Eltern in der Kinderfalle
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KRITISCHE Kommentare über Herrn Winterhoff (wohlgemerkt nicht unsachliche oder gar beleidigende) werden von der AZ-Red. gelöscht. Das zum Thema Presse- und Meinungsfreiheit. Das war das letzte Mal, dass ich diesem Verlag mein Geld in den Rachen werfe und werde noch heute mein AZ-Abo kündigen! Werde einen Screen-Shot über meinen Kommentar einer "neutralen" Comunity über die Vorgehensweise der AZ zur Verfügung und Diskussion stellen! Als ob nicht alle Welt wüsste, dass die Tageszeitungsverlage abhängig sind von als "Interview" getarnte Werbungs-Geldspritzen
Der Mann verbreitet absoluten Schwachsinn. Dass er nur mit psychisch auffälligen Kindern zu tun hat liegt doch nicht an der Gesellschaft, sondern ist seine Daseinsberechtigung als Kinderpsychiater (NICHT Kinderpsychologe - da gibt es einen großen aber feinen Unterschied!). Und SEINE Praxiserfahrungen auf die Gesellschaft hochzurechnen ist alles andere als seriöser Journalismus. Klar ist doch eines: er und der Verlag wollen die dicke Kohle machen indem sie in die Polemik-Kerbe schlagen und alle rennen wie Lemminge hinterher und kaufen den Schund. Beweis ist doch eindeutig die Vorabveröffentlichung in der BILD-Zeitung. Das ist doch genau die Zielgruppe, die sich von seiner Polemik beindrucken läßt. Statt sich selbst eine Meinung zu bilden, pflichetet nach dem Motto "ich habs schon immer gewusst", kopfnickend dem großen Psycho-Heini bei. Bei dem Autoren ist es wie in der Gesellschaft - es gibt einen gewissen Querschnitt von starken und schwachen und Winterhoff gehört in seiner Berufsgruppe eindeutig zu letzteren.
Die "Tyrannen"-Bücher von Winterhoff sind das SCHLECHTESTE, was Verlage in den letzten Jahren veröffentlicht haben. Keinerlei Lösungsansätze nur reine Weltuntergangsstimmung. Die Bücher sind unsachlich und polemisch. Die Kinder, die er Tyrannen nennt, sind Kinder, die um die Erfüllung ihrer Bedürfnisse kämpfen müssen. Babys, die erst nach längerem schreien das bekommen, was sie brauchen, machen die Erfahrung, daß es lebenswichtig ist zu schreien. Ein Baby, das gleich bekommt, was es braucht, muß nicht schreien und später auch nicht seine Eltern nerven. Er setzt es als normal voraus, daß Kinder sich unterwerfen und einfügen in die Welt, die ihnen von den Erwachsenen vorgesetzt wird. Wenn nicht, dann wird es zur Krankheit und zum Defekt der kindlichen Psyche erklärt. Als Kinderpsychiater hat er sicher ein großes theoretisches Wissen über Kinder und wie sie sein sollten. Was ihm aber völlig fehlt, ist Verständnis für Kinder. Er kann sie nur als Objekte sehen, nicht als Subjekte, als Wesen wie er selber. Das ist eine Schwäche, die ich verzeihen könnte. Doch seine Propaganda, daß es der schlimmste Fehler sei, Verständnis für Kinder zu haben und mit ihnen auf gleicher Ebene umzugehen, ist einfach nur ärgerlich.
Ich empfehle in diesem Zusammenhangund als "Gegendarstellung" Bücher von WOLFGANG BERGMANN