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Artikel 12. Tourismusforum an der Hochschule Harz

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12. Tourismusforum an der Hochschule Harz

12. Tourismusforum an der Hochschule Harz

Wege aus der Krise

Der Andrang war groß: bereits zum 12. Mal lud die Harzer
Interessengemeinschaft der TourismusstudentInnen (HIT e.V.) zum
Tourismusforum. Am Mittwoch, den 27. Mai 2009, platzte der Hörsaal C
auf dem Wernigeröder Campus aus allen Nähten und das nicht allein wegen
den kleinen Leckereien des eigens eingerichteten HIT-Cafés. Die
wissbegierigen Studierenden und Angereisten warteten auf die
hochkarätigen Referenten bekannter Unternehmen. „Zu Luft, zu Wasser und
dabei gut versichert“ bemerkte Alexander Schröder, Dozent und aktiver
Unterstützer des Forums, treffend, die geladenen Gastdozenten sprachen
zum Thema „Neue Wege im Tourismus“ über Kreuzfahrten,
Fluggesellschaften und Reiseversicherungen.

Einen ersten Eindruck lieferte Jörg Eichler, Senior Vice President
Marketing der AIDA Cruises. Unter dem Titel „Ein Lächeln erobert die
Meere“ schilderte er, warum das Unternehmen AIDA die Nummer Eins auf
dem deutschen Markt für Kreuzfahrten ist. „Mit der Produktphilosophie
einer legeren Kreuzfahrt hat AIDA Cruises den Markt wachgeküsst“,
berichtet er und belegte dies mit wachsenden Marktanteilen in den
vergangenen Jahren. Mindestens 1 Mio. Reisende werden 2009 auf den
Kreuzfahrtschiffen erwartet – trotz Wirtschaftskrise herrscht eine
stetig steigende Nachfrage. Der Referent machte die Vorteile seines
Produktes deutlich: statt verschiedene Urlaube buchen zu müssen, soll
der Gast auf einer Schiffsreise alles in einem genießen – selbst
Ausgefallenes wird auf 75 Routen mit 154 Traumzielen geboten. „Es gibt
nichts, was es nicht gibt“ lautet das Motto von Jörg Eichler. Er möchte
Begeisterung, Wünsche und Träume wecken und dabei flexibel und modern
sein, denn „so werden die Reisen unendlich kundenfreundlich und
komfortabel“.

Deutsche sind angeblich stets auf Sicherheit und Schutz bedacht – so
auch auf Reisen. „Jederzeit. Weltweit. In jeder Situation“, ist das
Ziel von Olaf Schulz, Regionalverkaufsleiter der Europäischen
Reiseversicherung (ERV), der die „Touristischen Vertriebswege in der
Zukunft“ aufzeigte. „Unser Netzwerk hilft unseren Kunden überall.
Kompetenz, Kundennähe und Zuverlässigkeit zeichnen uns dabei aus“, so
der Referent. Dies erkläre auch, warum die ERV Marktführer in
Deutschland und Schweden ist. Dabei fungiert sie lediglich als
Zulieferer der Produkte, verkauft wird im Reisebüro, beim Veranstalter
oder im Internet. Deshalb ist es dem Unternehmen auch wichtig, die
Verkäufer der Versicherungen zu schulen und Anreize beispielsweise mit
‚Globy‘, dem Oskar der Reisebüros, zu schaffen. Der wichtigste
Erfolgsfaktor sei, dass „man sich mit den Kunden weiterentwickelt und
herausfindet, was überhaupt gebraucht wird“, erläuterte Olaf Schulz.

Weniger gefragt sind in den Krisenzeiten anscheinend Flüge. Externe
Faktoren, wie die derzeitige Wirtschaftskrise beeinträchtigen die
elastische Branche der Fluggesellschaften enorm. So berichtete Aage
Dünhaupt, Director Corporate Communications Europe des Unternehmens
Lufthansa, im dritten Vortrag über „Die Lufthansa als Multihub und
Multibrand“. „Es wird schwierig, das ist sicher, aber wir wollen
dennoch Gewinn machen“ äußert Dünhaupt vertraulich. Durch eine relativ
breite Produktpalette vom Billigflieger bis hin zum Privat-Jet versucht
das Unternehmen die Mobilität der Passagiere zu gewährleisten. Der
Referent erklärte, dass eine Investition in das Premium Segment der
Fluglinie mit exklusiven Lounge-Bereichen – trotz momentan schwieriger
Wirtschaftslage – nicht gebremst wird. Lufthansa verkörpere eine starke
Marke, von der Innovationen erwartet werden. Zudem konzentriert man
sich auf die krisenresistenten Zielgruppen wie Geschäftsreisende oder
private Vielflieger. Das Engagement der Mitarbeiter sei überdies ein
wichtiger Faktor für den Erfolg bei Lufthansa, betont Dünhaupt zum Ende
seiner Präsentation.

Die allgegenwärtige Wirtschaftskrise spiegelte sich in jedem Vortrag
wider und verdeutlichte den direkten Praxisbezug. Durch diese Nähe zur
Realität und die Anschaulichkeit des Erzählten, dürfte jedem Zuhörer
klar geworden sein, wie das Vorwärtskommen in diesem wichtigen
Wirtschaftszweig mit Innovationen und der richtigen Vermarktung
einhergeht. Die „Neuen Wege im Tourismus“ wurden den Interessierten
anhand verschiedener Lösungsansätze in unterschiedlichsten Unternehmen
verdeutlicht, eifrige Fragen der Anwesenden an die hochkarätigen Redner
zeigten, dass auch das 12. Tourismusforum an der Hochschule Harz wieder
dicht am Puls der Zeit war.


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