Die Billig-Arbeiterinnen
Tweet
Auf abendzeitung.de weiterlesen
4 KommentareÄhnliche Beiträge aus den Themenbereichen: verdienen, Politische news, Kollegen, Frauen, Deutschland, billig
Kommentare zu Die Billig-Arbeiterinnen
Um Kommentare zu schreiben musst du eingeloggt sein. Anmelden
Noch kein Profil bei Webnews? Jetzt registrieren
Dass Frauen im Schnitt weniger verdienen, ist sicher richtig, trifft aber nicht generell zu. Im öffentlichen Dienst zum Beispiel herrscht absolute Gleichberechtigung.
Ein Hauptgrund ist, dass Frauen wegen der Kinderbetreuung mehr Teilzeit arbeiten. Dass auf diesem Gebiet in Deutschland Nachholbedarf besteht, verdanken wir den Versäumnissen der Politik in der Nachkriegszeit (CDU-Adenauer: Kinder krijen de Leute von alleine)
Ein weiterer Grund, warum Frauen seltener Karriere machen, ist ihr seltsames Verhalten bei der Studienwahl. Statt Maschinenbau, Informationstechnologie und Management studieren sie lieber Orchideenfächer wie Kunstgeschichte, Ethnologie sowie Schauspiel, Ballett oder Gesang. Mit solchen Abschlüssen kann man kaum Karriere machen, wenn Frau (oder Mann) denn überhaupt Arbeit damit findet.
Ich als Mann habe auch keine Karriere gemacht, verdiente soviel wie meine Kolleginnen und gräme micht deswegen nicht im geringsten, da es Wichtigeres im Leben als Geld gibt.
Schön, dass hier genauer hingesehen wurde, leider nicht genau genug. Warum?
Diese Zahlen kommen nämlich nicht bei gleicher sondern bei sogenannter „gleichwertiger“ Arbeit zustande. Das klingt zunächst so, als wäre es fast dasselbe. Ist es aber nicht. Das Problem ist die Definition von „gleichwertiger Arbeit“: Wenn zwei Menschen denselben Bildungsabschluss haben, leisten sie danach gleichwertige Arbeit. Und zwar unabhängig von so wesentlichen Dingen wie die Art des Berufes, die tatsächlich ausgeführte Tätigkeit (man kann sich mit Berufsausbildung zum Teamleiter hocharbeiten, man kann damit aber auch Regale im Supermarkt einräumen), die Branche, die Firma, die Größe der Firma, die Länge von Betriebszugehörigkeit und Berufserfahrung. Unberücksichtigt bleiben auch solche entscheidenden Faktoren wie die Zahl der geleisteten Überstunden sowie Schicht-, Wochenend- und Erschwerniszuschläge. Die Definition ist schlicht realitätsfern. Falls Sie das nicht glauben, können Sie gerne dort nachlesen, wo die Zahlen erstellt wurden – beim statistischen Bundesamt.
Geradezu scheinheilig ist die Klage zur Hausarbeit, die impliziert, Frauen hätten insgesamt (also Haus- + Erwerbsarbeit) eine größere Belastung als Männer. Bereits 2003 erstellte das stat. Bundesamt im Auftrag des Familienministeriums (LINK) die Studie "Wo bleibt die Zeit?".
Auf der Grafik auf Seite 15 erkennen man, dass die Gesamtarbeitsbelastung in Familien mit Kindern bei Vätern größer, teilweise sogar viel größer, als bei Müttern ist. Wenn also jemand das Recht hätte über Doppelbelastung zu klagen, wären es die Väter.
Richtig ist, dass Frauen inzwischen mehr studieren. Aber was? In technischen und Ingenieurswissenschaften sind sie rar, in Geisteswissenschaften reichlich vertreten. Kariere in der freien Wirtschaft ade...
Es ist ein Atavismus: Frauen arbeiten anders. Sie sehen ihren Job als Aufgabe, nicht als Podium zur Selbstinszenierung. Solange sich Frauen zu sehr mit den sich aus der Tätigkeit ergebenden Notwendigkeiten abfinden, und - ja - zögern, es den Kollegen gleichzutun und ihr Tagwerk mit stolz geschwellter Brust zu präsentieren, wird sich nicht viel ändern. Sich bei Gehaltsverhandlungen gut zu verkaufen, setzt voraus, dass man im Vorfeld sein Produkt schon gut verkauft hat. Hier dürfen wir von den erfolgreichen Herrn noch lernen...
Geht man als Frau in eine private Krankenversicherung, sind die Gebühren höher als beim Mann.
Auf meine Frage warum, eben weil eine Frau schwanger werden könnte!!!!!!!!!
Die Einstellung einzener ist "haarstreubend"