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Artikel Kommunalwahl in Duisburg 2009

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Kommunalwahl in Duisburg 2009

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Die Kommunalwahl in Duisburg 2009 findet im Rahmen der Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen 2009 am 30. August 2009 statt.
Wahlberechtigte sind etwa 346.000 Duisburger. Bei der Wahl hat jeder Duisburger ab 16 Jahren,
der Bürger eines EU-Staates ist, drei Stimmen: Eine Stimme für die Wahl des Oberbürgermeisters,
eine Stimme für den Rat der Stadt Duisburg und eine Stimme für die Bezirksvertretung seines Stadtbezirks.
Ursprünglich wollte sie in 16 Wahlbezirken Kandidaten stellen.

Bei der Kommunalwahl gehen nun 13 Parteien und Gruppierungen an den Start: SPD, CDU, Grüne, Die Linke, FDP, AMP, Alternative Liste, KURwählergemeinschaft Ruhrort/Homberg, Bürgerlich-Liberale, Zentrum, Bürger-Union/Freie Wähler NRW, Junges Duisburg, SGU (sozial - gerecht- unabhängig).
Die DKP tritt nur für die Bezirksvertretungen Mitte und Rheinhausen an, Mimi Müller lediglich als OB-Kandidatin.

Neben Amtsinhaber Adolf Sauerland (CDU/54 Jahre) sitzen auf dem Kandidaten-Karussell: der Jurist Jürgen C. Brandt (SPD/54), die Lehrerinnen Doris Janicki (Grüne/56) und Brigitte Diesterhöft (Die Linke/56), der Richter am Landgericht Frank Albrecht (FDP/42), die Mediengestalterin Dagmar Sall-May (Aufbruch Mittelstands-Partei, AMP/49), der Techniker im Ruhestand Hans-Dieter Even (Zentrum/71), die Dipl.-Chemikerin Dr. Eva Selic (SGU sozial, gerecht, unabhängig/40), der Apotheker Rudolf Kley (Bürger-Union, Freie Wähler NRW/63) sowie die Schriftstellerin Mimi Müller (Alle für eine, eine für alle/51).

Mit der Wahl am 30. August sind einige Neuerungen verbunden. Erstmals wird das Stadtoberhaupt für die Dauer von sechs Jahren gewählt und nicht mehr nur für fünf Jahre.
Es wird keine Stichwahl mehr geben.
Und eine Stichwahl, wie sie bisher verlangt wurde, wenn keiner der Kandidaten die 50-Prozent-Hürde übersprang, wird es auch nicht mehr geben. Ab sofort reicht die einfache Mehrheit aus, um Oberbürgermeister und damit Chef der Stadtverwaltung zu werden. Durchaus möglich also, dass ein Bewerber mit 25 bis 30 Prozent der Stimmen ins Amt gehoben wird.

Alles deutet darauf hin, dass sich Amtsinhaber Adolf Sauerland und sein SPD-Herausforderer Jürgen C. Brandt einen erbitterten Zweikampf liefern werden. Ausgang: offen.
Das Politische Spektrum in Duisburg ist stark fragmentiert.
Insgesamt vertreten 15 Parteien und Wählergruppen die Duisburger im Stadtrat und in den sieben Bezirksvertretungen.
Davon auch solche, die sich noch nie einer Wahl stellen mussten,
da sie aus anderen Parteien hervorgegangen sind oder sich von etablierten Parteien abgespalten haben.

1 - Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD): Die Partei geht als stärkste Ratspartei in die Wahl. Sie hat ihre dominante Stellung in Duisburg jedoch 1999 eingebüßt. Sie hat von 1994 bis 2004 über 20 Prozentpunkte an Wähleranteilen verloren. 2008 traten zwei Mitglieder aus der SPD-Ratsfraktion aus und gründeten eine neue Wählergruppe. Die SPD geht mit Jürgen C. Brandt in die OB-Wahl.


2 - Christlich Demokratische Union (CDU): Die Partei geht als zweitstärkste Ratspartei in die Wahl und mit dem Amtsinhaber Adolf Sauerland in die OB-Wahl. 1999 erreichte die CDU bei der Ratswahl mit 41,5 % ihr langjährig bestes Ergebnis, das sie 2004 (36,0 %) nicht halten konnte. Sauerland wurde der erste CDU-Oberbürgermeister seit 1948.


3 - Bündnis 90/Die Grünen: Die Partei gehen als drittstärkste Kraft in die Wahl. Sie ist, wie SPD und CDU neben dem Rat auch in allen Bezirksvertretungen vertreten. Die Grünen gehen mit Bürgermeisterin Doris Janicki in die OB-Wahl.


4 - Die Linke: Die Partei trat 2004 noch als PDS-offene Liste an und wurde viertstärkste Kraft im Rat. Die Linke geht mit Brigitte Diesterhöft (MdR) in die OB-Wahl. 2004 zog sie in drei Bezirksvertretungen mit jeweils einem Vertreter ein.


5 - Freie Demokratische Partei (FDP): Die Partei wurde 2004 fünftstärkste Kraft im Rat. 2006 verlies ein Mitglied die FDP-Fraktion und gründete mit anderen die Bürgerlich Liberalen. Kandidat der FDP für die OB-Wahl ist Frank Albrecht. Sie ist in 5 Bezirksvertretungen mit einem Mitglied vertreten.

6 - Aufbruch Mittelstand Partei (AMP): Die Partei zog 2004 mit einer Vertreterin als siebtstärkste Gruppe in den Rat ein. Die Partei tritt 2009 nicht in allen Ratswahlbezirken an.

7 - Duisburger Alternative Liste (DAL): Die Wählergruppe gewann 2004 ein Ratsmandat und je ein Mandat in zwei Bezirksvertretungen. Sie war die wählerschwächste Gruppe, die noch ein Mandat im Rat gewann. Die Wählergruppe tritt 2009 nicht in allen Ratswahlbezirken an.

8 - Bürger Union Duisburg / Freie Wähler NRW (FW-BU): Die Wählergruppe tritt 2009 erstmals zur Ratswahl an. Sie ging aus Mitgliedern der Pro-Bürger-Partei im Rat hervor und nannte sich erst Bürgerunion 2004. Ihr Kandidat für die OB-Wahl ist Rudolf Kley.

9 - Bürgerlich Liberalen (BL): Die Wählergruppe stellte sich noch keiner Wahl. Sie wurde von ehemaligen FDP-Mitgliedern gegründet. Ihr Kandidat für die OB-Wahl ist Harald Jeschke.

10 - Sozial, gerecht, unabhängig (SGU): Die Wählergruppe entstand 2008 aus 2 ehemaligen Mitgliedern der SPD-Ratsfraktion. Ihre Kandidatin für die OB-Wahl ist Eva Selic.


 Weitere Parteien und Wählergruppen


11 - Zentrumspartei (Z): Die Partei war 2004 bis 2009 nicht im Rat vertreten, aber in zwei Bezirksvertretungen mit je einem Bezirksvertreter. Ihr Kandidat für die OB-Wahl ist Hans-Dieter Even.

12 - Junges Duisburg (JU DU): Die Wählergruppe hatte 2004 bis 2009 keine Mandate. Sie tritt nicht in allen Ratswahlbezirken an.

13 - Wählergemeinschaft Homberg / Ruhrort / Baerl: Die Wählergruppe hatte 2004 bis 2009 keine Mandate. Sie tritt nicht in allen Ratswahlbezirken an.

Daneben treten noch die NPD und die DKP für die Wahlen zu den Bezirksvertretungen an.
Die Republikaner, 2004 bis 2009 noch mit einem Vertreter im Rat, treten nicht mehr an.
Ebensowenig die Pro-Bürger-Partei.


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