Artikel Wissensbilanz – Made in Germany: Ehre, wem Ehre gebührt!
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Wer sich aus unternehmerischem oder rein privatem Interesse mit dem Thema der Wissensbilanzierung beschäftigt stößt auf mehrere, durchaus auch verschiedene Ansätze zur Wissensbilanzierung.
Gerade in der letzten Zeit scheint ein regelrechter Kampf um die Urheberschaft der Wissensbilanz ausgebrochen zu sein.
Während seriöse Wissenschaftler und Anbieter von Wissensbilanzen die Urheber der modernen Wissensbilanzierung deutlich benennen, gibt es noch immer Zeitgenossen, die sich gern mit fremden Federn schmücken und so, wen wundert es, in den Ruf von Plagiatoren kommen.
Dabei ist unumstritten wer die Schöpfer der Wissensbilanz 1.0, dem ersten wissenschaftlichen Ansatz zu dieser Thematik, sind. Namentlich können hier vor allem Prof. DI. Günter Koch und Prof. Mag. Dr. Ursula Hendrich-Schneider(†) genannt werden. Mit ihrem Modell der Wissensbilanz haben sie den Grundstein für alle Folgemodelle geliefert.
Anders stellt sich die Wahrheit dar, wenn man den Veröffentlichungen des Fraunhofer Instituts folgen will. Dort wird im Info-Flyer Wissensbilanz ernsthaft dargestellt, das „Die Wissensbilanz … im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes „Wachstum mit Wissen; 2003“ und des vom BMWA geförderten Projektes „Wissensbilanz - Made in Germany 2004“ entwickelt.“ wurde.
Mit dieser Ausdrucksweise eignen sich die Fraunhofer Wissensbilanzierer den Anspruch zu, die Wissensbilanz gewissermaßen erfunden zu haben.
Demgegenüber steht fest, das Koch und Schneider in Zusammenarbeit mit anderen renommierten Wissenschaftlern die Wissensbilanz 1.0 bereits im November 1998 publiziert haben.
In einer weiteren Broschüre des Fraunhofer Instituts wird trotz vermeintlich besseren Wissens wieder mit falschen Aussagen geworben: „Eine wichtige Grundlage hierzu ist die Wissensbilanz, welche von den Experten des Arbeitskreis Wissensbilanz [AK-WB] im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums entwickelt wurde.“ (Auszug aus dem Flyer „Wissensbilanz-Moderator Stufe 1“).
Mit solchen eindeutigen Falschaussagen schmücken sich die Entwickler der Wissensbilanz – Made in Germany mit fremden Federn. Und das mit der ausdrücklich erwähnten Förderung und Beauftragung durch das Bundeswirtschaftsministerium.
Wenn so mit den Ergebnissen angestrengter Forschungsarbeit vieler Jahre umgegangen wird, muss sich auch das Bundeswirtschaftsministerium den Vorwurf gefallen lassen, nicht ausreichend zu prüfen, was in dessen Auftrag und mit entsprechenden Fördermitteln publiziert wird.
Ehre wem Ehre gebührt! Und deshalb hier noch einmal die deutliche Aussage: Die Wissensbilanz wurde federführend von Prof. DI. Günter Koch und Prof. Mag. Dr. Ursula Hendrich-Schneider(†) entwickelt.
Wenn bei den Verantwortlichen des Fraunhofer Institutes wenigstens die Achtung der Leistung Verstorbener mehr Rang hat als die wirtschaftliche Auseinandersetzung mit den Konkurrenten, dann sollten wir davon ausgehen können, dass die fehlerhaften Aussagen umgehend korrigiert werden und Veröffentlichungen mit offensichtlich falschen Tatsachen ganz schnell aus der Öffentlichkeit verschwinden. Das sind die staatlich subventionierten Fraunhofer nicht zuletzt auch dem Steuerzahler mehr als schuldíg!
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