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München erlässt Haftbefehl gegen KZ-Wächter Demjanjuk

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München erlässt Haftbefehl gegen KZ-Wächter Demjanjuk

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Eingestellt von
ludwig
am 11.03.09in Politik via fuldaerzeitung.de

Das Amtsgericht München hat gegen den als "Iwan den Schrecklichen" berüchtigten Ex-KZ-Wächter John Demjanjuk Haftbefehl erlassen. Wie die Staatsanwaltschaft München I mitteilte, lautet der Haftbefehl auf Verdacht der Beihilfe zu Mord an 29.000 Juden.

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10 Kommentare

Kommentare zu München erlässt Haftbefehl gegen KZ-Wächter Demjanjuk

 

StruwwelStruwwelam 12.03.09


Also, Israel hatte diesen Verbrecher schon im eigenen Land zum Tode verurteilt, aber dann wieder entlassen, weil seine Person nicht zweifelsfrei identifiziert werden konnte. Nun hat die USA, in die er eingereist war, die Identität festgestellt und Demjanjuk nach Deutschland überstellt. Warum hierhin und nicht nach Israel?

Alter_SackAlter_Sackam 12.03.09


Es gab vor ein paar Wochen eine Doku zu Aribert Heim, der unter anderem nach dem Krieg bis Anfang der 60ziger Jahre in der BRD auch ein relativ ungestörtes Leben führen konnte, sogar als Arzt tätig war. Dort trat jedenfalls auch ein israelischer Nazijäger auf und ich hatte nicht den Eindruck, dass es vordringlich um Gerechtigkeit geht. Rache trifft wohl eher den Punkt. Ist aber auch egal, es sind ja wirklich ganz schwere Verbrechen begangen worden. Trotzdem ist es schwer zu sagen, ob es wirklich einen Sinn ergibt, so alte Leute noch vor Gericht zu zerren. Der Gerechtigkeit halber sicher, aber vielleicht wäre es nicht schlecht, gerade diesen Leuten gegenüber, die für ihre Opfer keinen Funken Menschlichkeit übrig hatten, ein wenig von dieser zukommen zu lassen und sich gerade dadurch von ihnen und ihren Taten zu distanzieren. Wie gesagt, dass ist ein ganz, ganz schweres Thema.

Only-the-catOnly-the-catam 11.03.09


Wie alt dieser Typ wird kann keiner beurteilen, mag ein er wird 100 oder er stirbt auf der Anklagebank sitzend während der Staatsanwalt seine Vorwürfe vorliest. Den Toten mag man viel schuldig geblieben sein und ihren Hinterbliebenen noch viel mehr, dieser Prozess wird keinem mehr wirklich viel nützen.

Der Opa hat jetzt seid Ende des Krieges über 60 Jahre mit ein paar Unterbrechungen ein normales weitesgehend unbehelligtes Leben gelebt und das kann ihm schon mal keiner mehr nehmen. Ihn jetzt nach all den vielen Jahrzehnten als Tattergreis groß vors Gericht zu schleppen zeigt eher das verzweifelte Festklammern am Kampf gegen die letzten wegsterbenden Altnazis als Selbstzweck als den wirklichen Willen zur Gerechtigkeit.

husky1985husky1985am 11.03.09


da kann man mal sehen wie steuergelder raus geworfen werden, eine haft wird er sowieso nicht antreten!

opentruthopentrutham 11.03.09via Fuldaer Zeitung


Bravo Zarah!
Als Israelin zeigtst du eine sehr christliche Moral. Vergebung und Mitleid. Alle Achtung!

rehserehseam 11.03.09


Ich stimme Zarah zu. Das ist nur ein Alibi-Prozess. Die das gefordert haben, fordern angeblich Gerechtigkeit. Das hättensie früher fordern können und dann noch bei gewichtigeren Tätern. Schade um die Kosten, die hier zum Fenster hinausgeworfen werden.

A. HoldA. Holdam 11.03.09via Fuldaer Zeitung


Die Höchststrafe, egal wie viele Morde verübt wurden, ist lebenslänglich, bzw. 15 Jahre Haft. Die Zahl 29.000 ist vielleicht medienwirksam, hat aber juristisch gesehen keine weitere Bedeutung.

ZarahZaraham 11.03.09via Fuldaer Zeitung


Als Israelin schäme ich mich dafür.Er ist ein alter gebrochener Mann.Ihn braucht man nicht zu verurteilen.In diesem Alter nicht mehr.

ludwigludwigam 11.03.09via Fuldaer Zeitung


Was soll dieser Schildbürgerstreich.Tote noch aufhängen ? Absurd.

ludwigludwigam 11.03.09via Fuldaer Zeitung


Das ist wiederrum der Beweis,daß alles auf tönernen Wahrheitsfüßen steht.Sebst die Israelis haben ihn nicht erkannt und wieder freigelassen.Jetzt als 88 Jähriger soll er vor Gericht ? Lächerlich.Wie lange hat er als Greis noch zu leben ? Genauso kann man bereits einen Toten zusätzlich noch aufhängen.Ich habe dafür kein Verständnis und sicherlich auch die israelischen Juden.


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