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Ein Stadtteil wird gekauft

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Ein Stadtteil wird gekauft

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Eingestellt von
Michael
am 27.03.09in Politik via mopo.de

Ketten drängen in den beliebten Stadtteil / Mieten explodieren

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101 Kommentare

Kommentare zu Ein Stadtteil wird gekauft

 

jankjankam 08.04.09via Hamburger Morgenpost


für dich

holgerholgeram 02.04.09via Hamburger Morgenpost


Fensterscheiben einwerfen führt übrigens nur dazu, daß die Scheiben abends mit schweren Rollläden gesichert werden. Zu besichtigen neuerdings beim Brillenladen. Im übrigen gab es kaputte Scheiben und Parolen schon einmal an Geschäften zu sehen - vor 70 Jahren! Sich solcher Mittel zu bedienen, das ist die wirkliche Schande!

Sandra G.Sandra G.am 01.04.09via Hamburger Morgenpost


Der Untergang eines Stadtteils!
Über erschreckend wenige Jahre entwickelte sich das Schanzenviertel von einem toleranten und sozial durchmixten Quartier zu einer hippen und angesagten Piazza und Stylinginsel und erhält nun den letzen Dolchstoß.
Man kann doch nicht blind sein, um zu erkennen , dass dieser Ort durch die kapitalistische Ausbeutung seinen Reiz verliert! Schade, denn damit verliert die Stadt auch gleichzeitig einen weiteren einzigartigen und bunten Ort.

stefan b.stefan b.am 27.03.09via Hamburger Morgenpost


Das Viertel war einmal geprägt durch Arme, Verrückte, Vertriebene, Freaks eben. Da tobte das Leben. Heute ist ein beschalltes nachbarschaftliches Grillfest auf dem Hinterhof kaum noch möglich, da sich die "nachgezogenen" Neuschanzianer über den Grillgeruch in ihrer Wohnung beschweren und über die "Lärmbelästigung" beschweren.
Sie kamen wegen des Lebens, aber wenn es denn tobt, fühlen sie sich gestört.genau so sieht es aus du sprichst mir aus der seele DANKE!!!!!!!!!!!!!

30jahreschanze30jahreschanzeam 27.03.09via Hamburger Morgenpost


Zitat von porlavida...Das Viertel war einmal geprägt durch Arme, Verrückte, Vertriebene, Freaks eben. Da tobte das Leben. Heute ist ein beschalltes nachbarschaftliches von porlavidaGrillfest auf dem Hinterhof kaum noch möglich, da sich die "nachgezogenen" Neuschanzianer über den Grillgeruch in ihrer Wohnung beschweren und über die "Lärmbelästigung" beschweren.DANKE du sprichst mir aus der seele genau so sieht es aus und nicht anders!!!!!

insiderinsideram 27.03.09via Hamburger Morgenpost


@haha. So, wie du redest "erst Eppendorf, dann Schanze, dann Ottensen" wohnst du wohl noch nicht so lange hier?

St.PaulianerSt.Paulianeram 27.03.09via Hamburger Morgenpost


@suckoff. Und warum werden dann die Mieten teurer? Weil "unser" Staat das Geld halt für Banken, Elbphilharmonie usw., statt für den Erhalt von günstigem Wohnraum ausgibt. Das war zumindest tlw. schon mal anders - siehe Sanierung mit der (damals noch stadteigenen) Steg, wo die Bewohner wohlgemerkt nach erfolgter Modernisierung bei nur geringer Mietsteigerung wieder in die Wohnungen zurück konnten. Bezuschusst durch den Staat!

AtonaerAtonaeram 27.03.09via Hamburger Morgenpost


Genau das Gleiche haben die alten Schanzianer über die recht rigerose "Szene" ab den 70ern auch gesagt.

HaHaHaHaam 27.03.09via Hamburger Morgenpost


@insider: Eröffnet doch ne neue DDR und konserviert Eure Kultur von gestern in staatlich verordnetem Kunstharz.

Das was sich in der Schanze heute vollzieht ist schon seit 79 in Arbeit. Die Szene ist schon immer in "Übergangsgebiete" gewandert. Vorher war es Eppendorf, dann die Schanze, dann Ottensen und nu werden die Eppendorfer langsam wieder älter...

SuckowSuckowam 27.03.09via Hamburger Morgenpost


Dann werden die Wohnungen modernisiert
und erneuert.Genau dieses macht jetzt
die "SAGA" bei vielen Mietwohnungen in Hamburg erhöht die Mieten von 20 bis tw 40 Prozent. Soweit zur Mietpreisbindung!

porlavidaporlavidaam 27.03.09via Hamburger Morgenpost


Der Stadtteil ist verloren, die Spekulanten haben die Macht, gestützt seit Jahrzehnten vom jeweiligen Senat.
Jetzt kann sich halt kein alter Schanzenmensch mehr erlauben, hier zu wohnen.
Das Viertel war einmal geprägt durch Arme, Verrückte, Vertriebene, Freaks eben. Da tobte das Leben. Heute ist ein beschalltes nachbarschaftliches Grillfest auf dem Hinterhof kaum noch möglich, da sich die "nachgezogenen" Neuschanzianer über den Grillgeruch in ihrer Wohnung beschweren und über die "Lärmbelästigung" beschweren.
Sie kamen wegen des Lebens, aber wenn es denn tobt, fühlen sie sich gestört.
Wir werden gehen müssen, aber nicht, ohne Spuren zu hinterlassen.

LachmannLachmannam 27.03.09via Hamburger Morgenpost


Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.

Und "Unsere Schanze" zwischen 78 und 1990 gibts nun mal nicht mehr, schon die die danach da hingezogen sind, waren hinterher.

Auch wenn ich noch so drohend mit den Zähnen klappere und dabei mit den Füßen aufstampfe - die echten werden es nicht mehr...

Mo MentmalMo Mentmalam 27.03.09via Hamburger Morgenpost


Man kann auf Kulturverdrängung nicht mit simplem 1x1 der Volkswirtschaft antworten. Außerdem ist es wie schon gesagt eine neoklassische Aussage, die beeinhaltet, dass das Angebot (!!!) die Nachfrage bestimmt und nicht anders herrum. Ich habe jedenfalls noch nie in der Schanze gedacht: "Irgendwie fehlt mir hier n' Starbucks." Der Staat hätte nun die Aufgabe durch Vorkaufsrechte, Subventionierung kleiner Läden, Denkmalschutz etc. gegen diesen Mietwucher gegenan zu gehen um den Ketten gar nicht erst die Chance zu geben sich in bestimmten Stadtteilen breit zu machen. Wenn nichts passiert, ist die Antwort eben Gewalt ausgehend von Denen, über deren Köpfe entschieden wurde.

InsiderInsideram 27.03.09via Hamburger Morgenpost


@haha! wir sind werder weg noch werden wir (nur) jammern. Schon mal gar nicht von zynischen Klisches uns beeindrucken lassen.

schon klar!schon klar!am 27.03.09via Hamburger Morgenpost


Aus welchem Grund betreiben wohl die Alt-Eingesessenen Geschäftsinhaber ihren Laden? Um maximalen Profit zu erwirtschaften! Exat das ist der Grund warum McDonalds, Zara, H&M und alle anderen Läden betreiben! Was sollte daran schlechter sein? Im Übrigen ist die Latte-Maccoatisierung eines Viertels auch mit Vorteilen verbunden! Bei mir auf der Langen Reihe ist jedenfalls seitdem Schluss mit Drogenkriminalität, Verwahrlosung, Müll und Dreck! Vielleicht kriegt die Schanze ja auch die Randale durch den Wandel in den Griff! Die alten Bewohner und Geschäftsinhaber waren dazu ja bisher nicht in der Lage!

St.PaulianerSt.Paulianeram 27.03.09via Hamburger Morgenpost


Mann, mann, mann... noch nie von was von Mietpreisbindung gehört? Oder warum unterbindet man nicht das aggressive Verdrängen des bisherigen Gewerbes? Warum gibt es seit Ole keinen sozialen Wohnungsbau mehr? Ist doch Quatsch, daß der Staat an sich da machtlos wäre. Und weil eben dieser nicht die Interessen der Bewohner vertritt kommt es dort zu den bekannten Auseinandersetzungen. Die kann man nun von den Mitteln her kritisieren, aber so zu tun, als gäbe es keine Ursache ist naiv. Ich teile die Auffassung von Peter: die Auseinandersetzung in der Schanze wird schärfer werden.

grasbrookgrasbrookam 27.03.09via Hamburger Morgenpost


Gewissermaßen hat Suckow auch recht. Fast jeder Mensch nutzt die Chance auf Profit gleichermaßen wie auch Einsparpotentiale. Ginge niemand in einen Schanzen-Discounter würde dieser verschwinden. Zum Großteil als Nicht-Anwohner fordern wir die Erhaltung des Wildparks "Schanze". Aber dennoch ist "Markt" nicht alles und Angebot & Nachfrage keine geeignete Grundlage für ein gesellschaftliches Leben. Wer das denkt reduziert den Menschen zum Konsumvieh, sieht nicht Probleme, die daraus entstehen und nicht die Chancen, die sich auf anderem Wege bieten würden, wenn Gesellschaft / Staat oder wie auch immer, mal lenkend eingreift, mal nicht-kommerzielle Werte schützt.

SuckowSuckowam 27.03.09via Hamburger Morgenpost


Wenn die Vermieter ihre Immobilien nicht an die Filialisten vermieten, sondern für weniger Mietzins an inhabergeführte Läden, werden Sie den Mix erhalten. Gleiches gilt für Privatwohnungen.Die Nachfrage nach Wohnungen von solventen Personen ist gross. Wenn es Vermieter gibt, die dennoch die Wohnungen nicht renovieren und die Miete erhöhen: wunderbar.
Nur fürchte ich dass die meisten Vermieter dieses nicht tun, sondern stattdessen lieber den höheren Ertrag wählen. Was soll denn die Politik tun!
Das ist eine Frage von Angebot und Nachfrage! Wenn die Bewohner die grossen Ketten und Discounter meiden und stattdessen in die kleinen Läden gehen wäre dies ein Anfang. Besser als Gewalt!

HahaHahaam 27.03.09via Hamburger Morgenpost


Die möchtegern Hippies sind in ihrem "antimainstream" ja noch spießiger, als mancher im Heute angekommener Werber.

Die HWP ist weg, Studiengebühren wurden gschluckt - außer Jammern wird da wohl nicht viel abgehen.

Die Insider sind eh längst weg oder haben begriffen, dass auch bei ihnen die Zeit vorbei ist.

PeterPeteram 27.03.09via Hamburger Morgenpost


ich befürchte allerdings auch, dass dies eine militarisierung nach sich ziehen wird. im kleinen konnte man das ja beim wasserturm schon beobachten...


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