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Artikel Remscheid 2009 - Die Uhren scheinen anders zu gehen

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Remscheid 2009 - Die Uhren scheinen anders zu gehen



Die Uhren in der Akademie für musische Bildung in
Remscheid scheinen anders zu gehen – zumindest in der Woche nach Pfingsten beim
35. Fortbildungslehrgang für Akkordeonisten des Deutschen Harmonika-Verbands,
Landesverband NRW: die Zeit verging im Fluge – so voll mit Musik und dem
Austausch mit hochkarätigen Musikern war das Programm.


 


Am Dienstagmorgen eröffnete die
NRW-Landesvorsitzende und Organisatorin, Isolde
Alka
, den Lehrgang und stellte die Dozenten vor. Das erste Mal konnten die
Teilnehmer nicht den Begründer der Lehrgänge, Heinz Gengler, willkommen heißen, weil er am 14. März 2009 im Alter
von 95 Jahren gestorben war. (Vergleiche Artikel http://ksta.stadtmenschen.de/mdsocs/mod_blogs_eintrag/blog/kstablog/thema/lokales_koeln/eintrag/Heinz_Gengler_95_Jahre_Geburtstag_Koeln_1/ocs_ausgabe/ksta_blogs/index.html) Matthias Hennecke erinnerte an ihn –
und die Teilnehmer gedachten der Verstorbenen. Außerdem war im Foyer ein
Notenständer mit Heinz Genglers letztem Werk von 2009, ein Tisch mit Partituren
seiner Werke sowie eine Kerze und Blumen aufgestellt.


 


Hans-Günther Kölz studierte mit seinem Lehrgang II „Orchester Plus“ ein anspruchsvolles
Programm ein: von Musicalmelodien aus den 60er Jahren „The Sound Of Music“ über
„La Campanella“ von Rudolf Würthner mit dem erst 16 Jahre alten Mathias Matzke
als Solisten bis zu „Revirado“ von Astor Piazzolla und „Olé Salsa“ nach
Malandos „Olé Gaupa“.


Christine Fischer-Fahs aus Baltmannsweiler, das erste Mal in Remscheid, verstand
es, den Teilnehmern des Lehrgangs III „Gehobenes Orchesterspiel“ Feinheiten der
Tonbildung zu vermitteln und mit ihnen stilgerechte Interpretationen von sehr
unterschiedlichen Werken zu erarbeiten: „Feuerwerksmusik“ von Händel, „5
Skizzen“ von J. Ganzer und „Cats“, arrangiert von Thomas Bauer.


Das teilnehmerstärkste
Orchester durfte Matthias Hennecke im
Lehrgang IV „Sound’n Rhythm“ dirigieren. Auf dem Programm standen unter anderem
„Cat Stevens in Concert“ und „On The Sunny Side Of The Street“, aber auch die
„Romanze“ von Heinz Gengler, die dieser erst 2009 geschrieben hatte. Damit
beeindruckte der Kurs auch beim Abschlusskonzert, bevor Holger Kunz als Cat Stevens Begeisterung auslöste.


Für den Lehrgang V, den
Ensemblekurs, hatte Helmut Quakernack brandneue, publikumswirksame Konzert- und Wettbewerbsliteratur mitgebracht. In
diesem Rahmen arbeitete auch das bestehende Ensemble „Con Sprituoso“ um Peter Lohmar, das gerade beim DHV-Landesmusikfest
NRW am 10. Mai 2009 in Bielefeld als Tagesbester abschnitt, ein Konzertprogramm
weiter aus.


Im Lehrgang VI zur
Popularmusik (Solo und Duo) konnte Heinz
Hox
auch den Ausnahmemusikern Philipp
Haag
, Dorin Grama und Matthias Matzke neue Impulse geben, vor
allem zur Interpretation von Jazz-Standards mit Improvisation.


Tristan Kindel war dieses Mal der Gesamtverantwortliche für den Reparaturlehrgang VII.


Außerdem gab Tobias Dalhof eine Einführung in
„Boomwhackers“, und Sabine Kölz studierte anschließend mit interessierten Telnehmern richtige Werke für die gestimmten
„Gartenschläuche“ ein.


 


Das Rahmenprogramm war
absolut angemessen für das kleine Jubiläum. Die Gewinnerin des Deutschen
Akkordeon-Musikpreises 2006 in der Kategorie Virtuose Unterhaltungsmusik, Veronika Todorova, präsentierte einen
Querschnitt aus ihrem Repertoire mit osteuropäischer Folklore, Jazz und Tango.
Das LandesJugendAkkordeonOrchester NRW unter Leitung von Helmut Quakernack und Jochen
Driesen
spielte u. a. „Transsylvania“, eine feurige Balkansuite von Helmut
Quakernack, und die „Tango Fantasy“ von Hans-Günther Kölz. Anschließend
begeisterte das Akkordeonquintett II der Musikschule der Hofer Symphoniker, Carolin und Stefanie Jeremias, Adrian Stieglitz, Johannes
Dimmling
und Christoph Plass, mit einem Mix aus
Wettbewerbsliteratur und virtuoser Unterhaltungsmusik. Als besonderen Höhepunkt
konnte Hans-Günther Kölz drei junge Solisten
Philipp Haag, Dorin Grama und Matthias
Matzke
vorstellen, die ihr breites Spektrum von Klassik über Originalmusik
bis zu Jazz, Tango und Filmmusik darboten. Und das Jugend-Akkordeonorchester
des Konservatoriums Cottbus beeindruckte nicht nur mit seinen Wertungsstücken zum
Deutschen Orchester-Wettbewerb 2008 von höchstem Schwierigkeitsgrad, sondern
auch mit seiner Spielfreude bei der „Rumänischen Fantasie“, Tango nuevo und
„Morricono Special“.


 


Es war ein inhaltsreicher
Lehrgang mit hohem Teilnehmerniveau. Ein kommentiertes Fotoalbum gibt es auf
der Seite http://ksta.stadtmenschen.de/verein/akkordeonisten_remscheid.


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