SPD: Ampelmast soll zum Internetzugang werden
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19 KommentareKommentare zu SPD: Ampelmast soll zum Internetzugang werden
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hallo
Hallo Hans,
erstmal: schön sich mit Ihnen vernünftig auszutauschen! Ist ja nicht so oft möglich unter Artikeln der AN/AZ...
Ich denke, dass die Einschränkungen des WLANs ausreichen werden, um die Brüssler Richter zu überzeugen. Diese Fragen sollen aber jetzt von der Stadtverwaltung geprüft werden.
Meines Wissens nach gibt es eine solche Institution übrigens in Luxemburg bereits...
Wir werden es sehen.
Vielen Dank und viele Grüße
Michael
Hallo Michael,
Das war mir schon klar, daß das Aachener Projekt nicht
eins zu eins mit FON verglichen werden kann: hier
eine Dienstleistung ("Daseinsvorsorge"), dort geschickt
getarnte knallharte Gewinninteressen (obwohl die unter
dem Strich auch sozialen Aspekten genügen).
Der Punkt Wettbewerb scheint mir gravierender: wer soll
denn nach Einführung des Aachener WLAN-Systems noch einen
Vertrag mit irgendeinem Internetprovider abschließen,
wäre doch rausgeschmissenes Geld. Also werden die hier nichts mehr verkaufen und also einen deutschen oder
europäischen Richter finden, der die Sache untersagt.
Und da die Internetprovider keine armen Leute sind,
werden sie sich die besten Anwälte nehmen und bis zum
BGH oder zum EuGH klagen und nach Lage der Dinge auch
Recht bekommen, die Aachener aber werden danach arm sein wie die Kirchenmäuse wg. der Kosten des Rechtsstreits und der bis dahin verbauten Technik.
Vor allem hätte die Aachener Lösung natürlich Präzedenz-
charakter, im nu würden scharenweise andere Städte nachziehen, dann wären zunächst die Provider überflüssig,
als zweiten Schritt könnte man daher dann das deutsche
Internet zu Grabe tragen, denn die technische Infrastruktur, die von den ISPn geleistet wird, können die
Kommunen gar nicht leisten.
Werde gleich mal Ihre Homepage besichtige. Tipp:
wenn man so etwas mitt LINK eingibt, ist es in
diesem Forum auch direkt anklickbar.
Viele Grüße Hans
Hallo Hans,
der Vergleich mit FON kann so nicht gezogen werden, da ja zusätzliche Zugänge zur Verfügung gestellt werden und nicht Zugänge von anderen Providern genutzt werden sollen.
Was den zweiten Punkt angeht - Wettbewerb:
Nun ja, es geht ja darum ein Angebot der Stadt für Tourismus und Bildung zu schaffen. Ich sehe das eher auf einer Ebene mit der Stadtbücherei. Niemand wird behindert, eine eigene Bücherei zu eröffnen. Darüber hinaus ist der Internetzugang mMn ein Teil der Daseinsvorsorge und sollte von der öffentlichen Hand garantiert werden.
Viele Grüße
Michael
www.michaelservos.de
@MServos:
Die Idee ist ja nicht schlecht, nur sehe ich bei
kostenlosem Angebot das Problem der Refinanzierung,
am Ende kostet es nur Steuermittel und raubt den
privaten Internet-Dienste-Anbietern die Existenz-
grundlage. Das Kölner Urteil zu Fon sollte alle
hellhörig werden lassen. Mal die Fon-Homepage ansehen,
da wird mit harten Bandagen gekämpft (die sind ja auch
hier in Aachen zahlreich vertreten, die Wikipedia hat
auch einen interessanten Artikel dazu, gut besonders die
"Diskussion", dort ist auch das Urteil verlinkt.
Ich denke, die großen Internetprovider werden sich nicht
kampflos die Butter vom Brot nehmen lassen, und bisher
ist es meistens schiefgegangen, wenn staatliche Stellen
versucht haben sich als Unternehmer in einen ohnehin
harten Konkurrenzkampf einzubringen. Jedes Monopol
(und das wäre es ja, zumindestens in Aachen) führt zu
einem Versiegen der Innovationen. Warum soll ein
Privater noch ein pfiffiges Angebot machen, wenn hier
alles von einem zwar kostenlosen, mit der Zeit aber
beamtenhaft erstarrten Moloch beherrscht wird?
Ich glaube, das wird auch die Wettbewerbshüter in
Brüssel ineressieren (Generaldirektion Binnenmarkt)
Das soll keine Ablehnung signalisieren, wollte nur
ein paar nachdenkliche und konstruktive Akzente setzen.
Hallo Hans,
ja, und genau deshalb soll ja auch das von Ihnen genannte Öcher Netz Basis des neuen HotSpots werden. Nur dass dann alle gratis reinkönnen.
Also: Sie haben Recht und das ist auch im Antrag schon eingebunden.
Anbei ein Link zu einem sehr interessanten Artikel zu
dem Themenkreis:
LINK
Was ist kostenlos an einem aus Steuermitteln finanzierten
Netz (linke Tasche/rechte Tasche!). Ganz abgesehen davon
gibt es das in Aachen bereits: Öcher Netz (Uni-DSL),
im Internet u. im Marienbongard ("Milchstraße"), die bieten in Aachen 3000 Hotspots, fast jeder Aachener Student ist Kunde bei denen (womit sie bereits heute der
größte Internetanbieter hier sein dürften).
Auch gibt es neuerdings preisgünstige Angebote für
Funk-Internet-Zugänge per UMTS-Stick, mit denen man bundesweit surfen kann (Beispiel: Tchibo bietet so ein
Teil für 19,95 Euro prepaid an, ohne Vertragsbindung,
im O2-Netz, das highspeedfähig ist (HSDPA). Auch bei Aldi
haben sie so ein Ding, sogar simlockfrei, allerdings
kann das E+-Netz kein HSDPA). Mit 2-Jahres-Verträgen
gibt es die bei allen großen Netzeanbietern. Das ist der
Trend in die Zukunft, alles andere ist Wahlkampf.
@p5oiz2: Internet ist absolut notwendige Betriebsinfrastruktur und ja, der Staat oder die Stadt, ganz wie du willst, muss die Infrastruktur fördern, damit die Leistungsträger (oder die Reichen, ganz wie du willst) ordentlich verdienen können und mit deren Steuern werden dann die Armen Kinderchen beglückt oder auch nicht. Aber das ist dann wieder eine andere Sache. Bitte bedenke das 20% der Erwerbstätigen 80% der Einkommensteuern bezahlen. Die verdienen gut, unbestritten, aber die tun auch supergut raus.
@p5oiz2: Der Trick ist aber ja genau, dass die ganze Aktion ein PPP-Projekt ist und der Stadt mittelfristig GELD EINBRINGEN wird für genau die richtigen und wichtigeren Projekte, die Sie genannt haben...
@p5oiz2:
Vor ein paar Jahren hätte ich Deinem Kommentar noch zugestimmt aber inzwischen sind Handys und Laptops dermaßen billig geworden, dass auch die meisten ärmeren Haushalte diese Hürde überspringen können. Siehe EEE-PC und Konsorten für unter 300 Euro. Natürlich spricht nichts dagegen, allen Schulkindern einen solchen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das wäre eine sehr sinnvolle Investition und komplementär zum kostenlosen WLAN.
@Dopatka: Ich wähle grundsätzlich *nicht*, denn ich mag mich nicht schmutzig machen. Das muss auch mein wohlverstandenes Recht bleiben.
Wäre das Geld für die Investitionen nicht woanders besser angelegt? Zum Beispiel für die Bekämpfung der (Kinder-)Armut in Aachen? Stattdessen werden hiermit ja eher die reicheren Leute gefördert, die ein internetfähiges Handy oder einen Laptop besitzen.
Hallo Richard,
Du schreibst:
"Flächendeckendes WLan hilft, ersetzt aber nicht die notwendigen symetrischen 1Gbit/s Anschlüsse."
Die SPD hat vor nicht langer Zeit die Fusion von AC-Com und NetCologne in der Region Aachen ermöglicht. Als Ergebniss ist die Stadt nun Miteigentümer und treibt gerade in bisher schlecht versorgten Gebieten den Ausbau der Infrastruktur voran.
Aber: Ist halt ein SPD Projekt.
Wenn du lieber Marcel Philipp wählen möchtest, dann bekommst du eben ne neue Schnellstraße durch Preuswald oder eine Schwebebahn* um den Dom herum.
Mit Dateninfrastruktur hat er nichts am Hut.
*= wobei die SPD eindeutig für den Ausbau des ÖPNV steht. Nur eine Schwebebahn ist halt wirklich ne Schnappsidee. Und das nachdem die CDU 1999 die Stadtbahn und die Landeszuschüße verhindert hat...
Internet gehört zur Daseinsvorsorge oder zur Infrastruktur und zwar mehr als Bus und Bahn. Ich kann sehr schön ohne Bus und Bahn auskommen, aber wenn es kein Internet gäbe würde ich aus Aachen wegziehen müssen und mit mir die Arbeitsplätze aus meiner Firma. Das muss so verstanden werden. Das Deutschland, was breitbandige, zukunftsfähige Anschlüsse angeht, hinterherhinkt, ist auch leider so. Flächendeckendes WLan hilft, ersetzt aber nicht die notwendigen symetrischen 1Gbit/s Anschlüsse. Aber es hilft. Keine Frage. Und es darf auch etwas kosten, ca. 1 EUR/mtl. und Zugang. Jetzt müßte die CDU/FDP dieses Thema aufnehmen, denn den Schultheiss kann ich nicht wählen, auch wenn er (das Blaue) vom Himmer herunter verspricht.
Internet gehört zur Daseinsvorsorge oder zur Infrastruktur und zwar mehr als Bus und Bahn. Ich kann sehr schön ohne Bus und Bahn auskommen, aber wenn es kein Internet gäbe würde ich aus Aachen wegziehen müssen und mit mir die Arbeitsplätze aus meiner Firma. Das muss so verstanden werden. Das Deutschland, was breitbandige, zukunftsfähige Anschlüsse angeht, hinterherhinkt, ist auch leider so. Flächendeckendes WLan hilft, ersetzt aber nicht die notwendigen symetrischen 1Gbit/s Anschlüsse. Aber es hilft. Keine Frage. Und es darf auch etwas kosten, ca. 1 EUR/mtl. und Zugang. Jetzt müßte die CDU/FDP dieses Thema aufnehmen, denn den Schultheiss kann ich nicht wählen, auch wenn er (das Blaue) vom Himmer herunter verspricht.
Ich begrüße diesen Antrag und das Projekt Mobile ACcess ausdrücklich, denn bevor ich mir dazu eine Meinung erlauben wollte, hab ich mir diese Kooperation zwischen Universität, IT-Unternehemn und Stadt genau angeschaut. Das wider jeden besseren Wissens wieder die ersten Nörgler versuchen, diese innovative Idee kaputt zu kritteln und sie lieber mit Polemik anstatt konstruktiv zu begleiten, hatte ich leider schon geahnt! Mir und allen anderen wünsche ich viel Vergnügen mit den neuen Möglichkeiten, wenn wir sie das erstemal im Herbst tatsächlich nutzen können.
es geht bei diesen internetzugängen nur um seiten, die irgenwie mit tourismus oder bildung und wirtschaft(-swerbung) geht, d.h auf den rest hat man keinen zugriff. ich denke das wird sich größtenteils durch sponsoren tragen, sonst nochmal nachhacken.
Hallo Monitor,
die fälligen Investitionen sind leicht refinanzierbar (z.B. durch private Nutzung der nicht kostenfreien Angebote).
Ich glaube, Sie haben den Sinn dieser Aktion nicht ganz erfasst. Es geht eben darum, allen Menschen im Bereich des größer werdenden Hotspots mittelfristig Zugang zur Bildung und zum Wissen des internets zu gewährleisten. Das Internet ist nicht nur ein "Transferdienst", wie Sie es hier fälschlicherweise darstellen.
Ziehen Sie die Parallele lieber zur Stadtbücherei...
Grüße
MServos
Fordert die Aachener SPD eigentlich schon die kostenlose Nutzung von Brief- und Paketpost- und Telefondiensten? Internetzugang ist ja nicht per se kostenlos! Da sind doch z.T. auch erhebliche Investitionen fällig. Daraus, daß "das Internet" an sich kostenlos ist, folgt ja nicht zwingend, daß die Allgemeinheit dem Einzelnen den Zugang kostenlos zu verschaffen hat, oder? Weswegen soll eigentlich die Allgemeinheit dafür zahlen, daß der Einzelne das in Anspruch nehmen kann; und wenn schon, warum dann nicht logischerweise auch gleich Gebührenfreiheit für Brief- und Paktetpostdienste.
Ich glaube, die Aachener SPD hat 'nen Pseudo-Höhenflug-Knall! Und sonst nix zu tun. Wird Zeit daß die Blase der Linden-Ära endlich platzt; irgendwie; oder auch nur verhaucht.