Ägypten tötet wegen der Grippe alle Schweine
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Na ja, inzwischen ist Mubarak ja eine andere Ausrede eingefallen. Nicht wegen der Schweinegrippe, sondern wegen Verbesserung der allgemeinen Hygiene sollen die Schweine der Christen getötet werden. Und die Mullahs klatschen Beifall.
Na ja, inzwischen ist Mubarak ja eine andere Ausrede eingefallen. Nicht wegen der Schweinegrippe, sondern wegen Verbesserung der allgemeinen Hygiene sollen die Schweine der Christen getötet werden. Und die Mullahs klatschen Beifall.
Die Schweine zu schlachten mach doch jetzt gar keinen Sinn mehr, wo das Virus von Mensch zu Mensch übertragbar ist, also bereits aus den Schweinen heraus mutiert ist. Die Quelle war wohl ein Schweineerreger, aber die Wahrscheinlichkeit dass es genauso nochmal passiert, ist doch gering, oder nicht? Es macht eher Sinn die Energie dahin zu verwenden, dass Menschen, die den Erreger in sich tragen sofort behandelt werden und das Virus, das bereits existiert nicht weiter übertragen wird.
Die Forderung "Ägypten soll schweinefrei werden" existiert doch schon lange, alle Versuche, auf dem Land moderne Zuchtbetriebe zu bauen wurden bislang seitens der Regierung verhindert. Dabei ist das schwarze ägyptische Schwein eine äußerst robuste Rasse und kaum anfällig gegen Krankheiten. Ich glaube eher, hier wurde ein Grund zur Tötung aus religiösen Gründen gesucht und endlich gefunden. Das gleiche erleben Züchter in der Türkei, die ja auch schweinefrei werden soll. Dabei spricht nicht ein medizinischer Grund gegen den Genuss von Schweinefleisch, aber viele religiöse.
"Kranke werden gekeult, Gesunde geschlachtet" - sind die
"Moslembrüder" inzwischen so radikal geworden?
@kalmar, für die Haltung der Schweine sind die Christen in Ägypten selber verantwortlich, aber für die Gesundheit der gesammten Bevölkerung (Juden, Christen und Muslime) ist die Staat verantwortlich. Dass die Schweine allgemein stinken habe ich auch hier erfahren. Ich wohnte 4 Jahre Lang in der nähe eines Bauernhoffs. Schweine sind nun mal nicht gerade saubere Tiere und ihre Zellen sind die der Menschen sehr ähnlich, daher können auch ihre Krankheiten leicht auf die Menschen übertragen werden. Als vor paar Jahren die Vögelgrippe Deutschland drohte hat man ebenfalls gewollt im Falle des Falles viele Vögeln abzuschlachten. (Bei BSE war es ebenfalls der gleiche Fall). Die Infrastruktur in Ägypten ist viel schwächer als in Deutschland z.B. Hier kann eine Epidemie aufgrund von staatlich organisierte Infrastruktur nicht all zu viele Schaden erzeugen dagegen kann schon eine schwache Krankheitserreger grössere Schaden errichten. Daher bleibt es die Ägypter, in solchen Fällen nichts anderes übrig als vorzubeugen und die Schritte zuerts anzutreten, welche man hier zuletzt antreten würde. In diesem Fall das massenschlachen von Tieren. Wie gesagt hier würde man zuerst das Fortpflanzung der Krankheit eine Zeitlang beobachten und schätzen ob die Geschwindigkeit der Fortpflanzung irgendwo stabil bleibt oder nicht, ist es nicht der Fall, so würde man auch hier nicht anderes handeln
Und ganz nebenbei, der Begriff El Koscheh dürfte dir wohl bekannt sein.
mohsensalakh, das Problem de Kopten ist mir nicht unbekannt, ihre Glaubensgrundsätze weichen von den römischen in wichtigen Punkten stark ab. Es geht hier aber um die Christen in Großstädten, die ihre Schweine im Hinterhof halten.
Hättest du gesagt, die Viertel der Christen erkennt man am Gestank, ich hätte dir sofort Recht gegeben, es ist wirklich so, sie stinken nach Gülle. Es geht ja auch darum, die private Haltung von Schweinen auf das Land zu verlagern und zu zentralisieren. Und ob das jemals passieren wird weiß der Geier.
Und ägyptische Christen sind nur selten Touristen.
@kalmar,
nach deiner theorie darf es schon seit 1300 Jahren islamischer Zeit in Ägypten kein einziger Christ mehr geben! Hättest du ein paar Bücher über die Geschichte Ägyptens gelesen, dann hättest du wissen können, dass die größte Gefahr für die Kopten (ägyptische Christen) nicht von Muslime kam sondern ab 14. Jahrhundert durch die chatolische Kirche. Denn während die Muslime die Kopten als ''die Leute des Buches (Bibel)'' bezeichneten und somit nach Koran verpflichtet waren sie zu beschützen, bezeichnete die katholische Kirche die gesammte Kirche Ostens als ''Heiden'' und versuchte bei denen permannent zu missionieren. Bis heute zahlt die katholische Kirche jeden Kopten der zu katholischer Kirche konvertiert, dankeschön Geld!
snake, deswegen stehen ja auch vor allen ägyptischen Tempeln schwerbewaffnete Sicherheitskräfte, weil man nie weiß, wann die Moslembruderschaft wieder mal zwischen die Touristen ballert. Mehrheitlich herrscht Ruhe zwischen den Religionen, aber die Schweinezüchter werden schikaniert bis zur Aufgabe. Hast du mal versucht, in Kairo ein paar Scheiben geräucherten Schinken zu kaufen? Du kriegst sie, aber Heroin bekommst du leichter. Die Kartoffeln und der Spargel aus dem Nildelta sind hervorragend, aber sie werden mit Lammkeule in Knoblauchsoße serviert, das erschlägt den Geschmack von beidem.
@kalmar Ich stimme Dir zu ... Die Moslems sind sehr fanatisch in Ägypten
Österreich lebt auch vom Tourismus und können die Deutschen trotzdem nicht besonders leiden..
@kalmar
Dein Allgemeinwissen und dein Wissen über den Islam sind echt beeindruckend!
Die Ägypter sind so ziemlich die letzten Muslime, die etwas gegen die Christen haben. Das ganze Land lebt nur vom Tourismus. "Ein Dorn im Auge.." - lächerlich!
Na dann ist damit ja sichergestellt das kein Ägypter die Schweinegrippe bekommen kann....
Man lernt eben nie aus.
Die Schweine werden von Christen gezüchtet, das Fleisch von Christen gekauft und gegessen und beide sind den ägyptischen Moslems seit langem ein Dorn im Auge. Jetzt hat man einen Teil von beiden erstmal legal liquidiert...
So viele Schweine, ich dachte immer die Christen in Ägypten sind nur eine kleine Minderheit und alle anderen Araber. Wissen aus dem Schulbuch, nicht persönliche Erkenntnisse.
Schon eher eine panische Aktion, als eine überlegte...