3.29

Kulturschock in Cottbus: Ein Localido-User packt aus

x 1
 
 
Kulturschock in Cottbus: Ein Localido-User packt aus

Beitrag melden

Eingestellt von
dave
am 05.03.09in Unterhaltung via lr-online.de

Warum sind die Cottbuser anders als die Menschen im Rest Deutschlands? Oder wirken sie vielleicht nur so? Ein Ex-Cottbuser hat sich darüber in der regionalen Community Localido Gedanken gemacht. Das Ergebnis dürfte viele Lausitzer überraschen. Sagen Sie ihm hier Ihre Meinung!

Auf lr-online.de weiterlesen

26 Kommentare

Kommentare zu Kulturschock in Cottbus: Ein Localido-User packt aus

 

Mathias KrohnMathias Krohnam 09.03.09via Lausitzer Rundschau


Hallo Stephan!

Localido ist die Community der Lausitzer Rundschau. Wenn dort interessante Themen (Beiträge, Bilder, etc.) veröffentlicht werden, stellen wir sie gern den LEsern von LR-online vor.

Viele Grüße, Mathias Krohn
Online-Redaktion

Barbara III.Barbara III.am 07.03.09via Lausitzer Rundschau


Die 7 Zwerge wollten eben auch mal ein großes Schloß aber jetzt ist das mit dem Putzen zu viel geworden und da machen wir es wieder kleiner.

RustikusRustikusam 07.03.09via Lausitzer Rundschau


Die Umgangsformen sind nun mal generationsspezifisch abweichend. Auch ich wanderte schon vor mehr als 40 Jahren nach Cottbus zu. Das historische Problem von Cottbus und der Region war aber seit jeher, dass sie hinter den Bergen bei den sieben Zwergen lag und trotz langem Großstadtstatus eigentlich immer die aufgeblähte Provinzstadt war und sich wieder da hin entwickelt. Das prägt in gewisser Weise sicher auch das Selbstverständnis der Einheimischen.

dischudischuam 07.03.09via Lausitzer Rundschau


Der sprachliche Ausdruck ist doch viel weniger von Ost oder West abhängig als von der Ebene, auf der man sich bewegt.
Die Petain-Ebene verkraftet dieses Kloaken-Deutsch sicherlich ohne Probleme.
Wäre ich meinen Partnern im Westen in dieser Art entgegen getreten, hätte ich ein zweites Mal erst gar nicht zu kommen brauchen.

Barbara III.Barbara III.am 07.03.09via Lausitzer Rundschau


Das kann jeder ausprobieren, ein Mal die Hand verweigert und schon weiß der Gegenüber welche Distanz einzuhalten ist und der Gegenüber weiß auch warum diese Distanz einzuhalten ist, aber es wird trotzdem gemobbt.

Barbara III.Barbara III.am 07.03.09via Lausitzer Rundschau


Und so ist es auch keine Marotte oder Eigenart hierzulande, sondern es ist oder sollte zumindest erst mal Freundlichkeit sein.

Barbara III.Barbara III.am 07.03.09via Lausitzer Rundschau


Jemanden die Hand geben ist auch ein Zeichen von Wertschätzung und auch wenn ich von hier bin, gebe ich schon lange nicht mehr jedem die Hand. Aber das Mobbing die Folge ist, da haben Sie Recht, jedoch muß man nicht jedem die Hand geben und Freundlichkeit vortäuschen, so wie man auch nicht verpflichtet werden kann jemanden zum Geburtstag zu gratulieren.

Ich habe es mehr mit Ehrlichkeit und das ist nach dem Gesetz nicht verboten.

MitteldeutscherMitteldeutscheram 07.03.09via Lausitzer Rundschau


dem kann man nur zustimmen, Kontakt findet man westlich von Cottbus schneller, da reicht schon eine Fahrt nach Sachsen oder Thüringen. Spricht man in CB wen an, Smalltalk an der Supermarktkasse, erntet man meist einen verbissenen Blick und bekommt ein Grummeln zur Antwort. In Sachsen schon kommt ein kleiner Plausch mit Unbekannten zustande - woran liegt das?

Mitteldeutsch 2Mitteldeutsch 2am 07.03.09via Lausitzer Rundschau


Meine Äußerung war nicht abwertend gemeint, nein so kenne ich es nun mal von zu Hause. - Händeschütteln, leider auch in meiner Firma ein Muss. Jemand, der das nicht möchte, ist schon ein Außenseiter und gilt als affektiert. Eine Kollegin verzichtet auf dieses Ritual, da es ihr unangenehm ist und ist daher einem permanenten Mobbing ausgesetzt. Von meinen Kollegen westlich der Elbe bin ich das auch nicht gewohnt und man kommt dennoch prima miteinander aus.

MitteldeutscherMitteldeutscheram 07.03.09via Lausitzer Rundschau


ich komme aus dem mitteldeutschen Raum um Leipzig, wohne seit fast 25 Jahren in Cb und bin bis heute nicht warm geworden mit der Stadt und den Leuten. Ich hoffe für Petain, dass er nach dem Beitrag noch ohne Personenschutz auskommt und noch keine Morddrohungen erhalten hat. Ja es ist so, liebe Cottbuser, der süddeutsche, schon der mitteldeutsche Sprachgebrauch ist anders. Ich erhielt mal eine böse Ermahnung, als ich von "Müller" sprach, das heiße "Herr Müller", soviel Zeit müsse sein...

MaikMaikam 06.03.09via Lausitzer Rundschau


Interessant ist im Original auch diese Bemerkung von Petain: Klarstellung: "ich schrieb, dass es dort, wo ich im süden arbeitete, die rede-wendung gab "pack dan oasch zua saitn" und dass dies übersetzt bedeutete "bitte lasse mich vorbei". ich finde diesen krassen unterschied - dass im osten etwas als beleidigung gilt was im süden schlechtestenfalls als neckerei aufgeasst wird - verblüffend. und über diese sozio-kulturellen unterschiede habe ich berichtet."

RobertRobertam 06.03.09via Lausitzer Rundschau


Ich finde es spannend zu lesen, mit welchen Schwierigkeiten sich ein Fremder herumschlägt, der nach Cottbus ziehen muss. Treffend beobachtet! Ich habe es umgekehrt erlebt: In Cottbus aufgewachsen, wurde ich im Süden, wo ich wegen Arbeit hinzog, als hochnäsig und "kalt" empfunden. Erst als ich lernte, dass die ruppigen und teilweise vulgären Dialekt-Ausdrücke im Süden viel netter gemeint sind, als sie klingen, habe ich mich langsam eingelebt. Spannendes Thema!

davedaveam 06.03.09via Lausitzer Rundschau


stimmt die leute hier sind verkrampft und manchmal recht unfreundlich...aber ist vielleicht kein wunder, dass die leute hier so sind.arbeits und perspektivlosigkeit haben halt ihren preis

Barbara III.Barbara III.am 06.03.09via Lausitzer Rundschau


Nur vergessen meist die, die dieses Sprichwort bemühen, wie diese zuerst in den Wald hineingerufen haben.

StephanStephanam 06.03.09via Lausitzer Rundschau


Hat die LR mittlerweile so wenig Journalisten, das sie User-Kommentare von komischen Web-Seiten abschreiben muss? Oder gehört diese Seite zur LR? Wenn ja, dann bitte als Werbung kennzeichnen. Die Qualität der LR ist erschreckend.

OldyOldyam 06.03.09via Lausitzer Rundschau


Für Petain ist "Knigge" selbstverständlich ein Fremdwort.
Seine Umgangsformen kann man nicht in allen Bereichen anwenden. Pack.... ist üblicherweise der Umgangston unter Bauarbeitern, in einer Verwaltung würde er damit nur anecken. Das alte Sprichwort "wie man in den Wald hineinruft, so schallt es einem entgegen" gilt immer noch.

Jonas K.Jonas K.am 06.03.09via Lausitzer Rundschau


Es dürfte eigentlich keiner kommentieren, der nicht für längere Zeit im Westen war. Fakt ist, das Volk hier verkrampft & ist schwer zugänglich. Das spüren vor allem zugezogene Singles. Um sich noch mal gehen zu lassen bedarf es schon ein Faschingsveranstaltung 1* im Jahr. Im Westen findet man schneller Kontakt dieser ist jedoch oberflächlicher und endet seltenst in einer richtigen Freundschaft, die es dann doch eher in diesen Breitenkreisen gibt.
Etwas mehr Lächeln im Alltag täte allen gut

Barbara III.Barbara III.am 06.03.09via Lausitzer Rundschau


Das kann schon sein, ich kenne wenige Wessis.

HubertHubertam 06.03.09via Lausitzer Rundschau


Ich finde das eine sehr amüsante sozio-kulturelle Analyse. Übrigens: Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass "Pack dan Oasch zua Saitn" keinesfalls als üble Beleidigung gemeint ist, wie hier manche denken, sondern in Teilen Oberbayerns tatsächlich liebevoll gemeint sein kann. Komisch, aber wahr.

HolgerHolgeram 06.03.09via Lausitzer Rundschau


Seit einigen Jahren in Bremen angesiedelt ist es für mich immer wieder befreiend, Umgang mit der Bevölkerung im Süden Brandenburgs zu haben. Wenngleich ein wenig zurückhaltend und höflich, so doch ehrlich und auf jeden Fall verständlich im Wesen.
Im Gegensatz dazu ist das Bremer "Pseudofreundlich" und "tollerant" geradezu abschreckend. Die Bremer nun als positives Beispiel darzustellen mit all ihrer affektiertheit ist für mich eher fragwürdig.


Um Kommentare zu schreiben musst du eingeloggt sein. Anmelden

Noch kein Profil bei Webnews? Jetzt registrieren