4.3SPD vor Parteitag auf neuem Umfragetief
Eingestellt vonKarl
am 13.11.09in Politik via saarbruecker-zeitung.de Vor ihrem Dresdner Parteitag hat die SPD weiter an Zuspruch in der Bevölkerung verloren. Laut einer am Freitag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des ARD-«Morgenmagazins» kommt die Partei bei der Sonntagsfrage nur noch auf 21 Prozent.Auf saarbruecker-zeitung.de weiterlesen
Kommentare zu SPD vor Parteitag auf neuem Umfragetief
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Der Bundesparteitag kann die Wende sein. Die beste Rede - wenngleich weitgehend in der Öffentlichkeit unbeachtet - war die von Erhard Eppler. Wenn die von der Mehrzahl der Delegierten verstanden wurde, ist die SPD in spätestens 8 Jahren wieder in Regierungsverantwortung.
Da war eine Rednerin, ich weiß nicht mehr woher, schrieb den Delegierten folgendes ins Stammbuch :
"Bitte lasst Euch von den Geschäftsstellen jede Kündigung mit der Begründung für die Kündigung des Mitgliedes vorlegen. Nur so erfahrt Ihr, was an der Basis passiert !"
Applaus von mir, 3 Tage lang, Applaus von den Anwesenden, schwach und fast gelangweilt.
Die SPD wird auch nach dem Parteitag nicht aus dem Umfrage- und Stimmungstief herauskommen. Wie Theophil richtig geschrieben hat war keiner Mann's genug aufzustehen und die Fehler der Vergangenheit konkret beim Namen zu nennen. Statt dessen wird herum geeiert und nach Formulierungen gesucht um bloß niemanden rechts, links und in der Mitte zu vergrätzen. Ein Forumsteilnehmer hat geschrieben : Die SPD hechelt Oskar hinterher. Wenn's bloß so wäre, dann hätte die Partei endlich ein Profil, aber diese Chance hat Müntefering leichtfertig versiebt. Die Tatsache, dass die ausgewiesenen Parteilinken, Nahles und Schreiner, bei der Wahl zum Vorstand bzw. Beirat mit die schlechtesten Ergebnisse erzielten macht deutlich, dass es den Delegierten der Partei bei ca. 20 % recht gut gefällt und sie da auch noch ein bisschen bleiben möchten, was die Basis will ist den Damen und Herren völlig egal.
Hi Theophil, Linex hat so unrecht nicht. Auch mein Bedauern dafür, dass diese Partei den Bach runter geht wie Du formulierst, rührt mich kaum. Warum? Weil die SPD, in 5 Jahren sind 100 voll, schon seit 1914 die Gedanken von W.Liebknecht und A. Bebel mit den Kriegskrediten über Bord geworfen hat.
Ansonsten sind Deine Ausführungen bemerkens- und bewertens wert. Mach weiter so.
Linex schreibt:
die SPD hechelt nun gänzlich dem Oskar hinterher.
Sie haben die falsche Übertragung( Berichterstattung gesehen, wenn überhaupt !
Ich weiß nicht ob Sie sich nun freuen, dass eine große Partei den Bach hinunter geht oder sich mehr den Neoliberalen in der SPD hinzurechnen, auch Oskar könnte diese Partei nicht mehr reanimieren und deshalb wäre auch ein Hinterherhecheln verlorene Liebesmühe.
Auch der Parteitag macht keine großen Hoffnungen für eine Trendwende. Wenn man die Reden mitverfolgt (auf Kanal "Phönix"), so muss einem der Kopf platzen vor den gewaltsam hoffnungsvollen Perspektiven der Einzelnen Vordenker.
Die SPD müsse sich den Aufgaben des 21. Jahrhunderts stellen und ihre Wähler in der Mitte suchen. (Gabriel)
Man kann es kaum glauben, eben erst hat die SPD gegen die Stirn geklopft bekommen, die Parteibosse (immer noch zu viele Restbestände der Schröder / Müntefering-Aera) jedoch schütteln sich und weiter gehts. Schlimm ist es auch, dass keiner von den Deligierten aufsteht und mannhaft die Stimme gegen Gabriel, Scholz und Münterering erhebt. Im Gegenteil, die etwa 3 cm links von der Mitte befindliche Nahles wird abgestraft.
Es wird so sein wie ich schon pessimistisch angenommen habe, der Reinigungsprozess wird erst bei 15 % ansetzen
Schade
die SPD hechelt nun gänzlich dem Oskar hinterher, merkt aber nicht, dass dort der Platz immer enger wird.
Antworten auf brennende Zukunftsfragen: 0,00
dafür eine heimeliges Schwelgen in virtuellen Gerechtigkeitsfragen - schöne neue Welt - es wird alles gut und hinter den Kulissen werden die Spaten geschärft - der Spaltpilz bekommt noch mehr Nahrung
die SozialSozialen können sich bei der nächsten Wahl auf 10% freuen
sorry
Gruß
Linex
Sie haben jetzt jahrelang in und mit der Mitte gekuschelt. Und, wo hat's hingeführt? Die eigene Wählerschaft ist ihnen tausendfach davon gelaufen. Nicht anders sieht's mit den Mitgliedern aus. Wer da schon wieder nach der Mitte schreit, hat wirklich den Knall nicht gehört.
in der Mitte kann keiner ankommen. Wer will in Uferschlamm warten???
Wie konnte dies nur passieren bei dem Fachpersonal:
Maas, Schröder, Münte, Stengel
ich versteh dass nicht
37% der Anhänger sind für eine stärkere Orientierung in die Mitte, nur 22% für einen Schwenk nach links.
Na, was wollt ihr Genossen euch denn noch mehr als bislang in die Mitte orientieren???
Vier Parteien buhlen um die 40-50% der Wähler, die sich in der politischen Mitte aufhalten und die Wähler links davon "verschenkt" die SPD an andere.
Ob das eine kluge und weitsichtige Strategie ist?
Was hat denn die SPD erwartet, nach der Selbsternennung von Steinmeier zum "Oppositionsführer" und den Wahllügen in Thüringen und Saarland.
Ich habe den Eindruck, die Partei ist immer noch nicht in der Realität angekommen. Sorry liebe SPD-Mitglieder, aber wenn Ihr Euch so verarschen lasst, habt Ihr nichts anderes verdient.
Trotzdem ein schönes Wochenende und Euer Parteitag wird so enden, die die Umfragewerte, nämlich im Keller.
die SPD sackt immer weiter ab - bald unter 15%
FDP und GRUENE schon viel staerker zusammen als diese Arbeiterpartei, die keiner mehr braucht