Artikel Der Arbeitsmarkt heute: Jobtausch und Personalaustausch
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Das Internetportal FK REGIONAL möchte einer im Umbruch befindlichen Arbeitswelt, also einer neuen Arbeitskultur im 21. Jahrhundert Rechnung tragen und bietet in Abgrenzung zur gewohnten Jobbörse oder Arbeitsagentur mit Stellenangebote und Jobs, neue Perspektiven zum Thema Arbeitsplatztausch und Personalaustausch / Leiharbeit (Arbeitnehmerüberlassung) an.
Mit steigender Anzahl von Benutzern wird sich fkregional.de zu einer bundesweiten Jobtauschbörse entwickeln.
Keine 100% Lösung, aber ein weiteres Rädchen für mehr Beweglichkeit im 21. Jahrhundert.
Hier treffen sich zum Einen gleichgesinnte Arbeitnehmer, die eine neue Alternative für einen beruflichen Veränderungswunsch in Betracht ziehen und zum Anderen Arbeitgeber, bei denen eine gegenseitige Arbeitnehmerüberlassung längst keine Angst mehr verursacht, sondern als weitere Chance angesehen wird. Eine ständige Bedrohung des eigenen Arbeitsplatzes kann unsere Gesellschaft zersetzen, Beschäftigungssicherung ist daher nicht nur von hoher politischer Bedeutung, sondern gleichermaßen ein notwendiges unternehmerisches Ziel. Notwendige Veränderungen an heutige Gegebenheiten anpassen und für zukünftige Erfordernisse vorbereitet sein, das ist die Devise. Bewegungslose Unternehmen werden den anstehenden Anforderungen weder gerecht werden, noch neue Herausforderungen meistern können.
DIE ZIELE von fkregional.de
>>Veränderungswunsch einen Arbeitsplatz näher am Wohnort zu bekommen (Initiative AN)
Zum Einen verfolgt dieses Internetportal das Ziel, wechselwilligen Fach- und Führungskräften in Festanstellung einen Arbeitsplatz im Tauschverfahren (coll. job swap) „vor der Haustür“ zu ermöglichen, das bedeutet im regionalen Arbeitsmarkt eine Arbeitsstelle zu finden. Fach- und Führungskräfte, die weit entfernt vom Arbeitsplatz wohnen und deswegen u.a. wertvolle Zeit und viel Geld investieren müssen, soll mit Hilfe dieser Kommunikationsplattform die Suche nach adäquaten Tauschpartnern ermöglicht werden.
Einsparungspotential in der Startphase (Arbeitsplatztausch):
Schadstoffemissionen : CO2-Ausstoß, Verringerung von 150.000 t/Jahr .
Benzinverbrauch : Ca. 43 Millionen Liter Benzin/Jahr.
Pendlerpauschale : Eine Größenordnung von etwa 30 Mill. EUR/Jahr dürfte zu erreichen sein. (Beispielrechnung, siehe unten)
>>Veränderungswunsch nach neuen Regionen, neuen Herausforderungen (Initiative AN)
Zum Anderen zielt diese Jobtauschbörse auf umzugswillige Fach- und Führungskräfte, welche sich räumlich verändern möchten und eine andere Region in Deutschland kennenlernen wollen. Ergänzend zu einer herkömmlichen Arbeitsplatzsuche, soll auch für diesen Fall eine Alternative angeboten werden. Also eine weitere Chance seinen persönlichen Veränderungswunsch umzusetzen.
>>Fachkräfte im Unternehmen halten (Initiative AG)
Arbeitgeber die untereinander ein Verleih von Fach- und Führungskräften für vorteilhaft erachten, erhalten hier die Möglichkeit ein gegenseitiges Interesse anzuzeigen. Im Rahmen der viel diskutierten Beschäftigungssicherung wie auch einer Reduzierung von Kurzarbeit, soll eine bundesweit erhöhte Flexibilität erreicht werden (wird derzeit nur partiell praktiziert). Halbherzige und regional sehr begrenzte Verleihpraktiken müssen der Vergangenheit angehören. Unternehmen könnten z.B. in auftragsschwachen Zeiten ihre Fachkräfte an andere Unternehmen ausleihen. Das bedeutet, diese Unternehmen müssten sich nicht von ihren Fachkräften trennen (Fachkräftemangel). Die Personalbeschaffung bräuchte dann in besseren Zeiten nicht mit viel Aufwand und Kosten neue Fachkräfte, falls vorhanden, zu rekrutieren. Eine solche Arbeitnehmerüberlassung könnte beispielsweise tarifvertraglich geregelt werden oder auch individuell. Das AÜG erlaubt in diesem Zusammenhang einige Ausnahmen, wobei eine Anpassung dieser Ausnahmen durchaus zeitgemäß wäre.
DIE IDEE (der Ursprung)
JOBTAUSCH
Als ich neulich zur Arbeit fuhr, sah ich im morgendlichen Berufsverkehr wie einerseits viele Autofahrer meine Hausautobahn A2, Anschlussstelle Wunstorf/Luthe verlassen haben und andererseits genauso viele Verkehrsteilnehmer, so wie ich, in entgegen gesetzter Richtung auf die Autobahn auffuhren. Das Ziel der meisten Kraftfahrer war mit hoher Wahrscheinlichkeit die jeweilige Arbeitsstätte.
Bei dieser eigentlich eher unspektakulären Beobachtung kamen mir folgende zwei Gedanken in den Sinn :
... da fährt also die eine Fachkraft, beispielsweise ein Kraftfahrzeugmechaniker von Hannover (Wohnort) nach Bielefeld zu seiner Arbeitsstätte. Eine andere Fachkraft (ebenfalls Kfz-Mechaniker) fährt unterdessen entgegengesetzt von seinem Wohnort bei Bielefeld nach Misburg bei Hannover zur Arbeit.
oder ...
... eine Lagerfachkraft (eingesetzt in der Kommissionierung) fährt täglich von Dresden nach Chemnitz, die andere Fachkraft mit gleicher Qualifizierung von Chemnitz nach Dresden.
Stellt sich also die Frage, weshalb wechseln bzw. tauschen diese Fachkräfte nicht einfach ihren Arbeitsplatz ?
Die Vorteile liegen doch deutlich auf der Hand.
Beispiele, Vorteil für Fachkraft:
Einsparungen bei den Fahrtkosten , Einsparungen beim täglichen Zeitbedarf für den Hin- und Rückweg, weniger Stress, u.v.m..
Beispiele, Vorteil für Firma:
Zufriedener und motivierter Mitarbeiter, ausgeruhter Mitarbeiter, neues Know How, neue Ideen, u.v.m..
Beispiele, Vorteil für Staat und Gesellschaft:
Einsparungen bei der Pendlerpauschale, weniger stark befahrene Straßen / Autobahnen, weniger Stress, Stau, Unfälle, geringere Umweltbelastungen ( Lärm, u.s.w ), weniger Schadstoffemissionen (Klimaschutz, ...), u.v.m..
Antwort: Weil beide nichts voneinander wissen !!
Desweiteren gibt es ja auch Menschen, die sich räumlich verändern möchten. Auch für diese Gruppe, respektive auch für diesen Veränderungswunsch, wäre ein adäquater Tauschpartner eine Option zu einer gewöhnlichen Stellensuche. Für eine räumliche Veränderung, ob nun von Hamburg nach Freiburg, Frankfurt nach Berlin oder auch von München in den Raum Köln wäre mit dieser Kommunikationsplattform eine weitere Alternative, eine weitere Chance geschaffen, diesen persönlichen Wunsch zu verwirklichen.
Beispiel:
Zwei junge Menschen mit gleicher Qualifizierung (z.B. IT-Fachleute/Linux-Programmierer) möchten einmal in anderen Regionen von Deutschland arbeiten, die Stellensuche war bislang erfolglos. Sie nutzen die Alternative eines Tausches und können fortan ihr Wissen, ihre Erfahrungen, ihr Know How dem anderen Unternehmen zur Verfügung stellen und auch ihren persönlichen Wunsch umsetzen.
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Es gibt sicherlich eine Menge Berufe, eine Menge Spezialisten, für die ein Jobtausch eher nicht in Betracht kommt, aber es gibt wahrscheinlich mindestens genauso viele Berufe, bei denen ein Tausch prima klappen könnte. Davon ausgehend, dass ein solcher Personaltausch in der Anlaufphase nur sehr zögerlich starten wird und sich in den Köpfen vieler Beteiligter erst durchsetzen muss, darf man zumindest folgende Annahmen treffen. Zur Zeit sind in Deutschland etwa 40 Mill. Menschen berufstätig. Für viele Menschen wird ein Tausch, in diesem Sinne, aufgrund unterschiedlichster Kriterien nicht in Betracht kommen (spez. Qualifikationen, nicht geeignete Berufsgruppe, etc.). Andere Fach- und Führungskräfte haben zwar durchaus einen Veränderungswunsch, sind aber noch nicht bereit, einen Schritt in diese Richtung durchzuführen. Man kann also annehmen, dass anfänglich in 99,8 % aller Fälle ein Arbeitsplatztausch nicht erwogen wird.
Umkehrschluss, ein Arbeitsplatztausch für 0,2 % der Arbeitnehmer wäre durchaus denkbar! Es stünden folglich 80.000 potentielle Arbeitsplatz–Tauschpartner zur Verfügung.
Wenn davon nur 50 %, also 40.000 potenzielle Tauschpartner mit dem Pkw zur Arbeit fahren, wären täglich 40.000 Pkw`s weniger auf deutschen Straßen unterwegs. 40.000 Pkw`s mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 170 Gramm pro Kilometer. Bei einer täglichen Fahrtstrecke von 60 km (Hin-/Rückfahrt zur Arbeitsstätte), entspräche das einer täglichen Verringerung der Schadstoffemissionen von 408 t CO2 ( ca. 89.760 t / Jahr ) . Vermutlich entsprächen die Verringerungen von CO2-Ausstoß eher 150.000 t pro Jahr, da natürlich auch der öffentliche Nahverkehr eine Emissionsquelle darstellt. Wie man den Medien entnehmen kann, verursacht die Emissionsquelle „Verkehr“ ca. 19 % vom gesamten CO2 – Ausstoß in Deutschland.
Bei der Betrachtung Benzinverbrauch, wäre demzufolge eine potentielle Einsparung von etwa 43 Millionen Liter Benzin/Jahr möglich (60 km x 40.000 und durchschn. Benzinverbrauch 8 Ltr/100 km).
Die Einsparungen auf staatlicher Seite, bezogen auf die Pendlerpauschale und oben erwähnter Fahrtstrecke, dürften somit eine Größenordnung von etwa 30 Mill. EUR pro Jahr erreichen.
PERSONALAUSTAUSCH
Personalverleih // Überlassung von Fachkräften (AG)
…. als ergänzende Möglichkeit zur Kurzarbeit, ist eine Überlassung von Fachkräften eine durchaus pragmatische Alternative. DER Krise, aber auch konjunkturelle Krisen in einer Branche, im eigenen Betrieb, könnte man flexibler und fortschrittlicher entgegen treten.
Die Vorteile dieser ergänzenden Möglichkeit liegen (wie bereits beim Jobtausch) deutlich auf der Hand.
Arbeitnehmer (AN):
> Der Job bleibt bestehen (lieber pendeln als keine Arbeit mehr zu haben).
> volle Bezahlung (nicht nur Kurzarbeitergeld).
> Arbeitszeit und Gehalt bleiben bestehen.
> Der Arbeitsplatz ist nur temporär ein anderer.
Arbeitgeber (AG):
> Einsparung von Personalkosten (Verleihbetrieb).
> Kurzer Dienstweg, schnelle Reaktion auf eine entstandene Personalunterdeckung. Arbeitsagentur / Zeitarbeitsunternehmen können hier eher keine vergleichbaren Angebote machen (Ausleihbetrieb).
Das Angehen und das Umsetzen von dieser Alternative wird von vielen Arbeitgebern jedoch eher gar nicht bis selten erwogen. Wie auch immer, bereits heute gilt die Bestimmung des AÜG (§ 1, Absatz 3 Ziffer1). Das bedeutet, es bedarf keiner Erlaubnis zum gewerblichen Arbeitnehmerverleih, wenn Arbeitnehmerüberlassung zur Vermeidung von Kurzarbeit oder Entlassung zwischen zwei Unternehmen desselben Wirtschaftszweiges auf der Grundlage eines für beide geltenden Tarifvertrages erfolgt. Die Arbeitnehmerüberlassung vom eigenen Betrieb in einen anderen Betrieb ist eine noch äußerst rare Form der Leiharbeit, obwohl das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) diesbezüglich Möglichkeiten hergibt. Eine Anpassung / Erweiterung des AÜG auf heutige Gegebenheiten wäre sicherlich für alle Beteiligten hilfreich; branchenübergreifend ist hier das Stichwort!
Betriebe mit Interesse an einem vorübergehenden Personalaustausch, bekommen bei fkregional.de die Möglichkeit dieses anzuzeigen.
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