Die Stasi und die Wahl des Bundespräsidenten
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Die gestrige Wahl des Bundespräsidenten kann nur als Farce bezeichnet werden. Gestern hat nicht das Volk abgestimmt sondern die organisierte Bourgeoisie! Die Wahl kann daher nur von jedem klar denkenden Bürger als schlechter Scherz gesehen werden.
Was war passiert? Der alte und gleichzeitig neue Bundespräser wurde Wochen im Voraus durch die gleichgeschaltete Medienlandschaft zum besten Kandidaten hochstilisiert. Selbst Umfragewerte bestätigten, dass der Amtsinhaber angeblich eine breite öffentliche Zustimmung von 70% genießt.
1224 Stimmen sollten nun zwischen diverse Kandidaten wählen. 612 Stimmen wurde direkt von den Abgeordneten im Bundestag abgegeben. Der Lagerkampf der Stimmen war somit klar.
612 weitere Stimmen sollten durch bürgerliche Personen, welche im Blickpunkt des öffentlichen Lebens stehen, abgegeben werden. Hierzu zählen Künstler, Sportler, Gewerkschaftsfunktionäre usw.
Nimmt man also den Medienhype als Referenz hätte der Amtsinhaber mit einer überwältigenden Mehrheit von 70% bestätigt werden müssen, nämlich mit +/- 856 Stimmen. Das Wahlergebnis zeigte jedoch, dass der Amtsinhaber mit der knappesten Mehrheit von exakt 613 (50,08%!!) Stimmen wiedergewählt worden ist.Das gibt zu denken. Wie kann man also hier von einer öffentlichen Mehrheit sprechen wenn selbst die Wahlberechtigten des öffentlichen Lebens scheinbar nicht für den Amtsinhaber stimmen?
Viel arroganter hingegen ist jedoch, dass die Medien nun aus dieser angeblich überragenden Wahl von einer Signalwirkung für die Europa- und Bundestagswahl ausgehen. Die einzige Absicht kann nur sein, dass man versucht dem deutschen Wahlvieh die "richtige" Wahlentscheidung zu suggerieren.
Angesicht der Entwicklung der letzten Jahre und speziell die Entwicklung der Wirtschaftskrise wird jedoch den noch heute strahlenden Parteien am 27. September 2009 ein verherendes Wahlergebnis liefern. Als ehemaliges IWF-Mitglied hat der Amtsinhaber der selben unfähigen Bankstergilde die Füße äußerst still gehalten.