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Cottbuser Höflichkeit für Bayern lächerlich? Wessis und Ossis streiten im I

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Cottbuser Höflichkeit für Bayern lächerlich? Wessis und Ossis streiten im I

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Eingestellt von
Dirk
am 09.03.09in Unterhaltung via lr-online.de

Wegen der Arbeit zog sie von Cottbus nach Regensburg und erlebte einen Schock. Die ersten Tage musste sie nach der Arbeit sogar weinen. So sehr setzten ihr die ruppigen bayerischen Arbeitskollegen mit ihren derben Sprüchen zu. Cottbuser Höflichkeit und Zurückhaltung sind im Westen unbekannt, wirken gar lächerlich. So kontert Sabine Starick per E-Mail den Beitrag eines "Wessis" in der Localido-Community.

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20 Kommentare

Kommentare zu Cottbuser Höflichkeit für Bayern lächerlich? Wessis und Ossis streiten im I

 

cb bayerincb bayerinam 11.03.09via Lausitzer Rundschau


also ich lebe seit 6 jahren im tiefsten oberbayern und muss sagen das die menschen mich akzepzieren . weder im job noch im privaten habe ich mit ihrer art, noch sie mit meiner, probleme.
es hat wahrscheinlich viel damit zu tun wie man auf die menschen zugeht.
also, viele grüße in meine heimat.und pfiad eich

MatzeMatzeam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Blöd ................ total Blöd

Einfach lächerlich die Diskussion. Wer mit derben Sprüchen net klar kommt kommt hier net klar und dort net klar. Ost West Nord Süd alles totaler Quatsch. Wer immer noch glaubt in einer der genannten Himmelsrichtungen gibt es "bessere Menschen" als man selbst sollte sich in Behandlung begeben.

El TorroEl Torroam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Irgendwie hört es sich an, als sei Bayern das Epizentrum der Kultur, an dem wir uns messen müssen. Genau so wenig wie die sich ihre Umgangsart ausreden lassen, sollten wir das auch tun. Deutschland ist nicht Bayern, sondern ein Bündel von Landsmannschaften mit unterschiedlicher Lebensart

martinmartinam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


also ich lebe seit 3 jahren in london und ich muß sagen egal ob wessis oder ossis "der deutsche" an und für sich ist ein sehr unfreundliches wesen!!!

DanyDanyam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Ich bin ein "Wessi", aber ich finde die Höflichkeit in der Oberlausitz allgemein imposant. Ich bin regelmäßig in dieser 2.Heimat. An Neujahr hatte ich kurz vor Weißwasser eine Autopanne. In 1 Stunde hielten mind. 10 Autos um mir zu helfen. Im Westen hätte in 10 Stunden nicht 1 Fahrzeug gehalten. Auf Euere Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und Anständigkeit könnt Ihr stolz sein, ich bin unendlich oft und daher gerne bei Euch. Mit Euerer Art könnt Ihr überall ankommen. Mehr Selbstbewusstsein!!

Nils MichaelisNils Michaelisam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Hm, der Osten als Hort der Hochkultur. Und warum gucken dort ungefähr doppelt so viele Menschen Privatfernsehen wie im Westen? Den Trend haben Medienforscher schon kurz nach 1990 nachgewiesen, das können also keine zugezogenen Dumpf-Wessis sein. Oder läuft "Titel, Thesen, Temperamente" neuerdings bei RTL? Muss ich zwischen zwei "Rambo"-DVDs übersehen haben.

xxlxxlam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Also mich und einen Kumpel hat es vor gut vier Jahren von Cottbus nach Freiburg verschlagen und ich muss sagen, dass man mit "Höflichkeit" zwar weiterkommt aber auch schnell am Ende ist. Wenn Wessis meinen einem seine Herkunft bzw. "Unterprivilegiertheit" unter die Nase reiben zu müssen, lernen sie meist ziemlich schnell zu was eine "ostdeutsche Großschnauze" fähig sein kann. *lach* ..In mittlerer Weile fühlen wir uns hier wie die Wölfe unter den Schafen.. und finden es ehr lustig..

BertiBertiam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Muss es nicht heißen "Derbheit" statt "Derbe"?

BandiBandiam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Mit der Wiedervereinigung gingen leider viele gesellschaftliche Werte unter, eben weil das Derbe des Westens dominiert. Aber Geld ist nicht alles - und im Osten weiss man das auch noch.

MandyMandyam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Es gibt doch einen deutlichen Unterschied zwischen alten Ossis und jungen Ossis. Wir "junge Ossis" sind ganz anders. Wir gehen mehr aufeinander zu, sagen offener, was wir denken, feiern lieber und mehr, genießen das Leben mehr. Wir werden uns im Westen also auch einfacher zurechtfinden.

BernhardBernhardam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Aus einer Studie des Allensbach-Instituts: Es gibt drei grosse Muster im Lebensstil der Menschen: das Einfach-, das Spannungs- und das Hochkulturmuster. Einfachmuster: Volksmusik, Quizsendungen und grosse Shows, Spannungsmuster heisst Rock- und Pop-Musik und Actionfilme. Hochkulturmuster klassische Musik und Kulturmagazine. Ergebnis: "Ossis" sind wacher, bewusster. Im Westen ist nur eine kleine Schicht an Kultur, Politik und Wirtschaft interessiert, in Chemnitz durchgaengig alle Muster.

HarrietHarrietam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Wer im Osten heranwächst, geht zur Jugendweihe, nicht zu Konfirmation oder Kommunion. In seiner Nachbarschaft leben deutlich weniger Ausländer als im Westen. Nach der Wende hat sich eine eigene ostdeutsche Identität herausgebildet, ein deutliches Bekenntnis, nicht dazuzugehören, anders zu sein. Zu ihr bekennen sich seit Jahren unverändert mehr als 70 Prozent der Ostdeutschen. Also: Ja, es gibt Unterschiede zwischen Ost und West.

SandySandyam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Die Wirtschaftskraft des Ostens erreicht etwa zwei Drittel des westdeutschen. es fehlen etwa 3000 mittelständische Unternehmen und 700.000 Beschäftigte, die vorhandenen Unternehmen sind zu klein. Das Umsatzvolumen der einhundert umsatzstärksten Unternehmen in den neuen Ländern ist etwa so groß wie das Umsatzvolumen von RWE oder Metro allein. Jede fünfte Erwerbsperson hat keinen regelmäßigen Job. Jeder 3. Euro, der im Osten ausgegeben wird, ist ausmWesten. Also machen wir doch was falsch, oder?

ThommyThommyam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Ich finde, Höflichkeit rules. Ich bin viel gereist, und überall in Deutschland - München, Hamburg, Köln - gut angekommen. Und das, obwohl ich ein Cottbuser bin. Oder vielleicht, weil ich ein Cottbuser bin?

VeraVeraam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Die Cottbuser sind besser als ihr Ruf. Sie sind reserviert, aber wenn man sie erst einmal aufgetaut hat, genauso warm und herzlich wie ein Bayer - nur eben weniger derb. Das ist mir lieber.

RobbyRobbyam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Wenn man Bayern und Brandenburg vergleicht - wer ist erfolgreicher? Wo gibt es mehr Arbeit, mehr Geld, mehr Wohlstand, mehr Kultur? Ich sage in Bayern. Ich war noch nie in Bayern, aber fahre morgen zu einem Bewerbungsgespräch hin. Ich freue mich darauf. So anders die Menschen dort auch sein mögen: Offenbar haben sie was drauf.

Maik IIMaik IIam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Ich glaube, man versteht die Bayern falsch, wenn man sie als unhöflich bzw. grob beschreibt. Das sind sie nicht. Sie tragen ihr Herz auf der Zunge, sagen, was sie denken, und wenn man das nicht gewohnt ist, kommt man mit so viel Ehrlichkeit erst nicht zurecht. Aber man gewöhnt sich schnell daran - und es erleichtert vieles. Offenheit ermöglicht, intensiv an Problemen zu arbeiten, die klar benannt werden. Darum hat Bayern es auch geschafft, in den letzten 30 Jahren viele Arbeitsplätze aufzubauen.

GuntherGuntheram 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Ich bin Werkzeug-Mechaniker und arbeite in Regensburg, komme aber aus Guben. Die Regensburger sind derber, aber wenn man sich mal daran gewöhnt hat, sehr herzlich. Die Cottbuser sind weniger derb, aber auch weniger herzlich. Das ist meine Erfahrung.

AnnaAnnaam 10.03.09via Lausitzer Rundschau


Ich persönlich finde die Kölner viel schlimmer als die Bayern. Die Bayern sind zwar sehr derb in ihrer Ausdrucksweise, aber das finde ich lustig. Die Kölner dagegen sind einfach unehrlich. In Köln kann man nur Karriere machen, wenn man Bezieheungen hat, unabhängig vom Können. In Bayern muss man auch was können - man muss sich nicht unbedingt benehmen können, aber seine Arbeit gut machen. In Köln ist es umgekehrt.

DirkDirkam 09.03.09via Lausitzer Rundschau


Mich hat´s auch von Cottbus nach Regensburg wegen der Arbeit verschlagen. Und ich kann dem absolut nicht zustimmen. Ich hab von Anfang nicht erlebt, dass die Cottbuser Höflichkeit hier lächerlich ist. Ganz im Gegenteil... Ich bin z.T. besser angekommen als manch derber bayerischer Spruch.


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