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Artikel Mythos Heilige Schrift – Die größten Bibel - Irrtümer

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Mythos Heilige Schrift – Die größten Bibel - Irrtümer

Mythos Nr. 1: Die Jungfrau Maria
Die Jungfräulichkeit Marias bei der Geburt ihres Sohnes Jesus ist zentraler Bestandteil des christlichen Glaubens. Allerdings erwähnen die meisten Schriften des Neuen Testaments gar keine Jungfrauengeburt. Nur Lukas und Matthäus berichten davon. Im Lukas-Evangelium verkündet ein Engel Maria, dass sie als Jungfrau den Messias gebären wird.
Jungfrau oder junge Frau?


Matthäus begründet die Jungfräulichkeit mit einem älteren hebräischen Bibeltext. Beim Propheten Jesaja heißt es: "Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären und sie wird ihm den Namen Immanuel geben." Doch hier handelt es sich um einen Übersetzungsfehler. Jesaja spricht von einer "alma", einer jungen Frau im heiratsfähigen Alter. Das Wort "alma" sagt nichts über die Jungfräulichkeit der Frau aus.
Anpassung an griechische Göttinnen In der griechischen Übersetzung wird "alma" dann mit "parthenos" übersetzt - es steht für "Jungfrau". So entstand der Mythos der Jungfrauengeburt Marias. "Auch viele griechischen Göttinnen waren häufig Jungfrauen, wenn sie Kinder bekamen", sagt der Buchautor Walter-Jörg Langbein. "Deswegen passte man
Maria an." Wahrscheinlich war sie eine ganz normale junge Frau, als sie Jesus zu Welt brachte.


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Mythos Nr. 2: Die heiligen drei Könige
In der Geschichte der heiligen drei Könige heißt es, dass zur Geburt Jesu ein Stern am Himmel erscheint. Die
Könige Kaspar, Melchior und Balthasar folgen ihm. Der Stern zieht vor ihnen her, bis sie an einen einsamen
Stall in der Stadt Bethlehem gelangen. Dort finden sie das Jesuskind in der Krippe. Diese Szene gehört zu den
beliebtesten Bildern des christlichen Glaubens.
Schlichte Astrologen
In der Bibel sucht man die Geschichte der heiligen drei Könige vergeblich. Nur eine einzige Textstelle im
Matthäus-Evangelium weist darauf hin: "Siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem." Von
Königen allerdings ist hier nicht die Rede. Im Original heißt es "Magoi", das bedeutet "Astrologen". Es werden
weder Zahlen noch Namen genannt. Heilig sind die drei auch nicht - ein Heiliger muss von der Katholischen
Kirche dazu erhoben werden, und das war bei den drei Königen nie der Fall.
Aus allen drei Kontinenten
In frühen Darstellungen kommen zunächst mal zwei, mal sogar vier Könige nach Bethlehem. Da man aber im
14. Jahrhundert glaubte, dass die Erde drei Kontinente habe, sollte schließlich aus jedem dieser Erdteile ein
König kommen, um das Christuskind zu verehren. Seit dem werden auf Bildern immer drei Könige abgebildet,
einer von ihnen ein Farbiger aus Afrika.


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Mythos Nr. 3: David und Goliath
David und Goliath gehören zu den bekanntesten Figuren des Alten Testaments. Der Kampf zwischen dem
Riesen und dem Hirtenjungen wird bis heute als Vergleich für ungleiche Gegner herangezogen.
Klein gegen Groß
Goliath ist der Vorkämpfer der Philister. Auf dem Schlachtfeld verhöhnt er Gott und das gegnerische Heer. Der
Hirtenjunge David hört die lästerlichen Äußerungen des Riesen. Nur mit einer Steinschleuder bewaffnet, tritt
er dem kampferprobten Riesen entgegen. Ein einziger, gut gezielter Stein bringt den überlegenen Goliath zu
Fall und tötet ihn.
Mit fremden Federn geschmückt
Im Alten Testament gibt es allerdings noch eine zweite Version der Geschichte. Im Zweiten Buch Samuel,
Kapitel 21, Vers 19, war es Elhanan, der Sohn Jairs aus Bethlehem, der Goliath zur Strecke brachte. Und
tatsächlich ist diese Geschichte viel älter: Sie entstand etwa 950 vor Christus, während die Version, in der
David Goliath bezwingt, erst um 580 vor Christus geschrieben wurde. Der Autor wollte den jungen David, der
später König von Israel werden sollte, heldenhaft erscheinen lassen und machte ihn deshalb kurzerhand zum
Sieger über Goliath.


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Mythos Nr. 4: Adam und Eva im Paradies
Auch bei einem anderen berühmten Paar der Bibel hat sich ein Fehler eingeschlichen. Adam und Eva leben der
Schöpfungsgeschichte nach im Garten Eden, in dessen Mitte sich ein Baum mit verbotenen Früchten befindet.
Von einer Schlange verführt, beißt Eva in einen Apfel und überredet auch Adam, davon zu essen. Die Folge:
Beide werden aus dem Paradies vertrieben.
Welche Frucht aßen sie?


Allerdings: Ein Apfel wird in der Bibel nicht erwähnt. Gott verbietet Adam und Eva lediglich, vom Baum in der
Mitte des Gartens zu essen. Die Frucht wird nie genannt. Wie kam also der Apfel ins Paradies?
Der böse Apfel
Die Ur-Geschichte von Adam und Eva wurde zwischen dem zehnten und siebten Jahrhundert vor Christus auf
Hebräisch verfasst. Sie nennt keine konkrete Obstsorte. Der Apfel taucht erst im vierten Jahrhundert nach
Christus auf, in einer lateinischen Übersetzung der Bibel. Apfel heißt auf lateinisch "malum". Das kann
allerdings auch "das Böse" bedeuten. So wurde aus "der verbotenen Frucht" ein Apfel.


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Mythos Nr. 5: "Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr…“
Im Matthäus-Evangelium, Kapitel 10, Vers 25 sagt Jesus: "Es ist leichter, dass ein Kamel durch das Öhr der
Nadel geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt." Hat er wirklich eine solch blumige
Übertreibung benutzt, oder handelt es sich auch hier um einen Übersetzungsfehler?
Blumige Sprache
Tatsächlich unterscheidet sich das griechische Wort für Kamel nur durch einen Vokal von dem Wort
"Schiffstau". Die Wahrscheinlichkeit für einen Übersetzungsfehler ist also nicht gering. Trotzdem vermuten
viele Bibelforscher, Jesus habe tatsächlich "Kamel durch Nadelöhr" gesagt. Jesus sprach Aramäisch. Die
Sprache gilt als äußerst blumig und die damaligen Redewendungen beinhalteten viele Übertreibungen. Ein
Vergleich wie „ein Kamel durch ein Nadelöhr zwängen" war keine Besonderheit.
Auch im altjüdischen Talmud wird eine ähnliche Formulierung verwendet. Hier ist von einem Elefanten die
Rede, der nicht durch ein Nadelöhr passt.


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Mythos Nr. 6: Die Hölle
Nach Ansicht vieler Christen kommen die Seelen von Sündern nach dem Jüngsten Gericht in die Hölle. Dort
werden sie für den Rest der Ewigkeit gequält und gefoltert.
Diese Vorstellung ist stark von der Offenbarung des Johannes geprägt. Sie besagt, dass nach der Apokalypse
alle Sünder in einen feurigen Pfuhl geworfen werden und dort den zweiten Tod erleiden.
Wanderprediger verbreiteten Angst
Dieser feurige Pfuhl wird oft fälschlicherweise mit der Hölle gleichgesetzt. Doch die wird in der Bibel gar nicht
erwähnt; Jesus spricht lediglich von „Gehenna". Der Name ist hebräisch und bedeutet „Tal von Hinnom".
Dieses Tal ist ein realer Ort und liegt südlich von Jerusalem. Zu alttestamentlicher Zeit wurden hier bei
kultischen Handlungen dem Ammoniter-Gott Moloch Kinder geopfert. „Gehenna" wurde später einfach mit
„Hölle" übersetzt. Die schrecklichen und grausamen Vorstellungen von diesem Ort entstammen aber nicht der
Bibel, sondern wurden im Mittelalter durch Wanderprediger geprägt. Die Angst vor der Hölle sollte die
Menschen davon abhalten, zu sündigen.
Nach modernen Vorstellungen ist die Hölle ein Ort der Einsamkeit, an dem Gott nicht wirken kann.


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Mythos Nr. 7: Engel
Jedes Kind weiß, wie ein Engel aussieht: eine bildhübsche, junge Frau, manchmal auch ein Mann, in weißem,
langem Gewand mit großen Flügeln auf dem Rücken. Engel kommen zwar in der Bibel vor - dort
unterscheiden sie sich aber gravierend von unserer heutigen Vorstellung.
Vorstellungen gehen auseinander
In der Bibel sind Engel die Boten Gottes. Sie sind immer männlich und können nicht fliegen. Die göttlichen
Boten leben im Himmel und rufen, wie im Buch Mose, ihre Botschaft an die Menschen einfach herunter. Im
Buch Hiob nutzen sie eine Leiter für ihren Weg zur Erde. Mit unserer romantischen Vorstellung von geflügelten
Wesen hat das wenig zu tun.
Fabelwesen halten Einzug in die Bibel
Es gibt aber Wesen in der Bibel, die tatsächlich Flügel haben: die Cherubim. Allerdings sehen auch sie nicht
annähernd so aus, wie wir uns Engel heute vorstellen. Cherubim haben einen Tierkörper mit Menschengesicht.
Die Fabelwesen wurden aus der Mythenwelt Babylons übernommen und fanden so Einzug ins Christentum.


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Mythos Nr. 8: Das Kreuz
Das Kreuz ist DAS Symbol des christlichen Glaubens. Es symbolisiert den Opfertod Jesu Christi, der die Schuld
der Welt auf sich nimmt und stellvertretend für die Menschheit stirbt. Die Darstellung von Christus am Kreuz
ist auf der ganzen Welt bekannt. Kaum zu glauben, dass ein Kreuz in der Urbibel nie erwähnt wird.
Ein Übersetzungsfehler?
"Kreuz ist ein Übersetzungsfehler", sagt der Autor Walter-Jörg Langbein. "Im Original kommt das Wort in der
gesamten Bibel nicht vor." Die Schriften des Neuen Testaments sind in einer alten griechischer Sprache
aufgezeichnet worden. In allen vier Evangelien ist einstimmig von "stauros" die Rede, was auf Griechisch so
viel bedeutet wie "aufrecht stehender Stamm" oder "Pfahl".
Vom Pfahl zum Kreuz
In späteren Bibelübersetzungen wird "stauros" einfach als "Kreuz" übersetzt. Das bedeutet aber nicht, dass
Jesus nicht an einem Kreuz starb. Der senkrechte Pfahl blieb an der Hinrichtungsstätte und wurde immer
wieder benutzt. Der Verurteilte musste den Querbalken dort hintragen. Auf diesen Querbalken wurde er
festgenagelt und dann am dem Stamm emporgehoben.
Christliche Symbole
Die ältesten Darstellungen von Jesus mit einem Kreuz sind erst 500 Jahre nach seinem Tod angefertigt
worden. Die frühen Christen maßen dem Kreuz noch keine religiöse Bedeutung zu. Ihr Symbol war ein Fisch.
Dieser Fisch ist ein geheimer Code: Auf Griechisch bedeutet Fisch "Ichthys". Diese Buchstaben ergeben die
Initialen von "Jesus Christus - Gottes Sohn Erlöser. Das Kreuz bekommt erst im vierten Jahrhundert nach
Christi seine Bedeutung, als das Christentum im Römischen Reich als Staatsreligion anerkannt wird.


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Auszug aus
http://weltderwunder.de.msn.com/history-gallery.aspx?cp-documentid=151893575


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