4.11

Sollte in die geplante Therme in Rilchingen-Hanweiler auch Steuergeld fließ

x 4
 
 
Sollte in die geplante Therme in Rilchingen-Hanweiler auch Steuergeld fließ

Beitrag melden

Eingestellt von
Leyerspiel
am 19.03.09in Politik via saarbruecker-zeitung.de

Die Saarbrücker Zeitung ist die Tageszeitung für Saarbrücken und das Saarland. Die Online-Ausgabe umfasst aktuelle Nachrichten, ePaper, Community uvm.

Auf saarbruecker-zeitung.de weiterlesen

9 Kommentare

Kommentare zu Sollte in die geplante Therme in Rilchingen-Hanweiler auch Steuergeld fließ

 

SchwimmerSchwimmeram 20.02.10via Saarbrücker Zeitung


Was passiert mit dem Hallenbad/ Freibad in Kleinblittersdorf? Ist die Schliessung bereits schon beschlossene Sache, siehe Fechingen.

wellspasswellspassam 12.11.09


Schon vor fast zehn Jahren habe ich Herrn Frank Zech, dem damaligen GF der Projekt-Gesellschaft "Augusta-Thermen", eine ausführliche Stellungnahme zu den Plänen geschickt. Die damalige Planung war aus meiner Sicht keinesfalls tragfähig.

Zwischenzeitlich wurden Millionen in Anschlußplanungen investiert (hauptsächlich aus Steuergeldern) und neue Architekten involviert. Die Pläne sind besser geworden, einige meiner früheren Kritikpunkte wurden korrigiert. Aber ein wirklich stimmiges Konzept ist es immer noch nicht. Aus meiner Sicht noch zu groß und nicht komplett durchdacht - trotz 10-jähriger Planung.

Ich bin mir sicher, daß ein auf den Markt zugeschnittenes Sole-Thermalbad in Bad Rilchingen erfolgreich sein kann, ohne dem "Calypso" oder "Das Bad" oder "monte mare" zu schaden. Aber bevor die Landesregierung einige Millionen an Zuschüssen verschleudert, sollte sie das Projekt doch mal von unabhängigen Unternehmensberatern prüfen lassen und nicht blind den Aussagen der Projekt-Gesellschaft vertrauen.

Keinesfalls bin ich gegen Fördermittel, denn man braucht sie als Anschub-Finanzierung. Aber Bau und Betrieb des Bades müssen von außen überwacht werden und die Fördergelder sollten rückzahlbar sein. So bald das Bad Gewinne abwirft - und das ist möglich - sollte ein Teil davon in die Staatskasse zürückfließen. Der Rest kann über die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen kommen. Mein Appell an die Regierung ist jedoch, wirklich einmal externe Bäder-EXPERTEN mit an den Tisch zu holen, bevor man Gelder bewilligt. Und das schnell, denn das Projekt läuft schon viel zu lange. MfG Jürgen Juen, Bad Bederkesa / wellSPAss@aol.com

Karl Heinz MZGKarl Heinz MZGam 27.04.09via Saarbrücker Zeitung


Sehr geehrter Herr Hertel, Sehr geehrter Herr Limmer,

wann sind sie denn soweit wie ich und und begreifen das hier die Saarländische Baumafia am Werk ist die ,,, unser ,, aller Steuergelder und fünf Saarländischen Baufirmen aufteilen.

Damit meine ich nicht etwas die Firmengruppe Gross sondern andere.

Gutachten erstellen lassen ,,, oder ,,, kaufen ,, und dann durchziehen.

Gondwana läßt Grüßen.

Die Hauptsache die Geschäftsführerposten nach der Wahl sind gesichert.

Hoffentlich erwischt die Schweineseuche die ,, richtigen Saarschweine ,,

Markus HertelMarkus Hertelam 25.04.09via Saarbrücker Zeitung


Zahlen, Daten, Fakten sprechen eine klare Sprache:

1.) Bereits 2001 kam eine Machbarkeitssstudie, beauftragt durch die Landesregierung, zu einem klaren Ergebnis: 450 TSD Euro Verlust pro Jahr. Die SZ berichtete.
2.) 76% der SZ-Leser sind gegen eine steuerliche Förderung des Projektes.

Bei einer Neuverschuldung von 50 000 0000 0000 für 2009 sollten unsere Steuergelder mit mehr Augenmass eingesetzt werden.
Die Entscheidung von Staatssekretär Hettrich in 2001 wäre zielführend gewesen: "Wir haben das Bad-Projekt nicht aufgegeben. Aber die Landesregierung wird sich finanziell nicht beteiligen."

Erschienen:13.01.2001 / SZ-Cic / SBM_LOK

Das Gutachten kommt nach der Überprüfung konkurrierender Bäder in der Region, der Verkehrs-und Bevölkerungsstruktur und anderer Faktoren zu dem Schluss, dass ein Bad mit Wellness- und Saunabereich in Rilchingen-Hanweiler täglich von etwa 700 Gästen (auf das Jahr hochgerechnet etwa 244000) besucht würde. Bei Eintrittspreisen von 17 Mark für das Schwimmbad, Sauna zehn Mark, Wellness 25 Mark (nicht eingerechnet Ermäßigungen Kinder, Studenten etc.) hat das Gutachten jährliche Gesamteinnahmen von 5,2 Millionen Mark errechnet. In diesem Betrag ist außerdem ein Gastronomie-Verzehr von fünf Mark pro Person eingerechnet. Fazit dieser Rechnung: Nach Abzug aller Betriebs- und Personalkosten verbliebe einem Betreiber ein positives Jahresergebnis von 1,6 Millionen Mark. In dieser Rechnung sind freilich nicht die Kosten für die Zinsen von Fremdkapital und Abschreibungen enthalten. Werden, was betriebswirtschaftlich gar nicht anders möglich ist, diese Kosten mit den Einnahmen verrechnet, ergibt sich ein Minus-Ergebnis von jährlich 900 000 Mark.

Markus HertelMarkus Hertelam 18.04.09via Saarbrücker Zeitung


Betriebsleiter Andreas Schauer zur Perspektive für die Bodenseetherme:
"So ein Haus wird nie zum Selbstläufer - es häutet sich alle sieben Jahre".

D.h. übersetzt, daß zusätzlich zu den laufenden Kreditrückzahlungen jährlich weitere Rückstellungen in Millionenhöhe für notwendige Modernisierungen getätigt werden müssen.
Wer den einfachen Dreisatz beherrscht, wird schnell überschlagen können, dass bei ca. 200 Tausend Besucher pro Jahr die Rechnung nicht aufgehen wird!
Ich lasse mich gerne überzeugen, aber bisher wurde der Oeffentlichkeit noch kein solider Buisnessplan vorgelegt. Es wäre an der Zeit!

Dieter LimmerDieter Limmeram 14.04.09via Saarbrücker Zeitung


Hockenheimring, Spaßbäder, Skihallen, Kinopaläste usw. sind bzw. waren alles Steuergeldgräber. Mit Millionen Euro wurden diese Vorzeigeobjekte subventioniert und sind mittlerweile insolvent oder werden mit weiteren Steuergeldern künstlich am Leben erhalten. Wir reden hier nicht von München, Berlin, Hamburg oder Köln sondern von Rilchingen-Hanweiler. in dessen mittelbarer Umgebung Frei- und Hallenbäder seit Jahren ums Überleben kämpfen müssen. Jetzt sollen diese Objekte mit Hilfe des Steuerzahlers endgültig plattgemacht werden zu Gunsten eines Projektes dessen Risiko, in wenigen Jahren eine Betonruine zu sein, derzeit nicht abschätzbar ist. Weiterhin gibt es keine Bürgerinformationen bezüglich qualifizierter Erhebungen über die Kaufkraft des Einzugsgebietes oder eine Planungsstudie bezüglich der zu erwartenden Besucherzahlen.

Markus HertelMarkus Hertelam 13.04.09via Saarbrücker Zeitung


Liebe LEG, Liebe Verantwortlichen, Liebe Politiker,

es bleibt zu hoffen, Ihr habt Eure Hausaufgaben gemacht! Fördergelder in 2-stelliger Millionenhöhe aus dem Topf der Steuerzahler müssen nachhaltige Investitionen für das Allgemeinwohl bewirken und bieten keinen Platz für Experimente und Nachfinanzierungen.
Aus dem Brandenburger Tagesspiegel eine Bestandsaufnahme zum Nachdenken:

DER TAGESSPIEGEL / Brandenburg

Ein Spaßbad in Nöten
Fünf Jahre nach der Eröffnung droht der Naturtherme Templin die Insolvenz. Neun Millionen Euro wären zur Sanierung nötig. Aber die Stadt hat kein Geld.

Claus-Dieter Steyer
11.7.2005

Templin - Mit einer ungewöhnlichen Botschaft wendet sich das große Thermalbad in Templin auf seiner Internetseite an die Besucher: "Es gibt uns noch, wir haben geöffnet und freuen uns auf Ihren Besuch!!"

Rund 27 Millionen Euro Fördermittel aus den Kassen des Bundes, des Landes und der EU waren in die Naturtherme geflossen. Dazu nahm die Stadt Kredite auf und steckte den Erlös vom Verkauf eines großen Ferienhotels in das Freizeit- und Gesundheitsbad, um die Gesamtkosten von 36 Millionen Euro aufzubringen. Der Erfolg schien den Planern zunächst Recht zu geben. In den ersten beiden Jahren nach der Eröffnung tummelten sich in den Becken, in dem Sauna- und dem Massagebereich rund 400 000 Gäste, die meisten davon aus Berlin. 2004 kamen nur noch 340 000 Besucher, in diesem Jahr werden 310 000 erwartet - bei Preisen, die für Erwachsene bei neun Euro für zwei Stunden liegen. Zum Rückgang trägt neben der allgemeinen Konsumflaute und hoher Arbeitslosigkeit vor allem die wachsende Konkurrenz bei. Ausflügler finden inzwischen Freizeitbäder in allen Himmelsrichtungen.
Bereits im Vorjahr konnte die Templiner Therme die Insolvenz nur knapp vermeiden.

Markus HertelMarkus Hertelam 12.04.09via Saarbrücker Zeitung


4 Millionen Euro sind bereits über die Landesentwicklungsgesellschaft in die bisherigen Planungskonzepte und Machbarkeitsstudien geflossen.Es ist an der Zeit, dass das Projekt jetzt auf soliden Beinen steht und von privaten Investoren getragen wird. Weitere, sogenannte Anschubfinanzierungen aus dem oeffentlichen Steuertopf zu Lasten unserer Kinder muessen unterbleiben. Dieses Geld fehlte genau vor einem Jahr der Gemeinde Kleinblittersdorf, als es um die Renovierung der KITA e.V. in Kleinblittersdorf ging. Veranschlagte 100 000 Euro Renovierungskosten waren damals für die Gemeinde und den Regionlverband nicht tragbar. Ohne das beherzte Eingreifen der Erzieher/innen und Eltern wäre dort immer noch Handlungsstillstand angesagt.

LeyerspielLeyerspielam 19.03.09via Saarbrücker Zeitung


Nein, auf keinen Fall. Schulen für die Bildung unserer Kinder sind so viel wichtiger, als ein Kurbad für gut Betuchte. Schulen sind unsere Zukunft, die das Thermalbad nie haben wird, solange nicht einmal die Trümmer des Sarga-Geländes entsorgt werden können ( trotz großspuriger Ankündigungen).


Um Kommentare zu schreiben musst du eingeloggt sein. Anmelden

Noch kein Profil bei Webnews? Jetzt registrieren