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Wildschweine nehmen überhand

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Wildschweine nehmen überhand

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Julia Brunke
am 12.03.09in Politik via saarbruecker-zeitung.de

Noch nie zuvor gab es so viele Wildschweine im Saarland wie heute. Problem ist, dass die Säue die Landwirtschaft schädigen. Die Ökojäger fordern eine Abkehr von der Hochsitz-Jagd hin zur Bewegungsjagd.

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2 Kommentare

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Kommentare zu Wildschweine nehmen überhand

 

Julia BrunkeJulia Brunkeam 12.03.09via Saarbrücker Zeitung


Jagd führt zur Vemehrung der Wildschweine

In der Presse wird derzeit ein geradezu apokalyptisches Bild gezeichnet: Horden von marodierenden Wildschweine würden alles umpflügen, was ihnen in die Quere kommt und die Landwirtschaft bedrohen. Wildschwein-Horden suchten angeblich unsere Städte und Dörfer heim und zerstörten die Gärten. Die Wildschwein-Schwemme gefährde den Straßenverkehr, da die Tiere ständig auf die Straße liefen...
Schuld daran sei der Klimawandel, der den Tieren ein riesiges Futterangebot beschere. Wie gut, dass es die Jäger gibt, unsere Retter in der Not, die jetzt noch mehr Wildschweine schießen als zuvor. Aber Moment mal: Wird da nicht der Bock zum Gärtner gemacht? Warum ist denn die Sozialstruktur der Wildschweine so aus den Fugen geraten? Und: Ist wirklich der Klimawandel tatsächlich der (Haupt-)Grund für die Wildschweinschwemme?

»Die Nachwuchsschwemme ist hausgemacht«, sagt Norbert Happ, der bekannteste Wildschweinkenner in Deutschland und: selber Jäger. Für die explosionsartige Vermehrung der Wildschweine seien die Jäger selbst verantwortlich: »Ungeordnete Sozialverhältnisse im Schwarzwildbestand mit unkoordiniertem Frischen und Rauschen und unkontrollierbarer Kindervermehrung sind ausschließlich der Jagdausübung anzulasten«, so Happ (in der Jägerzeitung "Wild und Hund", 23/2002).

Durch die Jagd vermehren sich Wildtiere stärker als unter natürlichen Umständen, meint auch Prof. Dr. Josef H. Reichholf, der die Abteilung Wirbeltiere der Zoologischen Staatssammlung München leitet und an beiden Münchner Universitäten Biologie und Naturschutz lehrt. Würden in einem Gebiet durch die Jagd, die ja vor allem im Herbst und Winter statt findet, viele Tiere getötet, hätten die Verbliebenen ein besseres Futterangebot. »Tiere, die gestär

Julia BrunkeJulia Brunkeam 12.03.09via Saarbrücker Zeitung


Jagd führt zur Vemehrung der Wildschweine

In der Presse wird derzeit ein geradezu apokalyptisches Bild gezeichnet: Horden von marodierenden Wildschweine würden alles umpflügen, was ihnen in die Quere kommt und die Landwirtschaft bedrohen. Wildschwein-Horden suchten angeblich unsere Städte und Dörfer heim und zerstörten die Gärten. Die Wildschwein-Schwemme gefährde den Straßenverkehr, da die Tiere ständig auf die Straße liefen...
Schuld daran sei der Klimawandel, der den Tieren ein riesiges Futterangebot beschere. Wie gut, dass es die Jäger gibt, unsere Retter in der Not, die jetzt noch mehr Wildschweine schießen als zuvor. Aber Moment mal: Wird da nicht der Bock zum Gärtner gemacht? Warum ist denn die Sozialstruktur der Wildschweine so aus den Fugen geraten? Und: Ist wirklich der Klimawandel tatsächlich der (Haupt-)Grund für die Wildschweinschwemme?

»Die Nachwuchsschwemme ist hausgemacht«, sagt Norbert Happ, der bekannteste Wildschweinkenner in Deutschland und: selber Jäger. Für die explosionsartige Vermehrung der Wildschweine seien die Jäger selbst verantwortlich: »Ungeordnete Sozialverhältnisse im Schwarzwildbestand mit unkoordiniertem Frischen und Rauschen und unkontrollierbarer Kindervermehrung sind ausschließlich der Jagdausübung anzulasten«, so Happ (in der Jägerzeitung "Wild und Hund", 23/2002).

Durch die Jagd vermehren sich Wildtiere stärker als unter natürlichen Umständen, meint auch Prof. Dr. Josef H. Reichholf, der die Abteilung Wirbeltiere der Zoologischen Staatssammlung München leitet und an beiden Münchner Universitäten Biologie und Naturschutz lehrt. Würden in einem Gebiet durch die Jagd, die ja vor allem im Herbst und Winter statt findet, viele Tiere getötet, hätten die Verbliebenen ein besseres Futterangebot. »Tiere, die gestär


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