Artikel Die Weltwirtschaftskrise beginnt erst.
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Die Weltwirtschaftskrise beginnt erst.
Frankfurt/London/Moskau/Shanghai
VD-N: Wirtschaftsrecherche 17.06.2009
Die so genannte
Shanghaigruppe könnte aus der Weltwirtschaftskrise als neues
Finanzzentrum der Welt hervorgehen, daß der westlich geprägten
Industriehemisphäre mächtig einheizen wird.
Die Forderungen
sind ja nicht ganz so neu, wenn sie auch in den westlichen Medien kaum
Widerhall finden, der Ruf nach dem Ersatz des Dollars als Leitwährung
der Welt. Denn die Festlegung des Dollars als Leitwährung für die Welt
nach Beendigung des „zweiten Weltkrieges“ und seiner Wirtschaftsplaner,
durch den durch den Krieg entstandenen Reichtum der USA als Überwindung
der eigenen Wirtschaftskrise, gesteuert durch Roosevelt, nun die halbe
Welt aufzukaufen, ist aufgegangen.
Großbritannien
mußte sich dem Diktat aus den USA beugen und Europa den amerikanischen
Vorstellungen von freier Marktwirtschaft beugen. Denn Großbritannien
hat mit dem Ende des Krieges auch seine angelsächsische
Vormachtstellung des Britischen Empires, an die USA abgetreten. Und
dank des Koreakrieges und der stalinistischen Doktrin, konnte die
Neutralität in Wiedervereinigung Deutschlands, ähnlich wie der
Österreichs, verhindert werden. So entstand unter der Regie der USA aus
wirtschaftspolitischem Kalkül der Marschallplan, die Verhinderung einer
sozialen Wirtschaftsordnung in den Ländern der neuen BRD, sowie die
Anweisung an Herrn Erhard, das soziale Marktwirtschaftsmodell mit
Adenauer zusammen, der sehr schnell als Garant für amerikanische
Vorstellungen für Deutschland und Europa seitens der USA begriffen
wurde, durch Anweisung zu etablieren.
Die Investition
über die Marschallplanhilfe der USA in Europa und speziell der BRD, hat
sich voll bezahlt gemacht und den unaufhaltsamen Fortgang
amerikanischer Machtstellung als führende Weltmacht und den
überbordenden Wirtschaftsboom der inneramerikanischen Wirtschaft, die
auf Kosten der Welt aufgebläht wurde und nicht Spiegel der eigenen
Leistung darstellte, die eigene Bevölkerung in einen Wohlstandsrausch
versetzt, der eben auch zur jetzigen Weltwirtschafts- und Finanzkrise,
wesentlich beigetragen hat. Nämlich die Vorstellung des Alles und Jedes
können und mit ungebändigter Rücksichtslosigkeit, sich der Welt zu
bedienen.
Diese
unverantwortliche und in Selbstüberschätzung geführte Wirtschafts- und
Finanzpolitik hat 60 Jahre Bestand gehabt und den Blick für die
Realitäten dieser Welt doch erheblich getrübt. Das schlägt sich jetzt
in den sich verändernden Bedingungen der Weltwirtschaftsentwicklungen
nieder.
Eine Antwort
sind die neuen Konstellationen der Shanghaigruppe und deren
Ausrichtungen. Hier rächt sich jetzt die Ablehnung der unter Führung
der USA fortgesetzten Ausgrenzung bis hin zur Feindlichkeit Russland
gegenüber, daß die EU vasallenartig mitgetragen hat. Denn Russland als
westlicher Partner fällt zunehmend aus, da es sich aufgrund des
Gegendruckes seitens der EU und der USA, sich zunehmend von Europa
abwendet und sich im eurasischen Raume orientiert.
Die künftigen
Weltwährungen werden wohl nun der Rubel werden, da Russland über
Rohstoffe verfügt, ohne die Europa nicht lebensfähig bleibt und so
Russlands Strukturen und militärischen Anschluß als Großmacht
finanzieren wird, Chinas Währung ein Gewicht aufgrund der Masse
bekommen wird, auch wenn das Bruttosozialprodukt nicht der eigentlichen
Bedeutung gerecht wird, Indien eine ähnliche finanztechnische Rolle
einnehmen dürfte und Brasilien für Südamerika eine ähnliche Rolle
übernimmt.
Der Euro durch
seine enge Bindung an den Dollar wird eher die Stützwährung für den
Dollar bleiben und Europa muß aufpassen, nicht den Anschluß an die
neuen Zentren der Welt zu verlieren. Schon heute wird speziell
Deutschland von Fachleuten belächelt, da hier offensichtlich nach wie
vor nicht begriffen wird, daß der Zug bereits an Deutschland und Europa
vorbeirollt. Siehe die fundierten Beiträge z.B. in www.russland-aktuell.de als Pflichtlektüre für Diejenigen, die über Ihren Tellerrand hinausschauen wollen.
ShOZ und BRIC: Russland pflegt östliche Partnerschaft
Jekaterinburg.
Symbolträchtig treffen sie sich an der Grenze zwischen Asien und Europa
bei ShOZ und BRIC: die größten und volkreichsten Staaten der Welt.
Russland, China, Indien und Brasilien, der Iran, Pakistan und
Mittelasien.
Der Gipfel der sechs asiatischen „Shanghai-Staaten“
samt wichtiger Gäste (Indien, Pakistan, Afghanistan und Iran haben
bisher noch den Status ständiger Beobachter bei der ShOZ) geht heute
fast ohne Pause in den ersten Gipfel der vier BRIC-Staaten (Brasilien,
Russland, Indien, China) über, die für die größten „neuen
Volkswirtschaften“ auf der Welt stehen. China wird den Mitgliedsstaaten
der ShoZ Kredite in
Höhe von 10 Mrd. Dollar für gemeinsame Wirtschaftsprojekte zur
Verfügung stellen. Dies erklärte der chinesische Staatspräsident Hu Jintao auf der Sitzung der nordasiatischen Staaten-Organisation in Jekaterinburg.
Meldungen aus www.russland-aktuell.de
• ShOZ und BRIC: Russland pflegt östliche Partnerschaft (15.06.2009)
• Irans Präsident sagt Besuch in Jekaterinburg ab (15.06.2009)
• Kirgisien kündigt Amerikanern den Militärstützpunkt (04.02.2009)
• Russland will Afghanistan-Konferenz der Shanghai-Gruppe (23.01.2009)
Allein das China
mal soeben 10 Milliarden Doller ausspukt für Strukturmaßnahmen
innerhalb der Shanghai-Staaten-Gruppe, spricht eine deutliche Sprache.
Und die Tatsache, das China dabei ist, halb Afrika aufzukaufen durch
eine geschickte Unterstützung und Begleitpolitik ohne in Kolonialismus
zu verfallen, wird ihre Langzeitwirkung nicht verfehlen. Auch hat China
begriffen, ihre Dollarreserven heute weltweit zu investieren zur
eigenen Sicherheit ihrer Werte, da der Dollar in den USA nichts mehr
wert ist und letztendlich zum Kollaps führen würde, würde diese
Reserven in den USA eingefordert, entspricht einer kapitalistischen
Sozialisierung, die China aus der Abhängigkeit der USA befreit und
Gewichte verschiebt.
Ändert die EU und
Deutschland nicht kurzfristig ihre Politik auf allen Ebenen, wird
Europa und Deutschland schlicht den Anschluß verlieren und vor allen
Dingen, die von Herrn Putin einst angebotene
Vision einer neuen Zukunft Russland – Europa unter demokratischem,
europäischem Vorzeichen, wird verspielt sein. Schon heute ist zu
erkennen, daß Europa wohl zerbrechen wird, da das eigentliche Ziel
Europas mit 27 Staaten zu unterschiedlicher Historie, die bis auf den
Zerfall Roms zurückreicht, nicht lebensfähig sein wird. Und hier hat
Russland die Möglichkeit mit der Bereinigung der deutschen Geschichte
als Faustpfand, Deutschland aus Europa herauszubrechen bzw. Deutschland
mit Frankreich dem angelsächsischen System zu entreißen und unter
Führung von Russland, neu aufzustellen.
Inwieweit nun
der Euro, löst er sich nicht vom Dollar, hier Bestand haben wird
und/oder in nationale Währungen von Deutschland und Frankreich,
zurückgeführt wird, ist eine offene Frage.
Die durch die
Finanz- und Wirtschaftskrise ausgelösten Veränderungen und
Verschiebungen der Gewichte der Welt, die nur Beschleunigung erfahren,
haben die Drehgeschwindigkeit der Globalisierung in einem ganz anderen
Sinne, erhöht. Die eigentliche Krise steht Deutschland und Europa noch
bevor. Denn das künstliche Aufrechterhalten durch das Anschieben der
Dollarpresse, die letztendlich nur durch die Fremdwährungen der noch
abhängigen Volkswirtschaften vom Dollar, diesen stabil halten, wird in
sich zusammenbrechen. Fachleute prognostizieren die eigentliche Krise
in den Jahren 1012/2013. Danach erfolgt dann die Weltwährungsreform
unterschiedler Anpassung ca. in den Jahren 2014/2015. Hierbei werden
die USA und Europa, und hier speziell Deutschland, die eigentlichen
Verlierer sein. Aufgrund der Struktur Deutschlands, das eigentlich ein
Gouvernement der USA darstellt, wird Deutschland letztendlich den Krieg
immer wieder aufs Neue bezahlen ähnlich dem Film „und ewig grüßt das Murmeltier“.
Dieser
Mechanismus ist nur zu durchbrechen, bricht Deutschland mit seiner
Vergangenheit der Abhängigkeit und besinnt sich auf sich selbst. D.h.,
die Lösung der Deutschen Frage, die mit der wirtschaftlichen Stabilität
für Deutschland und Europa einhergeht, bedingt die Wiederherstellung
des Staatsrechtes des deutschen Reiches, so wie es Bedingung und
Verpflichtung für die Siegermächte von einst aus der Haager
Landkriegsordnung bei Rückgabe der Souveränität ist und gibt auch
Europa die Möglichkeit, sich aus der Abhängigkeit des Dollars zu
befreien und seine Eigenständigkeit zurück zu gewinnen. Als Brücke zu
den USA und aber auch als Tor zu Russland. Denn Europa kann nicht mehr
ohne Russland die Zukunft sichern. Jedoch muß es ohne die USA die
Zukunft sichern. Die USA wird ihre Zukunft im Wesentlichen im
asiatischen Raume haben, mit Australien und Großbritannien im
Welteinfluß stehen, jedoch immer mit Europa verbunden sein.
Die
Abhängigkeiten werden sich jedoch verschieben und der Dollar und die
USA werden ihre Vormachtstellung abtreten müssen. Diese Veränderungen
stehen an und müssen durch Verhandlung gesteuert werden. Das ist
unabdingbar. Damit diese Veränderung weitestgehend friedlich vonstatten
gehen können und die Globalisierung nicht
uferlos erfolgt und im großen Feuer endet, was eben auch das Ende der
Zivilisation im heutigen Verständnis begründen würde, muß Deutschland
und Europa endlich die richtigen Weichen stellen.
2 Kommentare
Kommentare zu Die Weltwirtschaftskrise beginnt erst.
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Der Euro in nationale Währungen zurückgeführt? Das ist ja nun der größte Chaos, den ich je gelesen habe!
Interessante Sichtweise...