Warnstreik der Erzieherinnen?
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Die Arbeit in den Kitas wird doch überwiegend von Kinderpfleger/innen geleistet, Erzieher/innen verkriechen sich doch die meiste Zeit mit irgendwelchen Ausreden in ihr Büro, und kommen nur zum Vorschein wenn Eltern auftauchen und sie gebauchpinselt werden.
Darum sollten die Gewerkschaften sich mehr für die Pfleger/rinnen einsetzen, denn diese sind durch das neue Kibiz noch mehr die geaschten.
Ich kenne sowohl die Ausbildung als auch die Tätigkeitsfelder der Erzieherinnen und obendrein einige Erzieherinnen sehr persönlich. Ganz bewußt habe ich weiter unten von eben denen gesprochen, die ich getroffen habe und von deren Wirken ich mir ein Bild machen konnte. Von einer Pauschalisierung kann also keine Rede sein. Ich weiß ebensogut um Eure so empfundenen körperlichen und psychischen (Vor-) Belastungen, kann aber nichts Aussergewöhnliches oder Umpuschelungswürdiges daran erkennen. So ist das halt in der Gesellschaft, in der wir leben und die angedeuteten Belastungen sind genau diejenigen, die man jedem Werktätigen abverlangt. Das Leben - auch das der Erieherinnen - ist kein Urlaub auf dem Ponyhof.
Offensichtlich hast Du von der Arbeit in den Kindertagesstätten keine Ahnung. Wer in der heutigen Zeit immer noch von "selbstverliebtem Basteltantentum" spricht, ist wohl schon länger nicht mehr in einer Kita gewesen.
Du solltest Dich in Zukunft, und zwar bevor Du mit einer solchen Pauschalisierung an die Öffentlichkeit Öffentlichkeit gehst, über die Inhalte und den pädagogischen Auftrag, den wir in den Kitas haben, informieren. Bildungsdokumentationen, qualifizierte Elterngespräche, die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Institutionen und die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes sind nur ein Teil dessen, was die Arbeit einer Erzieherin/eines Erziehers ausmachen.
Zum Abschluss noch eine weiterer Hinweis: Auch in unserer Ausbildung war und ist die Pädagogik ein zentraler Aspekt der Wissensvermittlung!
Schade das Du noch keine gute Erzieherin kennenlernen konntest. Es gibt wie in vielen Berufen auch dort sicherlich schwarze Schafe, aber Deine Aussage ist mir zu pauschal.
Eine Erzieherin arbeitet auch nicht nur im Kindergarten. Sie sind auch in anderen Einrichtungen zu finden, da sie billiger als die Sozialpädagogen sind. Oftmals müssen sie sich deshalb um so mehr beweisen und behaupten, da ist die es nicht immer hilfreich als Basteltante abgestempelt zu werden. Auch bitte ich eine außergewöhnliche körperliche und psychische Belastung bei solchen Aussagen zu bedenken. Danke.
Habe noch keine Erziehrin getroffen, die das Geld wert gewesen wäre, das ihr für ihre "Arbeit" gezahlt worden ist. Zwischen Situationsansatz - wobei entgegen der pädagogischen Intention meist die Situation des Personals selbst hintergründig im Vordergrund steht - und selbstverliebten Basteltantentum werden die immer auffälligeren Kinder verwahrt. Meine Idee wäre, den Erzieherjob abzuschaffen und an dessen Stelle ein pädagogikbasiertes Studium zu setzen - sebstverständlich gegen entsprechenden Lohn.