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Fernstudenten lassen sich ihr Studium etwas kosten

Umfrage zeigt: Studiengebühren zahlen Fernstudenten oft selbst.
Dabei gibt es viele Möglichkeiten zur Finanzierung. Markus Jung von
Fernstudium-Infos.de (http://www.fernstudium-infos.de) gibt Tipps.


Mit einem Fernstudium sind viele
Zukunftsträume verbunden – anspruchsvollere Aufgaben, mehr
Verantwortung und ein besseres Gehalt. Doch bis es soweit ist, geht das
Fernstudium erstmal ins Geld: „Im Durchschnitt wendet man monatlich
einen dreistelligen Betrag für Studiengebühren auf“, sagt Markus Jung,
Inhaber des unabhängigen Portals Fernstudium-Infos.de. Hinzu kommen
Kosten für Fachliteratur oder die Anreise zu Präsenzterminen. Eine
Umfrage von Fernstudium-Infos.de mit 344 Teilnehmern zeigt: Diese
Kosten bestreiten Fernstudenten zum Großteil aus eigener Tasche. 78
Prozent geben an, ihr Studium durch eigenes Einkommen zu finanzieren.
Oft stellt dies eine große Belastung dar. So berichtet beispielsweise
Nutzerin Blackhawk in der Umfrage, dass sie zur Finanzierung ihres
Studiums einen Minijob angenommen hat – zusätzlich zur Vollzeitstelle.
Andere geben an, ihren Konsum zu Gunsten des Studiums deutlich
einzuschränken.

Über Fördermöglichkeiten informieren
Bund und Länder bieten Fernstudenten finanzielle Unterstützung. Aber
nicht einmal zwölf Prozent der Umfrageteilnehmer beziehen BAföG,
Stipendien oder Mittel aus öffentlichen Förderprogrammen. „Viele wissen
über Fördermöglichkeiten gar nicht Be scheid“, erklärt sich Jung diese
niedrige Zahl. Er rät Interessierten, sich bei der Studienberatung der
jeweiligen Hochschule über mögliche Hilfen zu informieren. Auf Portalen
wie Fernstudium-Infos.de gibt es praktische Erfahrungen anderer
Fernstudenten und Tipps zur Finanzierung. Zum Beispiel, dass es sich
lohnen kann, mit dem Studienanbieter zu verhandeln: „Fast alle lassen
über einen Rabatt mit sich reden“, weiß Jung. „Gerade für Kundengruppen
wie Behinderte oder Arbeitslose bieten sie regelmäßig einen
Preisnachlass an.“

Der Arbeitgeber kann helfen
„Einige Fernlerner nehmen Fördermöglichkeiten bewusst nicht in
Anspruch, oft aus falscher Scham heraus“, so Jung. „Andere wollen
unabhängig bleiben und keine Verpflichtungen eingehen – zum Beispiel
gegenüber dem Arbeitgeber.“ Beteiligt sich der Arbeitgeber an
Weiterbildungskosten, verpflichtet sich der Mitarbeiter oft, nach
Studienende noch für ein bis zwei Jahre im Betrieb zu bleiben, oder die
Förderung zurück zu zahlen. Doch mancher Fernstudent sieht in seinem
derzeitigen Job keine Entwicklungsmöglichkeit. „Dient die Fortbildung
dem Fortkommen im Unternehmen, lohnt es sich, den Arbeitgeber
anzusprechen. Plant man jedoch einen Wechsel, oder hat der Lehrgang
keinen Bezug zum aktuellen Beruf, sollte man darauf verzichten“,
empfiehlt Jung.

Der Mühe Lohn
Ob Nachtschichten oder Sparmaßnahmen – die Entbehrungen zahlen sich
letztlich aus. Die erworbenen Qualifikationen öffnen neue Türen. „Oft
verbessert sich bereits während des Studiums die Position oder das
Gehalt, weil dem Arbeitgeber die wachsende Kompetenz des Mitarbeiters
auffällt“, erzählt Jung. Auch Fernstudium-Infos.de Nutzerin Tinka ist
optimistisch: „Wir müssen uns zwar finanziell ziemlich einschränken,
große Urlaube oder Anschaffungen sind nicht drin. Ich denke aber, dass
wir für das Durchhalten belohnt werden.“


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