Artikel Viral Marketing zur Bundestagswahl 2009
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In knapp 3 Monaten findet die Wahl zum 17. Deutschen
Bundestag statt und im „Deutschen Teil“ des Internet herrscht relative Funkstille.
Die Parteien in den USA und die Berater rund um Barack Obama haben es vorgemacht.
Die „Obama for America“ Kampagne, im Mai in New York mit
dem Grand Clio ausgezeichnet, hat bewiesen wie
Wahlkampf in Online Communities viral ausgetragen werden kann und man die
Wähler mit seinen Botschaften ansteckt.
Wann kommt der deutsche Wahl-Hype?
Oder anders gefragt: Warum soll es in Deutschland nicht zu einer „ Yes We Can“
Mania kommen können? Wenn es ein zuvor nie vorstellbares von Deutschlandflaggen
beschmücktes Sommermärchen geben kann, dann sollte für die deutsche
Parteienlandschaft doch zumindest das Potential für ein „Wahl-Märchen“ drin
sein.
Fehlt unseren deutschen Politikern der
nötige Fanfaktor und die Verkörperung als Hoffnungsträger für „Change“ ? Mangelt
es schlicht weg an kreativen Ideen zur viralen Aktivierung der Massen, oder
mangelt es am Mut deutscher Parteien kreative Viral Marketingmaßnahmen umzusetzen?
Zumindest kann man ausschließen, dass
dem Thema Onlinepräsenz und Social Media keine Bedeutung geschenkt wird. Mit
eigenem Youtube-Channel speisen FDP und Grüne bereits seit 2006 die Online
Video Gemeinde und sind sozusagen die Early Adopters im Parteien-Online-TV, vor
SPD (2007), CDU und DIE LINKE (2008). Facebook und Myspace haben viele schon gehört.
Manche sind auch drin und manche haben auch ein paar Freunde. Manche werden
gegruschelt, manche erinnern an Hauser und Kinzle, manche karikieren wieder
andere oder lassen die Wähler mittels Blog am politischen Alltag teilnehmen und
sogar die Kanzlerin grüßt per Video Podcast.
Social Media ist also in der Politik
angekommen und manches Abstimmungsergebnis wird auch nach außen getwittert.
Doch mit ihren bisherigen Gehversuchen
auf Obamas Viralmarketingpfad haben die Parteien im Wahlkampf eine Ansteckung noch
nicht erreicht oder das Medium noch nicht ganz verstanden. Denn Viral Marketing
bedeutet nicht klassische Wahlkampfspots einfach ins Netz zu stellen.
Sicher will niemand eine Kopie des
US-Wahlkampfes. Aber es will auch niemand immer wieder die gleichen
Wahlversprechen, Slogans, Motive und Spots hören oder sehen. Vor allem nicht im
Internet. Bevor das geschieht sollten die Parteien lieber doch einfach nur
Obama kopieren.
Denn es ist „time for change“.
Besonders in der Kommunikation. Natürlich kann Viralmarketing keine politischen
Inhalte ersetzen, aber zumindest, soweit vorhanden, effektiv verbreiten.
Ob es in Deutschland dieses Jahr noch
zu einer viralen Wahl-Epidemie kommt oder ob es bis zum Wahltag nicht einmal für
einen kleinen viralen „Schnupfen“ reicht, wird man verfolgen dürfen. Die
Hoffnung auf ein Wahlmärchen stirbt zuletzt.
http://www.viral-apostel.com
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