Artikel Pirmasens: Deutsche Diabetes-Gesellschaft bestätigt optimale Versorgung
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Seit wenigen Wochen gehört das Städtische Krankenhaus Pirmasens zu dem kleinen Kreis von rund 300 Kliniken in Deutschland, die von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) als Behandlungseinrichtung für Diabetes anerkannt wurden. Die Fachgesellschaft der deutschen Diabetesspezialisten bestätigt mit dem Zertifikat, dass das Krankenhaus der Schuhmetropole den besonders hohen Anforderungen der Gesellschaft bei der ganzheitlichen Behandlung des Typ-2-Diabetes entspricht.
Nicht umsonst wird Diabetes als Volkskrankheit bezeichnet. Die steigende Zahl von Erkrankungen – längst nicht mehr nur bei den Älteren – verlangt nach angepassten Konzepten, um den zahlreichen Problemen Herr zu werden, die hiermit verbunden sind. Allein am Städtischen Krankenhaus Pirmasens wurden im ersten Halbjahr 2009 über 1100 Patienten mit Diabetes behandelt, oft in Verbindung mit weiteren Diagnosen. Der Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin – Gastroenterologie und Diabetologe Dr. Moser erklärt: „Als ein Krankenhaus mittlerer Größe können wir den Trumpf ausspielen, unsere einzelnen Abteilungen besonders effektiv zu vernetzen.“
Neben der Inneren Medizin mit den Fachbereichen Gastroenterologie (Chefarzt Dr. Moser) und Kardiologie (Chefarzt Dr. Benno Hennen), stehen auch die Allgemeine, Viszeral- und Gefäßchirurgie (Chefarzt Dr. Georgios Adamidis), die Radiologie (Chefarzt Dr. Martin Hofmann), das Pflegeteam, eine interdisziplinäre Station zur Behandlung des diabetischen Fußsyndromes und drei Diabetes-Beraterinnen an der Seite der Patienten. Besonders wichtig seien auch, betont Chefarzt Dr. Moser, zahlreiche Kooperationen mit Hausärzten, Diabetologischen Schwerpunktpraxen und Fußambulanzen in der Region.
Dass dieses Netz aus Fachwissen unterschiedlichster Disziplinen „in zwei Richtungen wirkt“, bestätigt der Diabetologe auf Nachfrage. Diabetes sei, erklärt der Chefarzt, die einzige Volkskrankheit, die nur durch die uneingeschränkte Kooperation des Patienten in den Griff zu bekommen sei. Aus diesem Grund setzt das Konzept der Städtischen Krankenhauses – neben der fachmedizinischen Behandlung – vor allem auf die Information der Patienten. In einem eigenen Schulungsraum geben Diabetesberaterinnen und Ärzte Hinweise, die den Patienten helfen, auch nach dem Klinikaufenthalt bewusster und entsprechend ihrer Krankheit zu leben.
Nach Schätzungen der Deutschen Diabetes-Gesellschaft sind in Deutschland rund acht Millionen Menschen an Diabetes erkrankt. Die Chance, dass ein Patient, der aus welchem Grund auch immer, in ein Krankenhaus eingeliefert wird, an Diabetes leidet, steigt. Daher ist es eine Voraussetzung für die nun erfolgte Zertifizierung des Städtischen Krankenhauses, dass die Behandlung an die besonderen Bedürfnisse der Diabetes-Kranken angepasst wird. Für betroffene Patienten am Krankenhaus Pirmasens bedeutet diese Auszeichnung zudem, dass die Parameter ihrer Stoffwechselkrankheit erfasst und fortlaufend beobachtet werden. Selbstverständlich werde dabei auch der HbA1c-Wert ermittelt, der die Blutzuckerwerte über einen längeren Zeitrum widerspiegelt.
Davon, dass sich der große Verwaltungsaufwand, der an das Erfassen und Verarbeiten aller Daten und Werte geknüpft ist, lohnt, ist Dr. Moser überzeugt: „Unsere Behandlungsqualität wird zweimal im Jahr mit der von 100 anderen spezialisierten Fachabteilungen in Deutschland verglichen. Wir haben damit ein genaues Maß für die eigene Behandlungsqualität und die der zuweisenden Ärzte“. Patienten am Städtischen Krankenhaus Pirmasens können also sicher sein, dass „ihre Klinik“ den Vergleich mit anderen, ebenfalls zertifizierten Häusern nicht zu scheuen braucht. In dieser Transparenz sieht Dr. Moser auch den grundsätzlichen Sinn einer Zertifizierung nach DDG-Richtlinien: „Für unsere Patienten ist es wichtig, dass sie einen Anhaltspunkt haben, wie groß die Erfahrung einer gewählte Klinik bei der notwendigen Behandlung ist“, erläutert Dr. Moser. „Zertifizierungen bieten hierfür eine wichtige Orientierung.“
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