Artikel Mysteriöse Gefängnisbusse in der Wüste !
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herum. Bereiten sich der Sicherheitsdienstleister »Wackenhut« und das
US-Heimatschutzministerium (DHS) auf Bürgerunruhen vor?
Bei einem kürzlichen Besuch in der Stadt Tucson, wo ich einen
Vortrag über die Reform des Währungssystems hielt, erzählte man mir von
seltsamen Vorgängen in diesem Wüstengebiet, die mich sehr beunruhigen.
Wie es scheint, entstand vor gut einem Jahr am Rande der Stadt ein
neues Industrieunternehmen. Es steht in einem abseits gelegenen
Gewerbegebiet und sieht aus wie ein Busdepot. Umgeben ist das neue
Industriegelände von einem imposanten Sicherheitszaun, und es gibt
keinerlei äußere Anzeichen (Schilder, Plaketten etc.) mit Informationen
darüber, was in diesem Unternehmen produziert wird. Doch schon bald
wurde klar, dass auf diesem Gelände eine Flotte von Gefängnisbussen für
ihren Einsatz ausstaffiert wurde. Ungefähr 30 gebrauchte Busse der
Stadt Tucson wurden umgebaut; an ihren Fenstern wurden Gefängnisgitter
angebracht, die Busse wurden frisch lackiert und ihre Seitenwände
erhielten das Logo »Wackenhut G4S«.
Die Vorgänge in diesem neuen Unternehmen von Wackenhut sind
rätselhaft. Tag und Nacht werden die leeren Gefängnisbusse in der
Gegend umhergefahren, wobei offenbar laut vertraglicher Vereinbarung
mit dem Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security,
DHS) die zurückgelegten Strecken aufgezeichnet werden. Nicht nur in der
Stadt Tucson sind viele dieser Busse zu sehen, sondern auch auf abseits
gelegenen Wüstenstraßen bzw. -pisten. Komischerweise sind diese Busse
praktisch immer leer; außer dem Fahrer und einer Begleitperson befindet
sich bei diesen Fahrten niemand an Bord.
Ein Blick in die Geschichte der Firma Wackenhut ist zur Erklärung vielleicht hilfreich. Der 1954 von George Wackenhut gegründete Dienstleister Wackenhut Services stellt der US-Bundesregierung und den Regierungen der Bundesstaaten
Sicherheitspersonal für die Gefängnisse zur Verfügung. Angeblich war
Herr Wackenhut selbst ein ausgesprochener Streithahn, der sich einmal
sogar mit einem seiner Geschäftspartner eine handfeste Schlägerei
lieferte. Die Firma Wackenhut Services, die heute dem
dänischen Unternehmen G4S gehört, steht in dem üblen Ruf, Schläger für
ihre Geschäfte anzuheuern. Man sagt ihr nach, es sei schwierig zu
entscheiden, wer von den an ihren Operationen beteiligten Personen
gefährlicher sei: die Gefängnisinsassen oder das Sicherheitspersonal.
Ursprünglich dachten Beobachter der Szene, der Zwecke dieser neuen Geschäftstätigkeit von Wackenhut bestehe darin, Gefängnisbusse für den Einsatz in anderen Teilen der USA
herzurichten bzw. auszustaffieren. Doch schon bald stellte man fest,
dass keiner dieser Busse das Depot in Tucson verließ. Vor kurzem hat
ein Spaziergänger beobachtet, dass sich auf dem Firmengelände etwas
ereignete, was wie eine Übung aussah. Seltsamerweise war der ganze Hof
des Depots an einem Samstag, spätabends um 22.30 Uhr, voll erleuchtet;
alle 30 Busse wurden hin- und hergefahren, und die Fahrer und Wachen
rannten über den Hof. Das wirft die Frage auf: Auf welchen Einsatz
haben sie sich vorbereitet? Die Firma Wackenhut hat sich
niemals offiziell bei der Stadt vorgestellt und die Lokalzeitungen
haben nie über die Anwesenheit dieser Firma in Tucson berichtet. Das
Anwerben von neuem Personal wird diskret über das Internet abgewickelt
und eine desinteressierte Öffentlichkeit hat kaum von diesem
Dienstleister Notiz genommen.
Unter den Wenigen, die sich aber doch für diese Vorgänge
interessieren, sind einige der Meinung, dieses Gefängnisbusdepot gehöre
zur Infrastruktur der US-Grenzsicherung. Doch wenn das so wäre, wo sind
denn dann die illegalen Ausländer? Warum fahren die Busse immer ohne
Insassen? Mit welchem Argument wird gerechtfertigt, dass Unmengen an
Dieselkraftstoff verbrannt werden, um 30 klapprige, stinkende Busse Tag
und Nacht ohne Insassen herumfahren zu lassen?
Bei diesem Puzzle gibt es aber noch ein weiteres interessantes
Mosaiksteinchen. In der trostlosen Gegend zwischen Phoenix und Tucson
liegt eine kleine Stadt namens Florence (Arizona), deren Bewohner
hauptsächlich Sträflinge sind. Seit Jahrzehnten ist dieses Florence
Sitz von zwei der größten Bundes- und Landesgefängnisse im Bundesstaat
Arizona; und 2007 wurde hier noch zusätzlich ein riesiges neues
DHS-Gefängnis gebaut. Wie die Busse der Firma Wackenhut, so
wurde auch diese schmucke neue Strafanstalt, die buchstäblich bis zum
Horizont reicht, von der allgemeinen Bevölkerung nicht wahrgenommen –
und ihre Existenz wurde den Bewohnern der Stadt auch nie offiziell
bekanntgegeben. Eine neue Einrichtung, um illegale Ausländer
einzusperren? Man kann sich kaum vorstellen, dass in den USA für einen
solchen Zweck ein derart teures Infrastrukturprojekt gebaut wurde,
zumal die Politik der US-Regierung doch einfach nur darin bestand,
illegale Ausländer in ihre jeweiligen Heimatländer abzuschieben.
Sieht man einmal vom Etikettenschwindel und der offensichtlichen
Verschwendung (von Steuergeldern und Energie) ab, dann stecken hinter
den merkwürdigen Vorgängen in dieser Gegend ganz finstere Absichten.
Warum diese offensichtliche Geheimniskrämerei?
Seit den katastrophalen Terroranschlägen auf das World Trade Center
am 11. September 2001 hat das US-Heimatschutzministerium (DHS) geradezu
monströse Ausmaße angenommen und beansprucht im laufenden Jahr 2009
ungefähr 50 Milliarden Dollar aus dem Bundeshaushalt. Zum DHS gehört
auch die Bundesnotstandsbehörde FEMA (Federal Emergency Management Agency),
die im Herbst 2005 für dicke unrühmliche Schlagzeilen sorgte, weil sie
bei der Flutkatastrophe Katrina in New Orleans so eklatant versagte. Al
Martin, ein pensionierter Beamter des Marinegeheimdienstes und früheres
Mitglied im Stab der Wirtschaftsberater des US-Präsidenten, hat
kürzlich die Remilitarisierung der FEMA mit im Zuge des
wirtschaftlichen Zusammenbruchs erwarteten Bürgerunruhen in Verbindung
gebracht. Im November 2005 schrieb er in dem Informationsbrief Behind the Scenes in the Beltway (etwa: Hinter den Kulissen in Washington):
»FEMA wird jetzt als Bundesbehörde aufgewertet, und mit der
Inkraftsetzung des Gesetzes PATRIOT Act III, das einen Zusatz enthält,
der das Posse-comitatus-Gesetz [das den Einsatz der US-Streitkräfte im
Inland verbietet] außer Kraft setzt, wird die Bundesnotstandsbehörde
FEMA remilitarisiert und erhält die Befugnisse einer Militärpolizei …
Warum dieser ganze Aufwand? Warum geht das Regime den Weg in Richtung
eines militarisierten Polizeistaates und einer Diktatur? Der Präsident
des Rechnungshofes David Walker hat den Grund genannt: es ist fraglich,
ob die USA nach 2009 überhaupt noch weiterhin ihre Schulden bezahlen
können. Wenn auch der Durchschnittsbürger möglicherweise nicht
versteht, was das heißt: wenn die USA ihre Schulden nicht mehr bedienen
können, werden sie wirtschaftlich kollabieren. Unser Staat wäre
schlicht und einfach bankrott. Und die einzige Art und Weise, wie die
Regierung eines wirtschaftlich kollabierten Staates funktionieren und
die staatliche Kontrolle aufrechterhalten kann, ist mithilfe einer
Militärdiktatur.« (*)
Natürlich könnte es für die Vorgänge in Tucson eine andere, viel
harmlosere Erklärung geben. Und jeder, der in der Nähe von einer dieser
Einrichtungen lebt, sollte nach einer solchen Erklärung fragen und
darauf bestehen, dass er sie erhält. Unterdessen sollten die
bedenklichen Implikationen dieser Vorgänge aber auf jeden Fall als
Rechtfertigung dienen, nach alternativen Geldquellen zu suchen, um die
Haushaltslücken decken und die Bundesschulden abtragen zu können. Es
gibt andere Wege, die Schuldenlöcher der Nation zu stopfen, als sich
auf den abnehmenden Appetit der Chinesen und Japaner auf US-Wertpapiere
zu verlassen. Einige innovative Möglichkeiten zur Begleichung der
Bundesschulden und zur Finanzierung von Präsident Obamas neuem Paket
zur Ankurbelung der amerikanischen Wirtschaft werde ich in zukünftigen
Artikeln vorstellen. Bleiben Sie dran.
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http://info.kopp-verlag.de/news/mysterioese-gefaengnisbusse-in-der-wueste.html
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