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Amoklauf Winnenden: Vater von Tim K. trägt Mitschuld?

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Amoklauf Winnenden: Vater von Tim K. trägt Mitschuld?

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Eingestellt vonam 05.12.09in Politik via vip-chicks.de

Wie das Magazin „Focus“ berichtet, so hätte der Vater von Tim K. den Amoklauf in Winnenden, welcher für so viel Trauer und Entsetzen sorgte, nach Beurteilung der Staatsanwaltschaft verhindern können, wobei sich das Magazin „Focus“ auf die Anklageschrift bei Gericht beruft.

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18 Kommentare

Kommentare zu Amoklauf Winnenden: Vater von Tim K. trägt Mitschuld?

 

lunapiena41lunapiena41am 08.12.09


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lunapiena41lunapiena41am 08.12.09


SL

du hast rechtlich sicherlich recht. Wie du erkannt hast sehe ich die Sache von 2 Seiten. Der rechtlichen die sicherlich hart und auch in diesem Fall angebracht sind, als auch die menschliche Seite.

Na ja schauen wir mal wie unsere Richter entscheiden. Leider kommt es oft mal vor dass man für den Diebstahl eines Kaugummis härter bestraft wird, als für eine Körperverletzung. Hoffen wir dass der Richter das richtig Mittelmaß für diese verdammt komplizierte Lage findet.

Liebe Grüße LP

SweetLawyerSweetLawyeram 08.12.09


Morgen Luna, ich kann deine Sicht als Elternteil verstehen, aber ich befürchte, das mit "Gnade vor Recht" ist so eine Sache. Rein rechtlich betrachtet hat der Vater mit seinem grob fahrlässigen Verhalten die Tat seines Sohnes erst einmal ermöglicht. Punkt. Die rechtliche Vorhersehbarkeit war ihm zuzumuten - menschlich gesehen mag das natürlich etwas anderes sein. Auch wenn zero1000 in diesem Zusammenhang anderer Meinung ist, so kann ich mir vorstellen, dass das Verfahren mit deutlicher Härte geführt werden wird - nicht allein schon deshalb, weil der Sohn für den Amoklauf nicht mehr selbst vor Gericht gestellt werden kann. Erfahrungswerte haben gezeigt, dass Opfer und Hinterbliebene besser mit dem Verlust umgehen können, wenn für sie die "Gerechtigkeit" in irgendeiner Form spürbar und prozessual aufgearbeitet wird. Für den Vater wird das vermutlich bedeuten, dass er, zwar im Ergebnis nicht durch die Justiz selbst wohl aber menschlich von seiner Umwelt, so behandelt werden wird, als hätte er selbst geschossen. Harte Zeiten. SL

lunapiena41lunapiena41am 08.12.09


Nele

und was ist mit meinen Küchenmesser, die Schneide 15 cm lang, was mit meinen Autoschlüsseln, was mit der Axt die vielleicht im Garten liegt, was mit der Sense oder Ähnlichem.

Diese Sachen (Sense,Axt,Kreissäge ect.) liegen allesamt in unserem Gartenschuppen. Was ist bei einem Einbruch, wenn die Sense entwendet wird und der Täter damit einen Menschen köpft?

Bin ich dann mit Schuld?

lunapiena41lunapiena41am 08.12.09


Der Vater ist mit Schuld, keine Frage. Vor allem deshalb weil er wußte, dass sein Sohn psychisch krank war.

Aber auch Campos hat ein bischen Recht. Ich stelle mir nur folgende Situation vor. Bei uns hängen zB. alle Autoschlüssel am Schlüsselbrett. Wenn mein Sohn sich als Minderjähriger die Schlüssel genommen hätte, ohne Führerschein losgefahren wäre und dabei einen Menschen getötet hätte, wäre ich wahrscheinlich mit Schuld gewesen. Zumindest nach dem Gesetz.

Aber mal ehrlich wer von allen Eltern, schließt sogar die Autoschlüssel weg? Ich weiß Autoschlüssel sind etwas andere als eine Waffe. Aber dennoch hätte Schlimmes passieren können.

Nun ich denke der Vater muß bestraft werden. Alleine der Grund dass sein Sohn durch seine Psyche unberechenbar war und er somit doppelt verantwortungslos gehandelt hat, ist ein Grund dafür.

Ansonsten sollte man in diesem Prozeß Gnade vor Recht ergehen lassen und die Strafe nicht in Unermessliche treiben.
Man bedenke dass auch er seinen Sohn den auch er sicherlich liebte, in diesem Masaker verloren hat.

zero1000zero1000am 06.12.09


overLine - bei allem Respekt - aber das ist ja wohl arg an den Tatsachen vorbei. Neleinlove hat eingangs schon richtig die Aufgaben eines S-Vereins dargestellt - mehr noch, S-Vereine weisen in fast jedem Treffen auf die besondere Verantwortung eines Waffenbesitzers hin.
Wenn ein Vater - ob der Junge nun psychisch krank war oder nicht - seine Ballergeräte rumliegen lässt - muss er sich der Verantwortung stellen, wenn damit etwas passiert. Wenn überdies noch Munition in Mengen zum Einsatz kommt, die wohl nicht gerade zum Hausgebrauch gehören, hat er sich ebenfalls dafür zu verantworten.

Das hat auch mit Sühneverfahren nichts zu tun - sondern ist rechtlich nicht mehr als richtig.

Wenn ein hoffnungsvoller Nachwuchs den Autoschlüssel vom gleichnamigen Brett nimmt, mit dem Offroader des Erziehungsberechtigten einen Bürgersteig entvölkert, dann ist der Erziehungsberechtigte zu belangen!

Egal, wie groß die "Trauer" ob der Tat und der Folgen des missratenen Sprosses auch sein mag!

SweetLawyerSweetLawyeram 06.12.09


Ganz ehrlich, overline, elterliches Vertrauen ist gut und schön und sicherlich für eine ordentliche Eltern-Kind-Beziehung notwendig. Das gilt mit Sicherheit für eine Menge Bereiche des Lebens. Der Schusswaffenbesitz benötigt allerdings nicht nur ein besonderes Vertrauen, sondern ist an Zuverlässigkeit, Verantwortung und Respekt gegenüber Lebewesen und Sachen gebunden. Jedes auch noch so kleine Fehlverhalten kann gravierende Folgen haben, was ich als Waffenbesitzer im Regelfall wissen muss. Und es ist ja nicht so, dass der Vater hier ein paar Patronen offen herumliegen lassen haben soll. Wäge doch mal den Anspruch an Vertrauen mit den eingetretenen Folgen ab. Zu welchem Ergebnis kommst du dann?
Eine ganz andere Frage ist jedoch, ob nicht vielleicht das Verfahren gegen den Vater ein bloßes "Sühneverfahren" ist, da der Sohn für die Tat nicht mehr belangt werden kann - entsprechend dem Motto: Wenigstens einer soll für die Tat Verantwortung übernehmen, damit die Angehörigen der Getöteten und Verletzten auf ihre Weise mit dem Drama abschließen können. SL

NeleinloveNeleinloveam 05.12.09


overLine, ich glaube, Schützenvereine sind auch dazu da, ihre "Schützlinge" während der Begleitung zu überprüfen. Es gibt da einige Auflagen, die nicht eingehalten worden sind, dafür wird auch eine umfangreiche Prüfung abgelegt. Wozu das Promborium, wenn sich keiner daran hält.

Einen Vater, dessen Sohn ein Massenmörder ist, für den kann ich kein Mitleid empfinden, tut mir leid. Denn irgendwas ist dort in der Familie wirklich richtig falsch gelaufen. Vielleicht gab es Waffen u. Schießstand anstatt Zeit u. Liebe für den Sohn.

NeleinloveNeleinloveam 05.12.09


overLine, ich glaube, Schützenvereine sind auch dazu da, ihre "Schützlinge" während der Begleitung zu überprüfen. Es gibt da einige Auflagen, die nicht eingehalten worden sind, dafür wird auch eine umfangreiche Prüfung abgelegt. Wozu das Promborium, wenn sich keiner daran hält.

Einen Vater, dessen Sohn ein Massenmörder ist, für den kann ich kein Mitleid empfinden, tut mir leid. Denn irgendwas ist dort in der Familie wirklich richtig falsch gelaufen. Vielleicht gab es Waffen u. Schießstand anstatt Zeit u. Liebe für den Sohn.

KranichheinerKranichheineram 05.12.09


overLine, mach die nichts draus, es gibt halt psychos die schiessen und andere die schreiben.

overLineoverLineam 05.12.09


Ja, klar @kalmar - und wenn einer schon am Boden liegt, da kann man verbal noch mal so richtig
zutreten ! Du bist in "guter" Gesellschaft. Diese Psyche ist uns von gewissen Straftätern aus jüngster Vergangenheit wohl bekannt ...Wie arm muß Dein Leben sein, dass Du Dich auf diese Stufe stellst

kalmarkalmaram 05.12.09


Oh ja, overLine. Da ging der Frauenmörder mit seiner Freundin in den dunklen Wald und das Mädchen sagte: "Oh, hier ist aber schauerlich, man kann richtig Angst kriegen."
Er tröste sie: "Stimmt. Und du hast es noch gut! Ich muss allein zurück."

NeleinloveNeleinloveam 05.12.09


Dann würde ich mal weiter gehen. Der Sohn muss doch den Kontakt zu seinem Elternhaus völlig verloren haben? Und die Eltern haben es nicht mal gemerkt?
Waffen gehören verschlossen u. Schlüssel sicher aufbewahrt. Nur wer in ein solches Drama mal involviert war, kann erzählen, wie schlimm es für die Angehörigen u. die Opfer auch, bis sie verletzt oder tot sind, ist.

NeleinloveNeleinloveam 05.12.09


Wie bitte? Ich kann nicht eine Waffe frei rumliegen haben, ob der Sohn psychisch krank ist oder nicht. Der freie Zugang zu einer Waffe kann jederzeit, z.B. auch bei einem Einbruch in einer Katastrophe enden. Das kriegen Sportschützen auch gelehrt.
Wie sollen sich die Angehörigen der Opfer erst fühlen, wenn dieser nachlässige Mann, der sich nicht mehr als mit Geld um seinen Sohn kümmerte, wie man aus vielen Zeugenaussagen entnehmen konnte?

overLineoverLineam 05.12.09


Vater und Sohn sind gemeinsam in einem Schützenverein ! Der Sohn zeigte sich verantwortungsvoll und hat sich nie unter den Augen des Vaters was zu Schulden kommen lassen ! Welcher Vater bezeugt seinem Junior "unbeugsames Vertrauen" und schließt alles vor im weg ? - ich nicht ! Natürlich, lt Gesetz hätte er es machen müssen, aber er vertraute seinem Jungen, ist das so verwerflich ??? Diese Familie hat doch inzwischen weiß Gott genug gebüßt !! ...von den Selbstvorwürfen des Vaters ganz zu schweigen, was haben diese Menschen durchgemacht, nicht nur die Hinterbliebenen der bedauenswerten Opfern !

pixel1962pixel1962am 05.12.09


Als ob der Mann nicht schon genug gestraft ist.So ein Blödsinn

KranichheinerKranichheineram 05.12.09


hinterher ist man immer schlauer.

KonradinKonradinam 05.12.09


Das ist doch wieder so eine Hexenjagd um den Mob(z.b. Aktionsbündnis Winnenden) zu befriedigen. Haben sich diese Vollidioten mal überlegt woher die 300 Schuß Munition kamen? Aus dem Nachtkästchen wohl kaum, d.h. Der kleine Psycho hatte Zugang zum Waffenschrank, was wiederum bedeutet daß er auch an die weggeschlossene Waffe gekommen wäre . Selbstverständlich hatt Tim´s Vater gegen die Aufbewahrungsvorschriften verstoßen und muß auch dafür bestraft werden, allerdings war das zu diesem Zeitpunkt nur eine Ordnungswiedrigkeit, aber verhindert hätte es rein gar nichts.


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