Keine Lust auf das Schulduell
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11 KommentareKommentare zu Keine Lust auf das Schulduell
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Entschuldigung für diesen Doppelpost. Ich hatte zunächst die Größenbegrenzung nicht beachtet :(
Hallo,
dieser Kommentar ist wirklich eine Unverschämtheit. Mein Sohn besucht auch die Elwin-Christoffel-Realschule.Er hat ebenso wie viele seiner Freunde einen Ferienjob und einen Ausbildungsplatz bekommen. Er weiß wer Ministerpräsident ist und noch viele andere Dinge mehr. Das gehört nämlich zu den Dingen die unsere Jugendlichen wissen müssen .Ohne eine gewisse Allgemeinbildung schafft heute niemand mehr einen Einstellungstest (auch Kein Hauptschüler ).Also machen Sie unsere Kinder nicht so schlecht und urteilen Sie nicht über Veranstaltungen denen Sie nicht beigewohnt haben. Und zu Ihrer Beruhigung kann ich versichern dass es noch Familien mit gemeinsamen Mahlzeiten und Gesprächen gibt.
Guten Morgen,
nun, das stellt natürlich die Sache ein wenig anders da. Wenn die Begrüßung des Moderators in der Tat schon so demotivierend und wenig schülerkompatibel war ... Brand mit d oder dt - Eigennamen sind immer so eine Sache und daran sollte man sich sicher nicht aufhängen. Vielleicht geht der Moderator nun in sich, dann hätte es ja etwas gebracht ;- )
Keine Lust auf unfaire Berichterstattung
Der Artikel Keine Lust auf das Schulduell (AZ / AZ-Web.de vom 03.02.09) hat sicher einen hohen Unterhaltungswert, mit seriösem Journalismus hat er nichts zu tun. Was der AZ-Web Redakteur mit dem Kürzel Andreas Gabbert hier abliefert ist billige Stimmungsmache gegen die Jugend aus der Nachbarschaft. Der Autor stempelt pauschal die gesamte Schülerschaft der Elwin Christoffel Realschule (ECR) als lustlos und lahm ab, nachdem er als besserer Zaungast an einer gut zehnminütigen Veranstaltung teilgenommen hat. Er macht sich nicht die Mühe, mit Schülern oder Lehrern zu sprechen, hat nicht das journalistische Bedürfnis, sie nach den Gründen für ihr vermeintlich schlechtes Ergebnis zu befragen. Ihm kommt es anscheinend sehr gelegen, dass er sich mit seiner Meinung dem schlechtgelaunten Eins Live Moderator anschließen kann.
Schon zu Beginn des Duells ist der Reporter sich mit Moderator David Nöth einig darüber, dass hier seitens der Schüler keine Motivation vorliegt. Die Stimmung glich aber eher einer Pflichtveranstaltung. schreibt er. Woran hat er das festgemacht schon bevor es losgeht? Mussten die Schüler, von denen es ... zwar viele... auf den Schulhof geschafft hatten, dorthin befohlen werden? Haben zu wenige dabei laut gelacht oder gejubelt? Haben die Schüler ihm das gesagt? Aus unserer Sicht waren bis zu diesem Zeitpunkt an der ECR noch alle Schüler hochmotiviert und gut gelaunt.
Fortsetzung...
Wer dabei war, der hat erlebt, warum die Stimmung später immer schlechter wurde. Der Schulgemeinschaft ist es nach der Lektüre dieses einseitigen Artikels daher ein Bedürfnis, das Event einmal aus ihrer Sicht zu schildern.
David Nöth, der Moderator des Eins Live Schulduells, ist augenscheinlich an diesem Montagmorgen selbst mit dem linken Bein zuerst aufgestanden. Es gab keine Begrüßung, wenn man davon absieht, dass Herr Nöth die Schüler mit dem erwähnten Zitat: Ihr dürft gleich im Unterricht wieder schlafen und träumen., versuchte anzutreiben. Seine misslungenen Scherze hinterließen bei den meisten Beteiligten eher den Eindruck, dass er selbst gerne noch ein wenig geschlafen hätte. So setzte sich denn seine Ansprache auch in ähnlicher Weise fort, als er die Regeln erklärte. Bitterernst wurde Ruhe erbeten und viele wünschten sich jetzt tatsächlich wieder in den Unterricht zurück. Keine Spur von der fröhlichen Stimmung, die das Eins Live Team des Vorjahres verbreitet hatte!
Fortsetzung...
Zu diesem Zeitpunkt beschlossen die ersten Schüler, dass sie auf diese Art der Auszeit keine Lust hatten und verweigerten die Teilnahme. Andere bereuten erst nach der Veranstaltung, dass sie nicht ebenso gehandelt hatten, begnügten sich jedoch mit Aussprüchen wie: Wie ist der denn drauf? Schlecht geschlafen?! oder Was will der Typ? Uns fertig machen?. Man könnte auch freundlich sagen, die Chemie stimmte nicht. Zunächst fanden sich jedoch trotzdem Ersatzspieler für die Ausgestiegenen.
Im Spiel wurden die Buchstabenleute dann erst Recht Opfer der schlechten Stimmung. Bewegt Euch mal!, Hier gehts um Schnelligkeit! und andere Anfeuerungen durch den Moderator trugen nicht gerade dazu bei, die Nervosität der Schüler abzubauen, zumal der Ton nicht unbedingt witzig war. Den Namen Brand mit dt zu schreiben hielten sowohl der Moderator als auch der AZ-Journalist für ein Zeichen mangelnder Intelligenz. Nach einer schlechtgelaunten Diskussion darüber, gab Herr Nöth zu, dass er die korrekte Schreibweise momentan auch nicht kenne und wertete die Antwort mit Sternchen. Den afrikanischen Staat vermasselte dann wieder die Nervosität der Schüler, als noch jemand das Wort Nigerzu Nigeria erweitern wollte.
Fortsetzung...
Dass der Moderator hier nicht begriff, wo das Problem lag, sondern auch hier die Schüler wieder unterschwellig der Dummheit bezichtigte, indem er sie fragte, ob sie nicht wüssten, wie das geschrieben werde, ließ die Stimmung auf den Nullpunkt sinken. Auch zwei weitere richtig beantwortete Fragen konnten das nicht mehr verhindern.
Wie genervt das Team von Eins Live war, zeigte es den Schülern dann noch einmal, als es um das Abschlussfoto ging. Während der Moderator die Schüler aufforderte, irgendein Wort zu bilden, sammelte seine Kollegin bereits die Buchstabentafeln ein. Vorwurfsvoll fragte Herr Nöth daraufhin, ob denn keiner Monschau schreiben könne, wobei man erahnen konnte, dass er eher an eine Rechtschreibschwäche dachte, als an fehlende Buchstabentafeln. Mit dem abschließenden Urteil von David Nöth, dies sei eine bescheidene Leistung gewesen, löste sich die Veranstaltung zur Erleichterung aller schließlich auf.
Fortsetzung...
Warum Herr Nöth allerdings der AZ gegenüber geäußert haben soll: Das waren die trägsten Teilnehmer, die wir bislang hatten., gibt Rätsel auf. Auf der Internetseite von Eins Live kann jeder Interessierte nachlesen, dass es bis heute 17 Schulen gibt, die nur zwei Punkte erreicht haben. Von den Drei-Punkte-Schulen sind zurzeit sechs langsamer als die ECR. Die schlechteste Zeit für das Erreichen von drei Punkten beträgt 3:40:81.
Angesichts der geschilderten Umstände ist das Ergebnis der ECR so schlecht also nicht. Jedenfalls lange nicht so schlecht wie die Laune des Berichterstatters der AZ an diesem Morgen gewesen sein muss. Denn auf die Jugend von heute zu schimpfen, ist keine große Kunst und es ist auch nicht fair, sie wie die Dorfdeppen dastehen zu lassen. Auch wenn der Reporter dies nicht so schreibt, entsteht dieser Eindruck beim Leser, wie die prompte Reaktion von Pankhurst in diesem Forum zeigt.
Was die Titelzeile des Berichts angeht, können wir nur zustimmen: So haben wir tatsächlich Keine Lust (mehr) auf das Schulduell. Wenn Schulleitung und Schüler schon einer Werbeveranstaltung des Senders eine Plattform bieten, dann soll es bitte auch (wieder) Spaß machen.
Für die Schulgemeinschaft
SV-Lehrer Dietmar Deuster
Keine Lust auf unfaire Berichterstattung
Der Artikel Keine Lust auf das Schulduell (AZ / AZ-Web.de vom 03.02.09) hat sicher einen hohen Unterhaltungswert, mit seriösem Journalismus hat er nichts zu tun. Was der AZ-Web Redakteur mit dem Kürzel Andreas Gabbert hier abliefert ist billige Stimmungsmache gegen die Jugend aus der Nachbarschaft. Der Autor stempelt pauschal die gesamte Schülerschaft der Elwin Christoffel Realschule (ECR) als lustlos und lahm ab, nachdem er als besserer Zaungast an einer gut zehnminütigen Veranstaltung teilgenommen hat. Er macht sich nicht die Mühe, mit Schülern oder Lehrern zu sprechen, hat nicht das journalistische Bedürfnis, sie nach den Gründen für ihr vermeintlich schlechtes Ergebnis zu befragen. Ihm kommt es anscheinend sehr gelegen, dass er sich mit seiner Meinung dem schlechtgelaunten Eins Live Moderator anschließen kann.
Schon zu Beginn des Duells ist der Reporter sich mit Moderator David Nöth einig darüber, dass hier seitens der Schüler keine Motivation vorliegt. Die Stimmung glich aber eher einer Pflichtveranstaltung. schreibt er. Woran hat er das festgemacht schon bevor es losgeht? Mussten die Schüler, von denen es ... zwar viele... auf den Schulhof geschafft hatten, dorthin befohlen werden? Haben zu wenige dabei laut gelacht oder gejubelt? Haben die Schüler ihm das gesagt? Aus unserer Sicht waren bis zu diesem Zeitpunkt an der ECR noch alle Schüler hochmotiviert und gut gelaunt.
Wer dabei war
die Zeitung muss vielleicht was genauer schreiben, denn man kannte die Namen mancher Ministerpräsidenten nur wenn man jeden Buchstaben NUR EINMAL zu verfügung hat kann man nicht den Namen wie zum Beispiel Rüttgers nehem, da der Buchstabe T nur einmal verwendet werden kann!! Einfach alle Schüler dieser Schule als schlecht abzustempeln ist zu viel schließlich haben doch nur 30 mitgemacht (26Buchstaben+ die Umlaute und ß)und es waren nicht nur Schüler der Abschlussjahrgänge. Und weil der DHB-Trainer Heiner Brand nur mit d und nicht mit dt geschrieben wird ist man nicht dumm. Übrigens selbst der Moderator war sich nicht mehr sicher!
Passt doch - demnächst keinen "Bock" auf die Ausbildung, von Arbeit ganz zu schweigen. Das ist schon Realschule, vom Bildungsniveau und Motivation der Hauptschüler blieben wir ja zum Glück verschont. Zeitung lesen und Nachrichten sehen liegt der Generation "Ich-bin-nun-bald-16-und-will-dann-gefälligst-alle-Rechte-aber-keine-Pflichten-haben" wohl auch nicht. Wie war das doch, Ministerpräsident? Steht auch aktuell nie einer in der Zeitung ... Hätte meine Klasse vor 25 Jahren mit einem solchen Bericht in der Zeitung gestanden, hätte es abends am Abendbrottisch (kennen die Eltern allerdings auch nicht mehr) ein ernsteres Gespräch gegeben. Am nächsten Morgen in der Schule wäre es vom Lehrer weitergeführt worden.