, was man besser kann als andere, lernt man auch am Anfang eines BWL-Studiums. Oder schon vorher. Die smarten Jungs bei den Volks- und Raiffeisenbanken glaubten trotzdem, dass sie das althergebrachte Stammgeschäft nicht mehr nötig haben.

Dass sie mit den Großbanken nicht mithalten können bei deren Stammgeschäft, dürfte mittlerweile klar sein. Nachdem das Stammgeschäft mehr oder weniger über Bord geworfen wurde, sind es jetzt vorwiegend andere Banken, die gut mit den früheren Hauptkundensegment der Volks- und Raiffeisenbanken umgehen können. Die fusionierten kleinen Gernegroße sind dazu nicht mehr in der Lage.

Vielleicht haben Sie eine Idee, in welchem Geschäftsfeld die Genossenschaftlichen Banken jetzt noch besser sein sollen, als andere. Mir fällt jedenfalls nicht mehr viel ein. Und wie wir seit der ersten Lerneinheit in Marketing wissen, kann auf dem Markt nur überleben, wer etwas besser (oder preisgünstiger) kann als ein anderer.


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