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Merkel und Seehofer betonen soziale Balance

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Merkel und Seehofer betonen soziale Balance

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Nach der FDP haben auch die kleinen Parteitage von CDU und CSU den schwarz-gelben Koalitionsvertrag ohne Gegenstimme gebilligt. Kurz vor der geplanten Unterzeichnung segneten die Delegierten das Vertragswerk am Montag ab. Bei der CDU in Berlin enthielten sich zwei Delegierte, bei der CSU in München war das Ergebnis einstimmig.

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45 Kommentare

Kommentare zu Merkel und Seehofer betonen soziale Balance

 

PedegarPedegaram 05.11.09


Panikmache! Es könnte genug für alle da sein.

Wer Geschichtsbildung besitzt, weiß, dass der Kapitalismus kein neues, innovatives System ist. Er geht im Wesentlichen auf das Mittelalter und die frühe Neuzeit zurück, ist überkommen und verschwendet Ressourchen.

Auf jede konsumierte Einheit kommen 5-10 Einheiten, die ungenutzt vernichtet werden, um Preis- und Nachfragestabilität un damit Wirtschaftswachstum zu erreichen. D.h., dass das 5-10fache der vorhandenen Ressourcen in die Tonne getreten werden, ohne dass sie genutzt werden; daher Welthunger und soziale Ungerechtigkeit.

Wer etwas von Physik versteht, der kennt den Energieerhaltungssatz, der auch im übertragenen Sinn auf die Wirtschaft angewandt werden kann: die Gesamtmenge von Rohstoffen, Waren und Kapital können sich in einem abgeschlossenen System nicht ändern - sie können nur in jeweils andere Formen überführt werden.

Insofern ist globales Wachstum überhaupt nicht möglich, obgleich es angepriesen wird. Was man auf der einen Seite verteilt, muss man auf der anderen Seite wegnehmen. Kapitalismus ist nichts anderes als ständige Umverteilung von vorhanden Ressourcen. Dabei gibt es Gewinner und Verlierer, aber insgesamt werden wir dadurch nicht reicher.

Dieses System muss am Ende durch ein anderes ersetzt werden, sobald die Grenzen erreicht sind. Mit der Globalisierung SIND die Grenzen erreicht. Ein globaler Zusammenbruch ist zwangsläufig. Dann muss es zu einem Wandel kommen; das ist nicht vermeidbar.

Die einzige Frage, die sich stellt: generieren wir im gesellschaftlichen Konsens eine neue, gerechte Gesellschaft rechtzeitig oder warten wir auf den Zusammenbruch und schauen, wer es überlebt?

lunapiena41lunapiena41am 05.11.09


Pedagar,

zu 1
die Momentaufnahme ist aber Realität. Leider können wir nicht dem nachweinen was vor 2-3 Jahren noch war. Die Arbeitsplätze bei den großen verschwinden wie der Schnee in der Sonne schmilzt. Die großen verschwinden aus unserem Land und verlagern ihre Arbeitsplätze. Du schreibst wir hatten ein wachsendes Bruttoinlandsprodukt. Fragt sich nur, wachsend zu was und zu welcher Zeit.

das gleiche gilt für 2 gewachsen zu wann und was?

zu3
vor x Jahren waren wir stark im Export unserer herausragenden Technologien. Auch in diesem Rennen liegen wir inzwischen nicht mehr vorne.

Das es kein Zurück sondern nur ein Vorwärts geben darf, versteht sich von selbst, aber bis heute hat es keiner nachgewiesen wie es denn gehen sollte. Was soll man zB machen wenn Firmen wie Nokia auswandern?

lunapiena41lunapiena41am 05.11.09


Pedagar,

zu 1
die Momentaufnahme ist aber Realität. Leider können wir nicht dem nachweinen was vor 2-3 Jahren noch war. Die Arbeitsplätze bei den großen verschwinden wie der Schnee in der Sonne schmilzt. Die großen verschwinden aus unserem Land und verlagern ihre Arbeitsplätze. Du schreibst wir hatten ein wachsendes Bruttoinlandsprodukt. Fragt sich nur, wachsend zu was und zu welcher Zeit.

das gleiche gilt für 2 gewachsen zu wann und was?

zu3
vor x Jahren waren wir stark im Export unserer herausragenden Technologien. Auch in diesem Rennen liegen wir inzwischen nicht mehr vorne.

Das es kein Zurück sondern nur ein Vorwärts geben darf, versteht sich von selbst, aber bis heute hat es keiner nachgewiesen wie es denn gehen sollte. Was soll man zB machen wenn Firmen wie Nokia auswandern?

PedegarPedegaram 05.11.09


1. " im Gegensatz zu damals keine goldenen Wirtschaftjahre mehr."
Das stimmt nicht, denn wir haben nach wie vor (mit Ausnahme dieser Momentaufnahme) ein Wirtschaftswachstum und steigendes Bruttoinlandsprodukt.

2. "Hinzu kommt das damals der Binnenmarkt noch weitaus besser größer und ertragsreicher war als heute".
Der Binnenmarkt ist gewachsen - durch den Fall des eisernen Vorhangs.

3. "Die Globalisierung hat uns zwar zum Exportweltmeister gemacht"
Soweit ich weiß sind wir schon seit 25 Jahren Exportweltmeister - mit Unterbrechungen.

Es soll kein Zurück geben, sondern ein Vorwärts. Der Neoliberalismus ist der Weg zurück ins 19. Jahrhundert.

Leider werden Personen, die eine gerechtere Gesellschaft propagieren als blauäugige Naivlinge betrachtet. In Wirklichkeit ist aber die Naivität bei den Anderen, die sich von den Kapitalisten einreden lassen, dass es nicht anders geht als nach ihrer Pfeife.

lunapiena41lunapiena41am 05.11.09


Schöne Idee,

und ich bezweifle nicht das diese 69- 80 funktioniert hat. Leider haben wir im Gegensatz zu damals keine goldenen Wirtschaftjahre mehr.

Hinzu kommt das damals der Binnenmarkt noch weitaus besser größer und ertragsreicher war als heute. Die Globalisierung hat uns zwar zum Exportweltmeister gemacht aber deshalb sicherlich nicht unbedingt besser gestellt.

Leider mußte sich D aus vielen Faktoren heraus angleichen. Genau das ist doch das Handycap. Ein zurück kann es nicht geben, denn dann müssten wir als erstes Internet und das internationale Telefonnetz abschaffen.

Wenn es so einfach wäre, hätten es sicherlich schon Millionen gemacht. Leider ist es nicht so.

PedegarPedegaram 05.11.09


Ich schlage vor, dass die Mittelschicht sich mit den Unterprivilegierten solidarisiert; damit wird den 90% Kapital der Superreichen auf der einen Seite 90% der Bevölkerung auf der anderen Seite entgegengestellt. Das wäre ein guter Aus-gleich für einen Ver-gleich zwischen Kapital und Gesellschaft.

Diese Art der Solidarität hat schon einmal zwischen ca. 1969 und 1980 funktioniert und dazu geführt, dass es Wohlstand für alle gab.

lunapiena41lunapiena41am 05.11.09


Du hast fast recht.

Nur wir lassen uns nicht manipulieren, sondern wir werden manipuliert. Du hast als kleiner Angestellter, Kleinunternehmer oder Unternehmer in der Dienstleistung nämlich nicht die Chance mal den Staat unter Druck zu setzen indem du ihm als Bäcker sagst, ha wenn ihr nicht pariert dann schließe ich schick die 200 Mitarbeiter zur Argentur für Arbeit und ich backe meine Brötchen dann in Rumänien oder Polen wo die Arbeitskräfte ein Drittel kosten um sie dann weltweit zu exportieren. Das gleiche gilt z.B. für den Pflegebereich oder anderen Dienstleistungen.

Deshalb, gib doch den Leuten mal einen Rat was sie tun sollen, aufhören, schließen und zur Arge gehen, wo man dann monatlich püntlich seine "Rente" bekommt und somit zwar mit einer kleinen aber immerhin sicherer Existenz leben kann.. ´

ODER WAS SCHLAGT IHR DENN VOR?

PedegarPedegaram 05.11.09


Die Mittelschichtler sind die Zugpferde und Wagen-Ochsen der Kapitalisten. Für die fallen nämlich einige Krümel mehr von der Tafel ab als für die Unterschicht. Das erfüllt sie mit derart großer Dankbarkeit, dass sie sich bereitwillig formen und manipulieren lassen und jeder Maßnahme zustimmen, die die Gewinne der Großkapitalisten noch steigert.
Denn für jeden Hummer an der Tafel der Kapitalisten fällt ein Krümel für die Armen und 5 Krümel für die Mittelschicht ab.

lunapiena41lunapiena41am 05.11.09


Pedegar

dein Statement über Kapitalismus ist zu 100% richtig.

Nur eines übersehen diejenigen die einen Sozialismus oder Kommunismus anstreben oder möchten immer gerne, nämlich das die mittlere Schicht nicht zu den Bonzen gehört.

Sie möchte aber auch nicht durch fatale politische Fehler in die Unterschicht rutschen. Somit bleibt der Mittelschicht entweder den Angestellten mittleren Einkommen oder kleinen und mittleren Unternehmen, was Gott sei Dank immer noch einen Großteil der Bevölkerung ausmacht,keine andere Wahl als sich mit dem vorhandenen Kapitalisimus zu arangieren und sich gegen den von vielen neuerdings hochgelobten Sozialismus, Kommunismus und eine Planwirtschaft zu wehren.

Zu dieser Wehr gehört auch, dass Soziales sozial bleiben muß, dass Bedürftige unterstützt werden und auch Eigentum wieder geschützt werden muß.

Es kann nicht sein, dass Menschen die xx Jahrzehnte in dieses marode System eingezahlt haben sagen wir über Nacht mit denen gleichgestellt werden die noch nie gearbeitet haben. Hartz4 ist für mich Zwangsenteignung auf Etappen. Das aktuell Harzt4 Empfänger keinen Besitz haben ist doch klar wie Klopsbrühe. Den hätte ich, wenn ich in dieses Loch rutschen müsste sicherlich auch nicht mehr.

Es müssten sich alle, die eigentlich diejenigen sind, dass es in D überhaupt noch irgend etwas soziales gibt zusammenschließen und dem Staat und der Regierung zeigen wo der Hammer hängt. Vielleicht würde sich dann was ändern und die Bonzen würden die stärksten Rädchen im Getriebe wieder mehr beachten.

PedegarPedegaram 05.11.09


Piggies

Have you seen the little piggies
Crawling in the dirt
And for all the little piggies
Life is getting worse
Always having dirt to play around in.

Have you seen the bigger piggies
In their starched white shirts
You will find the bigger piggies
Stirring up the dirt
Always have clean shirts to play around in.

In their styes with all their backing
They don't care what goes on around
In their eyes there's something lacking
What they need's a damn good whacking.

Everywhere there's lots of piggies
Living piggy lives
You can see them out for dinner
With their piggy wives
Clutching forks and knives to eat their bacon.

(Beatles, 1968)

PedegarPedegaram 05.11.09


@ Luna:

was du nicht anerkennen willst - und viele mit dir übersehen - ist, dass Kapitalismus ausschließlich auf der Basis privater Gewinnmaximierung und persönlicher Bereicherung funktioniert. Das ist kein Vorwurf, das ist einfach der Antrieb des Ganzen. Die Marktwirtschaft versucht aus diesem, eigentlich für die Volkswirtschaftlich schädlichen Prinzip, ein nützliches zu machen, indem man politisch eingreift und umverteilt. Das ist der Sinn von Marktpolitik. Wenn nun die Politik sich aber - wie im Neoliberalismus gefordert - zurückzieht, dann ist die politische Marktwirtschaft tot und es herrscht persönliche Bereicherung und private Gewinnmaximierung - purer Kapitalismus.
Das ist keine These, sondern eine einfache Analyse. Das sagen nicht nur Linke - deshalb zitiere ich so gern das Ahlener Programm der CDU.
Und die Verabschiedung von der (sozialen) MArktwirtschaft erleben wir gerade - das ist es, wovor wir schlicht und einfach warnen.

Ich kann das Ganze aber auch einfacher ausdrücken:
Kapitalismus ist, wenn die fetten Bonzen an der Tafel sitzen und spreisen; wenn vom Tisch Krümel auf den Boden fallen, dann ist das der Ertrag für das Gemeinwesen. Wenn die Tafel der Bonzen weniger üppig ausfällt, dann fallen auch weniger Krümel runter. Das ist momentan der Fall und bedeutet im realen Leben: Kürzung von Sozialleistungen.

Grund für die Kürzungen - und das solltest du jetzt begriffen haben - ist einzig und allein die Profitgier der Kapitalisten.

"Das Problem mit dem Kapitalismus sind die Kapitalisten. Sie sind so unglaublich gierig." (US-Präsident Hoover 1929-1933)

lunapiena41lunapiena41am 04.11.09


AS

da hast du mal zu 200% recht. Die Welt besteht nicht aus deinen oder meinen paar Bekannten und Verwandten.

Das gilt aber für beide Seiten. Auch deine ständigen negativen Beispiele gelten nicht für 82 mio. Bevölkerung.

Ach im übrigen wo bleiben denn all die willigen Leute die sooooooooo gerne arbeiten würden wenn es nur nicht für einen Hungerlohn wäre??

Im übrigen, ´Gott sei danke denken viele kleine und mittlere Unternehmer ähnlich wie ich, sonst wären nämlich auch die Arbeitsplätze nicht mehr vorhanden. Du siehst doch was die Großen praktizieren. Siehe Quelle und bald auch Opel. Die interessieren sich nämlich nicht was mit irgend einem kleinen Arbeiter passiert. Kleineren und mittleren Unternehmern, die ihre Mitarbeiter noch beim Namen kennen interessiert es schon.

Genau deshalb können wir uns keiner ständigen Jammerei anschliesen. Wir brauchen unsere Energien in anderen Richtungen. Die meisten kleinen und mittleren Unternehmer kämpfen nämlich nicht nur für ihre Firma sondern auch um die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter.

Alter_SackAlter_Sackam 04.11.09


Wieso sollte man dir jemanden schicken, wenn dein Mann Bestattungsunternehmer ist? Hör' auf mit deinen Märchen, die kauft dir eh keiner mehr ab.

lunapiena41lunapiena41am 04.11.09


AS lass es gut sein

fragt sich wer hier doof ist. Lebe deine Glas ist halb leer Strategie weiter. Du willst keine andere Meinung hören. Du glaubst nicht mal das du in der Scheiße bist auch wenn du mit beiden Füßen drin stehst.

Geh raus schau hin und wenn du schon so viel für die vielen Armen tun willst, dann geh in die Archen hilf dort mit, dann tust du was sinnvolles für einen guten Zweck und hilfst den Richtigen.

Du solltest die Dinge praktisch anwenden, nicht nur hier soziales und unsoziales beschreiben.

Alter_SackAlter_Sackam 04.11.09


Luna, bist du wirklich so doof oder tust du nur so? Jeder kann irgendwelche Beispiele aus dem realen Leben bringen, Beispiele der verschiedensten Art und mit den unterschiedlchsten Aussagen. Und daraus konstruierst du dann Allgemeingültigkeiten, oder was? Ich mach' das jetzt mal. Wenn ich dich als Beispiel für die deutsche Unternehmerschaft sehe, dann wird mir Angst und Bange.

lunapiena41lunapiena41am 04.11.09


Nehmt doch mal...

lunapiena41lunapiena41am 04.11.09


was wurde wo wiederlegt..

es werden immer nur irgendwelche Statistiken angeführt. Nemmt doch mal Beispiele aus dem realen Leben, dann hat man eine ehrliche Basis einer Diskussion.

PedegarPedegaram 04.11.09


Ja. Wenn die Quote der "Arbeitsverweigerer" über die gesellschaftliche "Normalverteilung" schwappt, dann ist das keine individuelle Schuldfrage mehr, sondern dann hat das seine Gründe in gesellschaftssozialen Faktoren.

Das ist hier der Fall. Unsere Gesellschaft ist in Schieflage, deshalb kommt es zu Auswüchsen.

lunapiena41lunapiena41am 03.11.09


Da hast du recht.. ich weiß es nicht...

Und du weißt es..??

PedegarPedegaram 03.11.09


Nein, aber es ist stets und immer ein Zeichen von Halbwissen trotz aller gegenteiligen Indizien an seinem sturen Weg festzuhalten. Ich erinnere dich an die eine oder andere Diskussion, in der du widerlegt wurdest und mit einem trotzigen "egal" gekontert hast.


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