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Artikel Buergerstimme Teil 11: Freie Gedanken eines Bürgers

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Buergerstimme Teil 11: Freie Gedanken eines Bürgers

 


Armut in Deutschland - Lässt der Staat uns im Stich?


Aus gegebenem Anlass, muss hier
nochmals intensiv auf die Frage eingegangen werden, ob der Staat, arme Menschen
im Stich lässt?!


Am 12.05.09 gab es in der
Sendung, Menschen bei Maischberger, eine interessante Gesprächsrunde. In
dieser, wurde ebenfalls, über die Frage diskutiert.


 


Gäste
waren:
Uschi Glas (Schauspielerin, Gründerin "brotZeit e.V.")
Martina Wagner (Mutter von 5 Kindern und Hartz4 Empfängerin)
Sahra Wagenknecht (Linke, Europaabgeordnete)
Hugo Müller-Vogg (Journalist)
Hans Wall (Unternehmer)
Marianne Sladky (Rentnerin)


Frau Marianne Sladky machte den
Anfang und legte ihre  Berechnung, der
Einnahmen und Ausgaben, offen und zeigte damit, wie sehr man als Rentnerin bzw.
als Rentner, am Existenzrand leben muss. Es bleiben der älteren Dame maximal
230 Euro im Monat,  für Essen,
Medikamente und Freizeitaktivitäten. Oft kommt sie in die Situation, dass sie
sich, zwischen Medikamente und Essen, entscheiden muss. Freibeträge gibt es
wohl, aber keine Zahlung von „Medikamenten“ welche nicht
verschreibungspflichtig sind. Gerade diese sind jedoch oft effektiver und
unschädlicher.


 


Eine Frau, welche mit 75 Jahren
noch ehrenamtlich in der Altenpflege und anderen Maßnahmen tätig ist und daher
sogar ein Monatsticket selbst bezahlt, um die öffentlichen Verkehrsmittel
nutzen zu können, muss in Kauf nehmen, dass ihre Gesundheit nichts mehr „Wert“
ist und Freizeitaktivitäten zum Luxusgut werden. Ein Mensch, welcher über
Jahrzehnte hart gearbeitet und mit 50 Jahren noch eine zusätzliche Ausbildung
gemacht hat, Schwierigkeiten gemeistert hat und indirekt viel für den Staat
geleistet hat, kann sich keine entspannte Altersruhe gönnen?!


 


Ein reicher Staat, wie
Deutschland,  lässt jene Menschen im Stich,
welche viel geleistet und Anspruch, auf sorgenfreie Tage, im Alter, haben.  Frau Marianne Sladky, ist kein Einzelfall,
denn schon lange ist in Deutschland das Wort „Altersarmut“ kein Fremdwort mehr.
Die junge, nachfolgende Generation, kann es jeden Tag sehen, was Sie für eine
Zukunft erwartet. Also ist es kein Wunder, dass sich hier, über viele Jahre
hinweg, bereits Resignation, breit gemacht hat. Die Sicherung, unseres Lebens
im Alter, ist unsere Aufgabe, vor dem Rentenalter und die Pflichtaufgabe des Staates,
ab dem Rentenalter. Viele Faktoren beeinflussen die Alterssicherung und nicht
jeder Mensch, hat immer die Möglichkeit, jedes Jahr, vor dem Rentenalter, in
die staatliche Kasse einzuzahlen. Trotzdem hat der Staat, die menschliche
Pflicht, hier eine ausreichende Absicherung, im Alter, zu gewährleisten. Warum
sonst, brauchen wir ein Sozialsystem, im Alter?


 


Gehen wir davon aus, dass diese
Generation, zwischen 35 Jahre bis 45 Jahre lang, in die Rentenkasse eingezahlt
hat und welche Renten real ausgezahlt werden und das viele Rentner die Rente
nicht länger als 20-25 Jahre in Anspruch nehmen können, dann bleibt hier ein
großer Überschuss. Zum einen aus dem Vergleich zwischen Einzahlungsjahre und
die Jahre der Inanspruchnahme und zum anderen, aus dem zum Teil,
ungerechtfertigten, geringeren Auszahlungen, nur weil man die Rente
krankheitsbedingt, oft einige Jahre früher, in Anspruch nehmen muss. Alleine
aus dem Rentensystem, wären also genug Gelder vorhanden, um auch Menschen, eine
ausreichende Rente zu zahlen, welche aus verschiedenen Gründen, nicht über ein
so langen Zeitraum in die Kasse einzahlen konnten. Auch muss man an jene Frauen
denken, welche ihren Erziehungsauftrag wahrgenommen haben und nach dem alten
System, als Hausfrau tätig waren bzw. sind. Die Leistungen im Haushalt, in der
Familie, der Erziehung, müssen ebenfalls im angemessenen Maße, berücksichtig
werden. Hier wäre sogar, eine gute, gesetzliche Mindestrente, von Nöten. Ein
Rentensystem stützt sich auch immer, durch den Nachwuchs und daher muss es
wieder ins Bewusstsein rücken, dass Kindeserziehung, eine sehr wichtige
Tätigkeit ist, in unserer Gesellschaft. Das Rentensystem wurde auf eine
Solidargemeinschaft aufgebaut und sollte auch in diesem Sinne angewendet
werden. Ansonsten könnte auch jeder Bürger, für sich selber sparen und hätte
dann vermutlich noch mehr. Mit der Einzahlung in die Staatskassen, bekunden wir
unser Vertrauen, in den Staat. Dieser ist daher verpflichtet, mit unserem
Kapital so zu arbeiten, dass das Sozialsystem, über Jahre hinweg, angeglichen
und gestärkt wird. Jede Arbeit, die wir leisten, bringt dem Staat Einnahmen und
zwar über viele Jahrzehnte hinweg. Eine gute Altersabsicherung, ist das wohl
das Mindeste, was von den Regierenden für uns getan werden kann. Großkonzerne fahren
Milliardengewinne ein, durch unsere Arbeitskraft.


 


Und so zieht sich eine lange,
schwarze Bahn, durch unser System. Vom Säugling bis zum Rentner. Kinder können
oft keine vernünftige Ausbildung absolvieren, obwohl die Fähigkeiten gegeben
sind, weil die Eltern evtl. arbeitslos sind und Hartz4 nicht ausreicht, für
eine vernünftige Schulbildung. Die Kinder werden bereits ab der Geburt, in
etwas hineingezogen, was Sie gar nicht zu verantworten haben. Eine Perspektive
ist hier nicht in Sicht. Auch eine gut gemeinte „Brotzeit e.V.“ ist hier nur
ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es geht ja auch darum, dass es große Unruhen
gibt, in Familien, in denen keine Perspektive mehr herrscht und in welcher die
Armut, jeden Tag aufs neue, Narben hinterlässt. Das Kinder, in Deutschland,
hungern müssen, ist schlimm genug und hinterlässt, bereits Schmerzen, in der
jungen Seele. Die Probleme, welche durch Armut,  zu Hause entstehen, verhindern jedoch
ebenfalls, jede positive Entwicklung. Die Lernfähigkeit und der Ehrgeiz entwickeln
sich, wenn man sorgenfrei aufwächst und ab und an mal Schwierigkeiten lösen
muss, welche zum Leben gehören. Von einem Leben in „Dauerproblematik“ darf hier
nicht die Rede sein, bei Kindern und Jugendlichen. Leider ist es aber Realität.
In der Diskussion, hat man diesen Aspekt, gar nicht berücksichtigt.  Die Kinder sind also genauso wenig „Wert“
wie  ältere Menschen und so schließt sich
der Kreis, der Generationen.


 


Von Kinderarmut bis Altersarmut und dazwischen
eine Generation, welche die Staatsfehler alleine korrigieren soll.


 


 


In der Sendung kam es noch zu
folgender Umfrage:


 


Könnten sie mit 800 Euro auskommen?


 


Antworten:


Sicher schwierig


Das auf jeden Fall


Ich glaube ja, wenn ich mir das richtig einteilen würde


Wenn man muss, geht es, aber im Prinzip ist es sehr schwer
damit auszukommen


Definitiv Nein


Ich musste das, ich habe teilweise so gelebt, auch mit
weniger


Wenn es sein müsste, dann könnte ich das auch


 


 


An dieser Umfrage stört ein
wenig, dass man von 800 Euro spricht. Viele Menschen haben weniger Geld zu
Verfügung. Es ist erschreckend, dass der Bürger sich scheinbar damit abfindet
und mit dem versucht klarzukommen, was der Staat Ihnen gibt. Ohne zu
hinterfragen und dabei zu erkennen, dass wir dieses Sozialsystem aufgebaut
haben, als Gemeinschaft und so auch, als eine Einheit, unsere Ansprüche geltend
machen müssen.


 


Herr Wall hat es hier schon
richtig erkannt. In einem reichen Land wie Deutschland, darf es solche
Armutssituationen nicht geben. Dem muss man einfach hinzufügen, dass jeder Arbeiter,
jeder Angestellte, jeder Mensch, am Erfolg der BRD beteiligt war und ist. Durch
harte Arbeit wurden Strukturen aufgebaut und jeder Bürger dachte, wenn er treu
seiner Arbeit nachgeht oder sogar Arbeitsplätze schafft, wird für seine
Sicherheit, in Krisenzeiten, gesorgt sein.


 


Das der Staat von uns allen
verlangt, in solch bitteren Verhältnissen zu leben, ist eine Schande. Natürlich
ist es auch eine Frage der richtigen Verteilung. Es kann nicht angehen, dass
die kleine, reiche Schicht, eine Jacht nach der nächsten kauft und das Volk vor
Armut nicht in den Schlaf kommt. Auch darf es nicht sein, dass mal ebend 480
Milliarden Euro in kaputte Bankensysteme investiert werden, um Fehler der
Oberschicht zu korrigieren, während der Bürger alleine zusehen muss, wie er
klar kommt. Schließlich sind es Volksgelder, welche hier lustig verteilt
werden. Alleine eine Millionärssteuer von 5% auf das Privatvermögen, der
Reichen, würde hier 80 Milliarden Euro in die Staatskassen bringen und schon
wären die Probleme kleiner. So, Frau Wagenknecht. Stattdessen, wird der kleine
Mann weiter belastet und muss mehr und mehr Steuern zahlen.


 


Man ist von Staatsseite, nicht mit der Zeit gegangen. Immer
wieder verlässt man sich auf alte Regelungen, ohne diese den aktuellen
Situationen anzupassen.


 


Ein Beispiel an welchem man merkt, dass die Regierungen, in
den letzten Jahrzehnten, geschlafen haben.


 


Wir leiden nun für die Fehler des Staates.


 


Immer wieder wird davon
gesprochen, dass wir alle es selber in der Hand haben und es auch bei uns
liegt. Wir haben aber schon über mehrere Generationen unsere Pflicht
wahrgenommen und haben uns immer gesteigert, wenn es von uns gefordert wurde,
doch jetzt ist die Politik gefragt. Wofür haben wir Sie gewählt, wenn man sich
für solch wichtige Staatsangelegenheiten nicht der Verantwortung gewachsen
fühlt?


 


 


 


Das Volk hat Staatstreue bewiesen!


Jetzt ist der Staat dran, dem Volk seine Treue zu beweisen!


 


 


 


 


 


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