Wurde Tim K. an seiner Schule gemobbt?
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Kommentare zu Wurde Tim K. an seiner Schule gemobbt?
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Ach wenn er gemobbt wurde, ist das noch keine erklärung
Das macht keiner mit Berechnung. Wie gesagt, es liegt ein klarer Erziehungsfehler vor. Ich hoffe doch, dass jeder hier im Forum sich Gedanken darüber macht, wie so etwas in Zukunft zu verhindern ist. Es ist doch bezeichnend, wenn der Vater jetzt noch den Arzt verklagen will. Es ist dass "Supermann" Gehabe des Vaters,
was das KIND hat ausrasten lassen. Dass noch Proleme mit dem anderen Geschlecht (wer mag heute noch Supermann?) dazukamen, brachte das Faß zum überlaufen. Aber in dieser "Schaffe, Schaffe, Häusle baue..." Gesellschafft stört ein Spätpubertierender ja nur.
che, siehst die Welt als Soziologe und gehörst damit zu den "Beobachtern und Erklärern", damit hast du einen recht bequemen Standort. Das mache ich jetzt auf der Bühne auch, es ist einfacher. Früher stand für mich immer das Individuum in seiner sozialen Gruppe im Mittelpunkt meiner Arbeit, insbesondere jene Individuen, die ihrer Umwelt bewusst Schaden zufügten. Und da brauchte Werkzeuge zur Behandlung der Fehlentwicklungen und einen Wertekanon, auf den Verlass war. Eigentlich ging es nur darum, Leute vor dem Knast zu bewahren und mit der Zeit war ich recht gut darin. Es ging nur um das "Wie". Ich war immer ein bisschen chaotischer als meine Probanden, fügte aber nach Möglichkeit keinem Schaden zu. Es half! Die sog. "Gesellschaft" hat mich immer einen feuchten Staub interessiert. Nur "Du sollst nicht töten" und "Du sollst nicht stehlen" konnte ich immer vermitteln.
Hallo Ihr lieben ! Ich bin DJ_Andy bei LINK Wenn Ihr lust habt kommt heute am Sonntag 18:00-20 Uhr zu Webradio-Fantasy. Da geht es heute im Chat und Radio um das Thema Amoklauf von Tim K. Ich Moderiere das Thema heute. Gruß DJ_Andy
ja, kalmar. Da sehe ich jetzt aber keinen Widerspruch zu gesellschaftlichen Relevanzen bzgl. Ursächlichkeiten für Gewalthandlungen. Die im Übrigen wieder individuell sehr unterschiedliche Reaktion erzeugen. Wenn der Psychologe von "abnormem" Verhalten spricht, kann er ja nur von gesellschaftlichen Normen ausgehen. Was will er denn erreichen, außer Forschung? Praktisch gehts doch immer nur um Eingliederung, gesellschaftliche Normakzeptanz des Probanden. Die gesellschaftliche Relation ist allgegenwärtig.
Sich über Behandlungsmethoden/"Lehrgebäude" auseinanderzusetzen ist für den engagierten Studenten/Wissenschaftler doch sowieso ein Muss. Da darf man sich auch mal "getäuscht" fühlen, enttäuscht sein. academic expierences.
Und genau das ist ein gesellschaftliches Problem. Jeder ist nur noch sich selbst der Nächste. Erfolg geht oft zu Lasten anderer. Rücksichtslosigkeit ist oberste Prämisse, weil Aufstieg und Karriere auf andere Art meist garnicht möglich sind. Auf der anderen Seite wird von einer christlich geprägten Gesellschaft geschwafelt, einfach nur traurig und lächerlich. Ich wohne seit 1985 in Plattenbauten. Bis Anfang der neunziger Jahre gab's noch ein halbwegs vernünftiges Untereinander. Man hat zusammen gefeiert, sich gegenseitig geholfen, viel miteinander geredet u.u.! Heute sieht man sich kaum noch, obwohl man im selben Aufgang wohnt. Einer ist teilweise des anderen Deibel. Mieterstreitigkeiten und oft auch Prozessieren sind fast schon zum Normalzustand geworden. Was interessieren da die Probleme eines Jugendlichen? Bis der dann austickt!
@kalmar, du hast mich anscheinend nicht verstanden: Ich rede nicht von der Schuld der Gesellschaft oder seinem Umfeld, weil er dazu getrieben wurde sondern von der Schuld, weil alle durch Ignoranz, Intolleranz und Gleichgültigkeit weggeschaut haben und von anfang an nichts bemerkt haben wollen und den Jungen aus diesen Gründen nicht frühzeitig mal an die Hand genommen haben. Was glaubst du, wenn heute ein Pädo an einer Bushaltestelle deine Tochter anmacht? Wie viele laufen einfach vorbei? Letztes Jahr hatte ein Fernseteam genau dies- mit einem Schauspieler gestellt- mit versteckter Kamera gefilmt. Was glaubst du, wie viele Passanten eingeschritten sind? Ich bin kein Psychologe und kann auch hierzu nicht fachsimpeln. Kein Gesellschaftliches Problem? Nun denn!
che, als Skinner erklärte, seine Trainingsmethoden an Tauben und Ratten nach dem Reiz-, Reaktions- und Verstärkungsmethoden dürften nicht auf die pädagogische Arbeit mit Menschen übertragen werden brach nicht nur mir ein Lehrgebäude zusammen. Wer bei Tausch studiert hatte, fühlte sich getäuscht. In der Praxis hat das System auch nie funktioniert, weil die vielen Miterzieher nicht eliminiert werden können. So kamen wir auf den Lehrsatz der Epikuräer zurück: "Alles, was das Wohlbefinden erhöht, wird schnell gelernt und das Verhaltensrepertoire übernommen." Damit hatten wir die besten Erfolge. In meiner heutigen Arbeit ist das sogar die Voraussetzung zum Erfolg, sonst kommt nämlich keiner in unsere Vorstellungen und der "final courtain" ist sehr nahe.
Und was machst du denn hier ? karlweber Na willste auch deinen Senf dazugeben?
keinen lehrer, mit außnahmen bei denen dann aussprachen vor der ganzen klasse abgehalten wurden und die konsequenz hatten, dass es hinterher meist schlimmer war, hat es zu DDR-zeiten interessiert was unter den schülern passierte. im gegenteil, sie haben oft kräftig mitgemacht wenn die eltern nicht in der partei waren oder ihnen die nase nicht gepasst hat. selbst die hochgejubelten familien mit mehr als zwei kindern wurden schief von denen angeschaut und zu ostern oder weihnachten schon mal mit einem spruch komentiert, ach, konnten sich deine eltern mal filzstiffte leisten? und warum ist damals nicht mehr passiert nach solchen mobbingattaken? weil die freizeit reglementiert und vollgepackt mit Pioniernachmittagen, FDJnachmittagen, AG´s, altstoffe sammeln usw...war. und die schüler die da nicht mitmachen wollten wurden oft mit hilfe der lehrer aus dem klassenverband ausgeschlossen. also würde ich mir doch bitte zweimal überlegen was da schreibe und vordere.
Und jetzt sind wir genau dort, erstmal nach der schlechten Kindheit fragen, ehe man verurteilt. Egal wieviel Menschen er ins Unglück gestürzt hat. Entschuldigt, aber für so einen habe ich wirklich keinen Nerv u. gar nichts übrig.
Fakt ist, er ist der Erziehungsfehler seiner Eltern, die ja heute sogar behaupten, dass er nicht in Behandlung war. Also hat er es in vollster Berechnung getan.
kalmar, Einspruch! Zumindest in Teilen. Mit dem Ende der "Vorherrschaft" des Behaviorismus in der wissenschaftlichen Psychologie (Mitte/Ende 70er?) und dem Einzug des Kognitivismus als weitgehend anerkanntes, forschungsrelevantes Erklärungsmodell menschlichen Verhaltens, hat sich keineswegs die überdisziplinäre Frage nach Wirkung und/oder Vorhandensein von Reiz-Reaktionsverhälnissen schlüssig/abschließend beantwortet. Bemüht sich der Psychologe, typischerweise, um Konditionierung von Individuenm, macht er doch immer wieder den Fehler (meiner Ansicht nach) gesellschaftliche Einflüsse als irrelevant auszuschließen. Da rumort dann immer wiede der Soziologe in mir. Es ist doch sehr, sehr eindeutig, dass sich vor allem jugendliche Amokläufer sehr wohl in einen klaren, genauen Bezug zu ihrer Umwelt setzen. Und dieser Bezug ist nicht die private, familiäre Situation. Schulen als Tatorte, sind eindeutig gesellschaftlich relevante, für den Jugendlichen sogar hauptsächliche "Reizorte". Die "Reaktion" genau dort ist eine direkte Auseinandersetzung mit Gesellschaft. Und es ist keine verwegene Theorie, dass diese Auseinandersetzung gewollt und gesucht ist, weil eben auch verantwortlich.
desilva, 1973 habe ich mein erstes Studium beendet und war als Behaviorist der Meinung, die Gesellschaft sei an allem Schuld. Fast wir alle dachten so, hatten es ja so gelernt. Und dann habe ich meine Arbeit über das Aggressionspotential Hamburger Jugendgangs geschrieben und das geht nur, wenn man mitten drin ist. Dabei wurde mir klar, dass unsere Prämissen nicht stimmten. Die Gesellschaft ist gar nicht nötig, um Aggressionen gedeihen zu lassen, der Wunsch nach Macht und Ansehen steckt in jedem Menschen und dann genügen ein paar Gelegenheiten, um Leute ausrasten zu lassen. Danach habe ich mein zweites Studium begonnen, es führte zu brauchbareren Ergebnissen.
Schön das auch in diesem Forum mal die 70er aufgenommen werden. Die Ideen der "68" konnten da solange ausprobiert werden bis das Geld alle war. Doch es blieb was "hängen" in den Köpfen. Die geistig-moralische Wende der "80" klappte da nicht mehr. Dann ging die DDR pleite. In den 90ern war share holder valiu angesagt. 2000 platzte auch diese Blase. 2001 fielen die Doppeltürme und die (westliche) Welt bekam Angst.
Jetzt hat sich das Kapital gerade selbst aufgehängt und die Ängste werden mehr.
In dieser Zeit begeht ein Sohn aus einer schwäbischen Musterfamilie mit Haus, Garten(zwerge) und Porsche in der Doppelgarage eine solche tat. Können wir eigenlich noch den einzelnen Menschen hinter allem erkennen?
Ein einsames Kind in dieser Welt, dessen Eltern lediglich für Psychater Zeit haben, damit er es mit Pillen für die Musterfamilie wieder passent macht. Es wird weiter gehen......
Soory so hab ich das nicht gemeint. Natürlich hab ich Mitleid mit den Menschen dort. Ich hab versehentlich meinen letzten Kommentar in die falsche Seite geschrieben.
@kalmar, weisst du, ich denke, du bist so ein Mensch, der gerne wegschaut. Nur nichts hören, sehen und reden, wie die drei Affen. Ja keine Unannehmlichkeiten. Frage: Ich weiss nicht, wie alt du bist und woher du kommst, aber hier bei uns, in der Umgebung Frankfurt haben all meine Jahrgangsgenossen viel aus den siebzigern gelernt. Hier hat niemand etwas begraben! Wo warst du in den Siebzigern?
Amüsant diese ganzen, komischen Vergleiche. Mal wird ein Rapper aus Berlin erwähnt mit dem Thema Ausländer und Voruteile und Du nimmst Dir der RAF an. Sein wir ehrlich, auch Hitler hat mit Amokläufen zu tun, da sehe aber eine ganz klare Verbindung. Oh und Amerikas Bush auch, ganz eindeutige Verbindung *g
Also Deine Worte sind aber ähnlch billige Phrasen wie der CSU und all der Experten.
Und wen interessiert ein Rapper aus Berlin und das Thema Ausländer?
Die Worte hättest du dir sparen können.
Ich sehe die Angelegenheit genau so, da ich selbst vor 30 Jahren Erfahrungen in diese Richtungen gemacht habe. Einzelkind, wohlhabende Eltern, übersteigertes Ego zum Verdecken der Minderwertigkeitskomplexe. Da die Umwelt nur das Materielle sieht und das gegeüber daran mißt, ist es kein Wunder das solche Taten geschehen. Im TV betonten die Nachbarn auch noch, dass die Eltern ja so fleißige Leute gewesen wären. Tja und wenn's mal nicht so passt mit dem "Schaffe, Schaffe, Häusle baue" dann Kind In die Psychatrie, Pille und Therapie und dann weiter schaffe. Vaters Haus ist nie gebaut
worden, der Krebs war schneller. Doch die Gelder erzeugten nur Neid und Mißgunst in der Nachbarschaft, ja erst recht bei der Verwandtschaft. Nur ich hatte mit 15 keinen Vater mehr, die Mutter in der Psychatrie. Egal, das Kapital muß vermehrt werden. Erfurt und W., es wird weiter gehen.