2.22

Seehofers Spiel mit der Macht: Schach den Kronprinzen

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Seehofers Spiel mit der Macht: Schach den Kronprinzen

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Eingestellt von
Molitor
am 10.03.09in Politik via abendzeitung.de

Es gilt das neue Machtgefüge in der CSU. Wie beim Hahnenkampf lässt dabei der Parteichef und Ministerpräsident die Jungstars Guttenberg und Söder aufeinander los. Wie Horst Seehofer die beiden Kronprinzen gegeneinander ausspielt - und so seine Macht sichert.

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5 Kommentare

Kommentare zu Seehofers Spiel mit der Macht: Schach den Kronprinzen

 

huraxdaxhuraxdaxam 14.03.09via Abendzeitung


die csu wäre ja auch von allen guten geistern verlassen, wenn sie seehofer auch nach zwei schlechten wahlergebnissen 2009 absägen würde, er ist der fähigste mann an der spitze dieser partei seit strauß (nicht nur wegen seiner rhetorischen fähigkeiten). dass die csu heute solche probleme hat ist nicht seine schuld, sondern vor allem das erbe der letzten stoiber-jahre und zum kleinen teil des tandems und dem versagen von pfeifen wie schmid und hermann. bei hohlmeier habe ich seehofer auch nicht verstanden aber ansonsten macht er strategisch alles richtig, konsequente verjüngung und profilierung. angela böhm wäre doch die erste, die kritisieren würde wenn diese verjüngung nicht stattfinden würde. und wenn die gegenseitige blockade der kronprinzen den nebeneffekt hat, dass sie seehofers macht sichert, ist das nur zum besten für die csu, ein vorzeitiger sturz wäre ihr todesstoß.
meine prognose: die csu geht mit seehofer in die landtagswahlen 2013, er ist dann 64. dass die csu die absolute mehrheit wieder gewinnt halte ich für unwahrscheinlich, aber den ministerpräsidenten wird sie weiter stellen, da eine koalition aller anderen parteien gegen die csu auch in ein paar jahren wohl nicht realistisch ist. seehofer will im gegensatz zu stoiber 2003 nichts mehr werden, deshalb traue ich ihm zu dass er innerhalb der legislaturperiode den geordneten wechsel einläutet und nacheinander parteivorsitz und mp-amt abgibt. csu-chef könnte guttenberg werden, der je nachdem ob die union regiert als bundesminister in berlin agiert. mp könnte derjenige werden, der bis dahin den bezirksvorsitz von oberbayern innehat und/oder fraktionsvorsitzender ist. sollte er sich im bedeutenden finanzministerium bewähren, könnte das georg fahrenschon sein. nicht abschreiben würde ich aber auch nicht leute wie ferber oder weber, die müssten zuvor allerdings staatsminister werden, vom ep aus haben sie keine chance (siehe weber beim generalsekretär).mei, alles spielereien mit vielen unbekannten

AlfAlfam 14.03.09via Abendzeitung


Seehofer allseits unbeliebt? Da sagen die demoskopischen Werte aber etwas anderes. Nur kurz zur Erklärung: Der Maßstab für die Popularität Seehofers ist nicht ihre Privatmeinung, auch nicht die Meinung von Frau Böhm und auch nicht die von all denen, die in diesen Artikelkommentaren auf AZ-online regelmäßig über Seehofer und die Union herziehen. Nein, es sind über 1000 repräsentativ ausgewählte bayerische Bürger, die von Instituten befragt werden. Ich weiß schon, die sind ja alle so dumm und einfältig und haben nicht wie ihr die Wahrheit erkannt. Dummerweise zählt deren Stimme aber trotzdem genauso viel wie ihre. Demokratie heißt das glaub ich.
Zu ihrer Bemerkung, Seehofer habe weder Abitur noch Doktortitel: Darf er ihrer Meinung nach deshalb nicht Ministerpräsident sein? Ist denn nur ein Akademiker für Führungspositionen geeignet? Aber darum gehts ja nicht. Guttenberg würden sie genau diese Bildung und Titel zum vorwurf machen, als Beleg seiner Abgehobenheit und Volksferne. Hauptsache gegen die CSU, da sind alle "Argumente" recht. Dass es Leute wie Seehofer oder Schröder, die beide aus ärmlichen Verhältnissen stammten, nach ganz oben geschafft haben, ist eine Tatsache, die mich freut. Oder sollen denn neue Eliten nur noch aus den alten hervorgehen, so wie es eh schon immer mehr der Fall ist?
Gewählt wurde Seehofer auch nicht von einer "Clique", sondern von den Mitgliedern des Bayerischen Landtags, die zuvor durch freie und geheime Wahl vom Volk gewählt wurden. Wer Ministerpräsident wird, bestimmt laut Bay. Verfassung allein der Landtag. Der Spitzenkandidat der stimmenstärksten Partei kommt in der Verfassung nicht vor.
Nun noch zu ihren Aussagen über Seehofers Affäre. Sie können sich glücklich schätzen, ein Mensch zu sein, der ohne Sünden und Verfehlungen durch sein Leben geht. Sie können einmal reinen Gewissens vor den Schöpfer treten und bis dahin noch munter den ersten Stein auf andere Leute werfen. Opimalerweise gegen welche von der CSU.

SJFSJFam 10.03.09via Abendzeitung


Wie tief ist die CSU gesunken, daß man solche wie Söder oder Guttenberg
als Führungspersonen auch nur andenken kann.
Am besten beide als Doppelspitze.
Da bekommen dann die Freien Wähler in Bayern 70 % Stimmen.

oberfränkinoberfränkinam 10.03.09via Abendzeitung


Da haben Sie aber ganz schnell vergessen, dass es auch noch Frau Merk gibt. Und was soll das dumme Gequatsche: sie sind Frauen. Wollte die CSU nicht noch vor kurzem weiblicher und jünger werden? Was wollen Sie eigentlich mit ihrer Meinungsmache bewirken? Wenn die CSU nicht ins Europaparlament kommt, ist der Seehofer noch am gleichen Abend weg. Er hat doch für die Liste, die er ins Rennen schickt, großmundig die alleinige Verantwortung übernommen. Und dann werden auch die Oberbayern akzeptieren müssen, dass der Oberbayer Mist gebaut hat.

MolitorMolitoram 10.03.09via Abendzeitung


Leider haben wir nichts über den Werdegang des allseits unbeliebten Seiteneinsteigers und -springers Seehofer erfahren. Ist er nicht auch in einem Glasscherbenviertel in Ingolstadt in ärmlichsten Verhältnissen aufgewachsen? Hat er weder Abitur noch Studium noch Doktor-Titel? Ist er nicht ohne überhaupt nominiert gewesen zu sein von seiner Clique zu Ministerpräsidenten und CSU-Chef gekürt worden obwohl ein Jahr zuvor noch von der CSU selbst pikante Details aus seinem ausserehelichen Liebesleben in die Zeitungen lanciert wurden? Hat er nicht die über die Grenzen Bayerns hinaus unbeliebte Moni nach Oberfranken transferiert damit diese auch ihren Austrag in Brüssel erhält? Die Bayern dürfen sich glücklich schätzen einen wie Seehofer zu haben. Das ist der beste Grund die CSU nicht mehr zu wählen!


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