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ANUAS e.V. - Selbsthilfegruppe für Angehörige von Mord-/Tötungs-/Suizid- und Vermißtenfällen
Traumata - Tod - u. damit zusammenhängende Lebenskrisen als Themen unserer Selbsthilfegruppe:
Personen, die einen Angehörigen durch Mord, Tötung und Suizid verloren haben, werden in unserer Selbsthilfegruppe aufgenommen.
Dieses schwere Schicksal verändert das Leben schlagartig.
Der Umgang mit der Trauer ist sehr unterschiedlich und man weiß nicht, wie man damit umgehen soll.
Innerhalb unserer Selbsthilfegruppe schließen sich Menschen
zusammen, die Gleiches erleben mußten und Hilfe durch Gespräche suchen.
Hier finden sie Verständnis, da alle das gleiche Problem, die
gleichen Ängste und die gleichen Sorgen und vor allem die gleiche
Hilfslosigkeit haben.
Aber in einer Selbsthilfegruppe diesen Charakters geht es nicht nur
um einen Zusammenschluß von Menschen, die die gleiche Problemstellung
haben und den Kontakt einer Gruppe suchen.
Hier geht es vielmehr um aufbauende Gespräche mit Gleichbetroffenen,
wie man mit dem Trauma "Tötung", egal in welcher Form, ob Mord, Tötung
oder Suizid umgeht. Die immer wiederkehrende Ohnmacht, Wut, Trauer und
Enttäuschung wird unterschiedlich ausgelebt.
Neu in die Gruppe haben wir auch die Angehörigen von Vermißtenfällen
integriert. Auch diese Angehörigen leiden, denn es ist ungewiß, was mit
ihrem Familienmitglied passiert ist.
In unserer Gesellschaft wird Sterben, Tod und Trauer weitgehend verdrängt. Die Angehörigen solcher Opfer erfahren kaum Hilfe.
Diese Erlebnissen sind " immer wiederkehrende
Albträume " -- man weiß nicht mehr weiter -- die Folgen sind:
- die Überschuldung, weil hohe Kredite aufgenommen werden müssen, um anfallende Kosten zu finanzieren,
-
es kann zum Verlust von Freunden und Bekannten kommen, weil diese die
psychische Belastung durch das Trauma nicht verstehen können oder
wollen,
- in Folge dessen ziehen sich Betroffene oft aus dem
gewohnten sozialen Umfeld zurück, was bis zu absoluter Isolation führen
kann,
- Probleme in Partnerschaften oder Ehen treten aufgrund der psycho-somatischen Auswirkungen auf,
- starke gesundheitliche Probleme sind ebenso die Folge,
- die Gefahr der suizidalen Gedanken besteht
Unsere Selbsthilfegruppe organisiert sich selbst und
eigenverantwortlich, ohne Fachleute -- jeder ist selbstbetroffen und
teilt im Gespräch seine Erfahrungen dem Anderen mit. Gemeinsam
versuchen wir Wege zu finden, um die Probleme einigermaßen zu
verkraften.
Dieses Schicksal ist nicht zu verkraften und zu verarbeiten, wie es in anderen Selbsthilfegruppen womöglich der Fall ist.
Aber, wir müssen lernen, damit zu leben, ohne selber daran kaputt zu gehen.
Durch die Hilfe zur Selbsthilfe schöpfen wir Kraft, unser Leben weiter zu gestalten.
Unsere Selbsthilfegruppe ist nicht jederzeit offen.
Die Treffen sind
den gesundheitlichen Möglichkeiten und emotionalen Motivationen der
betroffenen Angehörigen angepaßt.
Termine können telefonisch erfragt
werden, unter: 030 - 25 04 51 51.
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