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Artikel WCC Bonn: Zuversicht oder das Pfeifen im Walde - die erweiterte Version

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WCC Bonn: Zuversicht oder das Pfeifen im Walde - die erweiterte Version

 


Alarmstimmung am Rhein! Wieder geht es um die bekannten Dauerkürzel WCCB, bzw.
UNCC...


 


30 Millionen Euro für das World Conference
Center Bonn wurden nicht überwiesen! Musste
Arno Hübner deshalb nach Seoul?


 


Kurz vor den Sommerferien wiegelte die Bonner
Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann in der letzten Ratssitzung die
bohrenden Fragen der GRÜNEN ab: "kein neuer Sachstand" und kaschierte
damit,  dass der bisher zu erkennende "Vermutungsstand" bei
diesem Großprojekt katastrophal und die schrittweise Offenbarung der diffusen
Hintergrundgeschichten an Peinlichkeit nicht zu überbieten sind.


 


Offen ist so gut wie alles, aber "Zuversicht ist angebracht",
so die Verlautbarung des Bonner Projektbeauftragten und ehemaligen
Stadtdirektors, der lt. jüngster Bonner Pressemeldung auch den
"Präsidenten" des "Investmentkonzerns" trifft.


 


Kleiner Schönheitsfehler: weder gibt es einen "Präsidenten" noch
einen "Investmentkonzern" und ob die Investitionsmittel der drei
koreanischen Versicherungskonzerne überhaupt in naher Zukunft bereitgestellt
werden, beunruhigt viele Steuerzahler, Politiker und natürlich auch die Sparkasse
KölnBonn...


 


Während "Noch - OB" Bärbel Dieckmann, in Äthiopien als Präsidentin der
Welthungerhilfe mit der Forderung nach 700 Millionen Euro Unterstützung in
Richtung Bundeskanzlerin Angela Merkel eine abstrakte Kür läuft , ist
Arno Hübner, Projektbeauftragter der Stadt Bonn und Vorsitzender
des Marketingausschusses BCP ("Bonn Conference Partners") nun
dran mit der Pflicht.


Bärbel Dieckmanns
Phantasiesumme auf internationaler Bühne hat eher wahltaktisch - symbolischen
Wert, aber  bei  Arno Hübner geht es um die reale Wurst für die
Kommune Bonn.


 


Alles ist nämlich offen:


 


1. wann wird das mehrfach zugesagte Geld für das inzwischen unter Aufsicht
des "Baucontrollers" Friedhelm
Naujoks etwas zu teuer geratene Konferenzzentrum überwiesen? Wie sich
zeigt, kann man sich nicht unbedingt auf die Zusagen des  "Investmentkonzerns"
mit der Mailadresse: postmaster@honuagroup.com verlassen.


 


2. übernimmt
die Honua Group mit ihrem Anlageberater Seung Tae Jaeng (vulgo Andrew Jang)
alle Pflichten des "ausgestiegenen" ersten Investors SMI Hyundai,
oder wird hier zu Lasten Bonns nachgebessert werden? Das Interview mit dem
"Präsidenten des Investmentkonzerns" offenbart überdies einige Merkwürdigkeiten:
die reichlich unglaubwürdige Geschichte mit der völlig unerwarteten
Baukostensteigerung und der "überraschenden" 
Volumenvergrößerung des Hotels sollen SMI Hyundai in Schwierigkeiten gebracht
haben.


Das
war bereits im März 2009 den städtischen Berichterstattern nicht wirklich
geglaubt worden.


Stattdessen hatte man, trotz viel Geheimhaltung,  nach Informationen
des General-Anzeigers als einen der Hauptgründe für die Kostenexplosion die
mangelhafte Kontrolle des Baumanagements unter Friedhelm Naujoks gesehen. Warum
wird nun, die gleiche Geschichte wieder aufgetischt?


Auch eine Vertragsverlängerung um 20 auf 50 Jahre (!) ist ziemlich
unglaubwürdig in Zeiten in denen Grundstücke zwar da sind, die Banken aber
darauf nicht automatisch Geld verleihen und die Konferenzzentren nur mit der
Infrastruktur (Hotels) in den schwarzen Zahlen bleiben.


 



 3. hat der
unüberschaubare koreanische Konzern, der aus "Über - und
Unterschachteln" besteht, und der nur langsam Kontur annimmt, selbst
genügend Investitionsmittel? Schließlich war Honua  mit 100 Millionen
Dollar im Januar 2009 in das erneut in
Schwierigkeiten geratene Grand Avenue Projekt eingestiegen.

Nicht zu unterschätzen ist außerdem die instabile Lage der Kumho Life
Insurance, ein Versicherungskonzern aus der Troika der Honua Gruppe, der
verkauft werden soll, aber keinen Käufer findet.
Dahinter wiederum steckt die Kumho Asiana Group, die mit Asiana Airlines zwar einen
der größten Carrier besitzt, aber auch einen mit großen finanziellen
Schwierigkeiten. Auch in anderen
Bereichen fehlt es an Liquidität.

4. Last but not least: niemand weiß so recht, wem
eigentlich das UNCC, das Vertragskonstrukt des WCCB gehört, der Honua Group
oder der
Arazim Investments Ltd. aus Israel. Beide sollen vor dem Bonner Landgericht
um die Rechte ringen,  in Zukunft am Rhein - glaubt man den reichlich
optimistischen Prognosen - ganz viel Geld machen zu dürfen.



Verfolgt man das
offene und sehr professionelle Verfahren der Community Redevelopment Agency für
das viel größeres Investitionsvorhaben des Grand Avenue Projects in Los
Angeles, dann erkennt man, dass internationales
Schaulaufen kein Ersatz für handwerklich
gute Kommunalpolitik darstellt.


 


Selbst wenn trotz der völlig ungeklärten juristischen Sachlage doch noch
Gelder überwiesen werden sollten, dürfte die Zitterpartie für Bonn noch lange
nicht vorbei sein.




Hilfe ist jedoch in Sicht: ab Montag weilt der Berliner Bürgermeister Klaus
Wowereit in Bonn, als Wahlkampfhelfer des SPD
Mannes und OB - Kandidaten Jürgen Nimptsch.


Klaus Wowereit weiß nämlich wo es langgeht.


Zum einen ist Los Angeles, wo man trotz öffentlicher Sitzungen
professionell mit Großprojekten umgehen kann
die
Partnerstadt von Berlin, zum anderen stellt Berlin mit einer Pro Kopf
Verschuldung von ca. 18.000 Euro alles in den Schatten.


Trotzdem
gibt man dort ohne mit der Wimper zu zucken immer weiter Geld für Brot und
Spiele aus!


Zum Vergleich: in Bonn hat man es nur auf 4.086 Euro gebracht, d.h. man hat
also noch etwas Luft, falls Herr Hübner doch noch mit einer Hiobsbotschaft aus
Fernost zurückkehren sollte.
Gerade weil man nichts "gesundbeten muss“, wenn alles seine Ordnung hat,
erzeugt der zuversichtliche Ausspruch des Projektbeauftragten Hübner im Kontext der Ereignisse genau das Gegenteil.




Auch der Hinweis: "Es gibt keinen Ausstieg von Honua aus dem WCCB
Bonn" ist mehrdeutig: wer steigt schon aus, wenn er sich notfalls zu
Lasten des Vertragspartners bereichern kann? Liegt nicht momentan das größte
Risiko bei der Bundesstadt am Rhein?



Ob nun im Wald laut gepfiffen wird, oder ob "Zuversicht angebracht ist", so Arno Hübner zum Bonner
Generalanzeiger, wird sich zeigen.


 


Fest steht, dass die Honua Group keinen "Präsidenten" hat, wie man
uns weismachen will, sondern mit der Honua Investment Management
Inc., einer privaten Beratungsfirma,  sich ein sog. "Investment
Vehicle" (Anlageinstrument) geschaffen hat, mit 4 Angestellten und einem
Jahrseinkommen von ca. 370.000 Dollar.


Diese Konstruktion ist weder dubios noch ehrenrührig und hat einen einfachen
Grund: die koreanische Gesetzgebung erlaubt keine Immobilientätigkeit von Versicherungsfirmen.


 


Der "Investmentkonzern" besteht also im Prinzip aus einem Berater
der in Los Angeles lediglich die Aufgabe hat, zwischen beteiligten
Teileigentümern (The Related) und einem externen
Investor aus Dubai (Istithmar)
zu koordinieren:


"The three life insurance companies have limited experience in
investment in real estate, due to insurance law restrictions in Korea. Honua
Group has retained Honua Management to act as advisor to Honua Group and to
represent Honua Group in owner decisions with Related and Istithmar."


 


Warum verschweigt man das den Bonner BürgerInnen und erläutert nicht
gleich, dass unter den gegebenen Umständen "die
Stadt nicht die Zügel anziehen" und keinen "Einfluss auf das
Geschäftsgebaren des Investors nehmen" kann.


 


Auf den
offiziellen Seiten der Stadt Los Angeles zum Grand Avenue Project wird auch
noch etwas anderes deutlich: die drei koreanischen Versicherungskonzerne
sind jeweils selbst, also getrennt ("severally") verantwortlich für
ihren Anteil an der Gesamtinvestition:


"Each of the individual insurance companies, as “New Investors”,
will be severally responsible for meeting their future capital call
requirements".


 


Gilt diese Konstruktion des „New Investors“ auch für Bonn? Muss Arno
Hübner eventuell drei Versicherungskonzerne zusammenschmieden, von denen einer
(Kumho Life Insurance) bereits im Juni 2009 verkauft sein sollte?


 


Werden nun von Dongbu Insurance und Dongbu Life Insurance nicht 30
Millionen, sondern nur ca. 20 Millionen Euro überwiesen, oder zieht man die „Verhandlungen“
bis zur Fertigstellung hin? Werden hier Pflöcke eingeschlagen oder auf Zeit
gespielt?


 


Müssten neue Spielregeln nicht öffentlich gemacht werden, oder lässt man Rat
und Ausschüsse erst mal in Ruhe Ferien machen?


 


Bekommt der „Neue Investor“ kalte Füße wegen Arazim Ltd. die vielleicht
versucht, an Honua vorbei ältere Forderungen bei SMI Hyundai geltend zu machen?


 


Weiterhin irritierend ist, dass nun mit der Honua Group ein neuer
Investor da zu sein scheint, aber SMI Hyundai
weiterhin auf  seinen Webseiten mit dem WCCB und dem "Partner
Bonn" großformatig wirbt, so als sei nichts geschehen.


 


Gleichzeitig wird dem SMI
Hyundai Angestellten Christop Penderok in der Bonner Lokalpresse viel Raum
gewährt für  Beschwichtigungsformeln mit sehr kurzer Halbwertzeit.


 


Trotz des Sommerlochs und der Abwesenheit so mancher Verantwortlicher wird es nun
weiter in Bonn heißen:
"Abenteuerfans aufgepasst! Seit gestern warten in der Rheinaue wieder
Irrwege, Sackgassen und natürlich auch der richtige Weg zum Ziel darauf,
erkundet zu werden...."




Dies ist kein Scherz über die verfahrene Situation am gleichen Ort, sondern die
Ankündigung über die Eröffnung eines  1.750 qm großenLabyrinths
in der Rheinaue
, zeitgleich mit dem optisch klein gehaltenen Artikel
"WCC Bonn: Hübner zu Verhandlungen in Seoul".


 


Gedankliche Querverbindungen zu dem Informationslabyrinth des WCCB sind
in "einer Stadt wie Bonn" unerwünscht aber politisch völlig korrekt.
Alles wartet nun auf Arno Hübner, auf dass er die Bonner da
hinausführe...


 


 


 


 


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