Artikel 35 Jahre Computerspiel-Geschichte in einer Ausstellung: Retro-Spektive

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35 Jahre Computerspiel-Geschichte in einer Ausstellung: Retro-Spektive

Schneiderkrug  – Das Computer und vor allem Computerspiele immer mehr zum Massen-Medium unserer Gesellschaft werden, sieht man z.b. daran, dass der Gesamtumsatz der Spielebranche heute höher liegt, als alle Hollywood Produktionen zusammen.
Zudem wird bereits für 2010 prognostiziert, dass das Medium Internet und Computer in der Nutzung den Fernseher überholen wird.

Einmalig in Deutschland wird in der Ausstellung „Spielkonsolen und Heimcomputer: Eine Retro-Spektive“ am 05/06. September 2009 bereits zum dritten Male die Entwicklung der Computer-  und Videospiele an einem Ort zusammen gezeigt.
Oliver Knagge, seit Jahren Sammler von alten Computern und Videospielsystemen kann hierbei als Veranstalter auf seine umfangreiche Sammlung an Arcade Videospielautomaten, Computern und Konsolen zurückgreifen.

Während sich manche Geräte auch auf Spielemessen oder im Museum in der Vitrine bewundern lassen, legt die Retro-Spektive Computerausstellung besonders wert auf die Spielbarkeit der einzelnen Geräte.

Hier können junggebliebene Väter ihren Kindern zeigen, was früher „up-to-date“ war.
Lange vor den modernen Grafik Reizüberflutungen der sog. Next-Generation Konsolen, wurden in den Anfängen der Videospielbranche Spiele vor allem durch ihre Mechanik und Spielidee bewundert.
Mehr als 8000 Computerspiele umfasst Knagges beeindruckende Sammlung – eine der größten in Deutschland. Bei der Ausstellung wird er von zwei Vereinen aus Stuttgart und Karlsruhe, sowie „Mr. Atari“ und dem Bonami-Spielcomputer Museum, beide  aus den Niederlanden, unterstützt.
90 Prozent der ausgestellten Exponate gehören aber Knagge, darunter wertvolle Raritäten und legendäre Klassiker wie „Pong“ (Tennis mit zwei weißen Balken) oder „Space Invaders“.

„Mit 20 hab’ ich angefangen die Spiele zu kaufen, die ich früher selbst gespielt habe“, erzählt der heute 30-Jährige. „Der Reiz ist, die alten Spiele mit Verpackung und in möglichst perfektem Zustand zu bekommen. Irgendwann kam dann auch der Rest dazu“.
Der Hauptteil seiner Sammlung besteht aus Commodore Amiga-Spielen. Rund 5000 gibt es. „Bis auf zehn hab’ ich die eigentlich alle.“ Das verdankt Knagge auch einem Freund aus England, der ihm seine Exemplare verkaufte. „Seine Frau hat ihn vor die Wahl gestellt: Die Spiele oder ich“, schmunzelt Knagge, der durch sein Hobby weltweit einige Hundert Menschen kennengelernt hat.
Im Internet fachsimpelt er mit anderen „Hardcore-Sammlern“, wie er selbst sagt, und mehrmals im Jahr organisiert der frühere Schüler des Vechtaer Thomas-Kollegs ein Treffen mit Experten, Spielern und Sammlern aus ganz Deutschland.
Im vergangenen Jahr begann Knagge, Spielkonsolen zu sammeln. „Die sind teilweise vor meiner Zeit entstanden, aber es gibt heute noch Leute, die dafür neue Spiele entwickeln“, sagt der Diplom-Umweltwissenschaftler, der bei einer Tourismusagentur für Internetlösungen in Leer, Ostfriesland arbeitet. Außerdem entwickelt Knagge mit Freunden eine Spieledatenbank für klassische Computerspiele (www.thelegacy.de).
Zu seinem Repertoire gehören für die Computerzeitrechnung uralte Spielformate: Text-Adventure, bei denen Roboter per Text bewegt werden, um Kriminalfälle zu lösen, oder kombinierte Computer- und Brettspiele. Bei der Ausstellung können die Besucher alles bestaunen und viel selbst spielen. „Von Pong bis zur neuen X-Box 360“, beschreibt Knagge. Ein Streifzug durch 35 Jahre Computerspiel-Geschichte.
Weitere Infos unter www.retro-spektive.de


1 Kommentar

Kommentare zu 35 Jahre Computerspiel-Geschichte in einer Ausstellung: Retro-Spektive

 

HeiSchmiHeiSchmiam 22.07.09


Da kommt bei mir direkt Wehmut auf! Ich will meinen C64 zurück!!


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