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Artikel Akademische Gleichberechtigung – ein Blick zurück auf den Weg der Frau an d

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Akademische Gleichberechtigung – ein Blick zurück auf den Weg der Frau an d

Akademische Gleichberechtigung – ein Blick zurück auf den Weg der
Frau an die Universität


Viele Frauen mussten in der Vergangenheit kämpfen, um sich in der
„Männerwelt“ einen Namen zu machen. Anschaulich erklärte die freie
Historikerin Dr. Elke Stolze den beschwerlichen Weg der Frauen in die
akademische Welt und an die Universitäten im Rahmen der Wernigeröder
GenerationenHochschule am Dienstag, den 7. April 2009. Mit Bezug zum
Thema stellte Hochschul-Rektor Prof. Dr. Armin Willingmann bei der
Begrüßung die Frage „Wie sieht es denn mit dem Anteil von Frauen an der
Hochschule Harz aus?“. Und er konnte sogleich hinzufügen, dass sich die
kleinste Hochschule des Landes auch insoweit sehen lassen kann: 57% der
rund 3.000 Studierenden und fast jeder siebente Dozent ist weiblichen
Geschlechts. Auch – und das freute den Hochschulleiter besonders – „ist
unsere erste ‚Frühstudierende‘, die derzeit die 12. Klasse des
Landschulheims Grovesmühle und das zweite Semester am Fachbereich
Wirtschaftswissenschaften besucht, eine junge Frau“. Doch der Blick in
die Historie zeigt, dass solche Tatsachen nicht immer
selbstverständlich waren.

Kurz vor der Jahrhundertwende sprach der Jurist und Politiker Otto von
Gierke von so genannten „Männeruniversitäten“, die nicht nur im
Äußeren, sondern auch in ihrer inneren Art und Weise männlich angepasst
seien, somit wäre eine Universität für Männer und Frauen mittelmäßig
und wissenschaftlich entfremdet. Dr. Elke Stolze wählte diesen
Blickwinkel als Einstieg in ihre Vorlesung und verdeutlichte somit eine
heute schon fast absurd wirkende Weltsicht. Doch nicht alle Frauen
ließen sich davon abhalten, eine akademische Laufbahn zu beschreiten.
Darunter war Dorothea von Erxleben – erste deutsche Ärztin – die sich
autodidaktisch Wissen aneignete und nur mit Sondergenehmigung von König
Friedrich II. im Jahre 1754 an der Universität Halle promovieren
konnte. Damit war der Weg für Frauen an die Universitäten jedoch noch
nicht geebnet. Vom 18. bis Anfang des 20. Jahrhunderts fand kaum eine
Entwicklung statt. „Für uns heute kaum nachvollziehbar“, findet die
Referentin das Ende einer mühsam erkämpften Laufbahn als Lehrerin bei
Bestehen eines Kinderwunsches. Erst 1899 – in den USA war es Frauen
bereits seit 1833 erlaubt zu studieren – gab es offiziell einen
Beschluss des Bundesrates und im Jahr 1923 wurde in Halle die erste
Privatdozentin Dr. Betty Heimann berufen. Doch weiterhin standen die
meisten gelehrten Frauen im Schatten der Männer. Erst Mitte des 20.
Jahrhunderts war ein Studium für Frauen keine Unmöglichkeit mehr –
„Frauen waren und sind aus den Hörsälen nicht mehr wegzudenken“,
stellte Frau Dr. Stolze fest. Jedoch bleibt ein Wermutstropfen zum
Abschluss des Vortrags – eine Studie des Kompetenzzentrums Frauen in
Wissenschaft und Forschung zeigt, dass die „Chancengleichheit der
Geschlechter im Hochschulbereich immer noch ein Thema ist“.

Der Weg zur Gleichberechtigung der Frau ist auch Inhalt der aktuellen
Ausstellung in der Rektoratsvilla an der Dr. Elke Stolze maßgeblich
beteiligt war, sie trägt den Titel „SchattenRisse – Frauenleben
zwischen Altmark und Unstruttal“ und ist noch bis Ende April 2009 zu
besichtigen.

Erstmalig wurden bei der GenerationenHochschule kleine Snacks und
Getränke des Studentenwerks Magdeburg angeboten. Bei der nächsten
Vorlesung am Dienstag, den 5. Mai 2009, referiert Prof. Dr. Gerhard
Johnson vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Harz
über „Wochenmärkte – Einkaufen von Mensch zu Mensch, nicht nur für
Ältere“. Für eine Teilnahme an den Veranstaltungen der
GenerationenHochschule ist eine Registrierung zu jeder einzelnen
Vorlesung unter www.generationenhochschule.de notwendig.


1 Kommentar

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Kommentare zu Akademische Gleichberechtigung – ein Blick zurück auf den Weg der Frau an d

 

StefanFTYTStefanFTYTam 09.04.09


Hi! Rat mal aus welchen Buch diese Zeilen stammen:
Sure 2, Vers 223: "Eure Weiber sind euch ein Acker. Gehet zu eurem Acker, von wannen ihr wollt;"
Sure 4, Vers 34: "Die Männer sind den Weibern überlegen wegen dessen, was Allah den einen vor den anderen gegeben hat... Diejenigen (Weiber) aber, für deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet - warnet sie, verbannet sie in die Schlafgemächer und schlagt sie..."


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