Artikel Fusion geplatzt? WGZ-Bank zieht Notbremse
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Ob es für die Fusion zwischen DZ-Bank und WGZ-Bank noch eine Chance gibt, scheint mehr als fraglich. Die Eigentümer der WGZ-Bank wehren sich immer stärker gegen die Fusionspläne. Während DZ-Bank-Chef Kirsch auf's Tempo drückt, treten die WGZ-Kollegen massiv auf die Bremse. Der Chef des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes (RWGV) will nichts überstürzen: "Man muss den Kapitalgebern die chance geben, das Zahlenmaterial zu analysieren und zu beurteilen" sagte Hans Pfeifer dem Handelsblatt.
Während sich die Beteiligten in Diplomatie üben, bedeuten die Meldungen im Klartext, dass die Eigentümer der WGZ-Bank die Taktik des DZ-Bank-Managements immer mehr durchschauen und die Lust auf eine Fusion verloren haben. Während bei der DZ-Bank vor wenigen Wochen noch von einer Dividende die Rede war, benötigt das Institut nach aktuellem Stand frisches Kapital in Milliardenhöhe von ihren Eigentümern. Gerüchten zufolge enthält die Bilanz weitere Risikoposten in zweistelliger Milliardenhöhe. Das über diese Positionen bisher nicht gesprochen wurde, könnte erklären, warum DZ-Bank-Chef Kirsch die Fusion lieber heute als morgen under Dach und Fach hätte.
8 Kommentare
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Kommentare zu Fusion geplatzt? WGZ-Bank zieht Notbremse
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Erst aufräumen, dann fusionieren. Der Mittelstand begrüßt, dass die Notbremse gezogen wurde:
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Also, Bänker der DZ, gebt uns unser Geld unaufgefordert zurück!
1.) Unsere Einschätzung vom 6.03.2009 war genau richtig. Denn zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Fusion geplatzt ist. Jetzt wird dies offiziell auch von den Genossen bestätigt: LINK
2.) Es ist ein gutes Zeichen, dass DZ-Bank-Vorstand Kirsch so eindrucksvoll in die Schranken verwiesen wurde. Spätestens jetzt müsste auch ihm klar sein, dass er zuerst mal seinen Laden aufräumen muss, bevor er von Wachstum, Fusionen und der großen weiten Welt träumt. Die Realität müsste jetzt auch bei ihm angekommen sein. Ob er noch in der Lage ist diese Realtität wahrzunehmen, ist jedoch fraglich.
Man wird es daran messen können, ob er die Entschädigungsfrage in Sachen DG-Fonds jetzt endlich klärt oder nicht. Dieser längst überfällige Schritt wird auch über seine persönliche Zukunft entscheiden!
Für den Steuerzahler wäre es am besten wenn die alle Pleite gehen, sind nämlich alles Fässer ohne Boden.
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Hoffentlich kapieren das auch die restlichen Genossenschaftsbanken noch rechtzeitig. Der Laden muß erst einmal richtig aufgeräumt werden.
Die Fusion zwischen der sich mit Risiken herumschlagenden DZ Bank und der WGZ Bank scheint nun auch der zuständige Genossenschaftsverband in NRW auf die lange Bank schieben zu wollen. Denn die Verbandsgenossen in Münster (RWGV) Vorstandsvorsitzender Pfeifer erklärt doch: "Von einer geringfügigen Verzögerung wird die Welt nicht untergehen". Eigentlich verständlich will man doch nicht die Katze im Sack kaufen und sich vor der Fusion vor noch höheren Verlusten schützen.
WGZ-Chef Böhnke verhält sich wie ein schlauer Fuchs, denn wer kauft schon de Katze im Sack!!
Immer mehr Volksbankdirektoren merken, was man offenbar in Westfallen besser einschätzt: Dass die Geschäftspolitik der DZ-Bank erst zu Anstand und Gewissen zurückführen muss, bevor man fusionieren kann. Zu diesem Anstand gehört z.B. die Menschen, denen man DG-Anlagen zur sicheren Altersvorsorge verkauft hat, die nun keinen Wert mehr haben, diesen Schaden zu ersetzen, denn schließlich ist er durch das Missmanagement und die Selbstbedienungsmentalität der DZ-Bank eingetreten. Erst müssen alle diese Leichen aus dem Keller, dann können die Fusionspläne angepackt werden. Das dauert sicher noch ein Weilchen.