Artikel Der venezianische Marmorino, ein polierter Wandputz Räume- & Bad-Design
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Der venezianische Marmorino oder auch Resin sind die Materialen der Zukunft im Räume- & Bad-Design
Der venezianische Marmorino nimmt im Räume-& Bad-Design by Torsten Müller aus Bad Honnef am Rhein immer mehr einen besonderen Stellenwert ein. Marmorino, Stucco lucido, Stucco lustro od. sogar Stuckmarmor.Das "Highlight" Resin ist sogar im Duschbereich anwendbar.Mario Viggiano der in Florenz & Mailand bei Altmeistern lernen durfte ist eine der ersten Adressen wenn es um diese arbeiten geht .www.viggiano.de
In der neuzeitlichen Entwicklungsgeschichte des polierten Putzes nimmt der venezianische Marmorino einen besonderen Stellenwert ein. Ursprünglich um die Mitte des 15.Jahrhunderts für die speziellen Anforderungen der venezianischen Baukunst entwickelt, bleibt dieser besonders feste und glatte Wandputz für vier Jahrhunderte der einzige "intonaco" und wurde am meisten im 17. und 18.Jahrhundert angewandt.
Herstellung:
Dazu gehört lufthärtender Kalk und Marmorpulver (meist aus Istriamarmor) als Zuschlag. Möglich war auch zerstoßenes Glas ("granzolo di vetro") als Zuschlag. Unterputz normalerweise aus Kalk und Ziegelmehl/Ziegelgranulat. Seine eigentliche strukturelle und optische Qualität aber ist abhängig von der Glätte der Oberfläche, dem Glanz.
Rezepturen in der Literatur:
Zur Technik der neuzeitlichen Marmorino-Herstellung in Italien finden sich Äußerungen bei Palladio, Scamozzi, Zannini, Alberti, Milizia. Zannini (1629) beispielsweise rät, die untere Mörtelschicht mager, die obere aber fetter auszuführen, weil sie dann besser zu polieren sei. Auch die Verwendung von Glasgranulat/Glaspulver wird zur Herstellung des glänzenden Putzes empfohlen; Steigerungsmöglichkeit durch Netzen der Oberfläche mit Seifenwasser, das in den Glättvorgang mit Glätteisen einbezogen wird. Abschließend Frottage der Oberfläche und Überzug mit Wachs. Die Seife bildet mit dem Kalk des frischen Putzes wasserunlösliche Kalkseife und war somit auch ein Oberflächenschutzfaktor (diese Technik ist nicht mit Stucco lustro zu verwechseln!). Nach Alberti (16.Jahrhundert) sollte man die trockene polierte Putzoberfläche mit einer Mischung aus Wachs, Harz und Öl bestreichen und die Mauer danach erwärmen, damit die Mischung einziehen kann. Auch werden die drei Putzschichten zur Herstellung des Marmorino empfohlen: 1. "rinzaffo", 2. "arricato", 3. "polimento", also ein grober Bewurf (eine Art Spritzbewurf?), ein Ausgleichsputz und ein fetter, feiner Mörtel mit Steinmehl als Feinputz, der sorgfältig geglättet werden muß, damit er spiegelblank und marmorähnlich wird.
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