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STUDIE: Fast alle Hartz-IV-Empfänger wollen arbeiten

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STUDIE: Fast alle Hartz-IV-Empfänger wollen arbeiten

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Fast alle Hartz-IV-Empfänger bemühen sich einer Studie zufolge ernsthaft um Arbeit. Von den Langzeitarbeitslosen unter 56 Jahre stünden 90 Prozent für eine Beschäftigung zur Verfügung, berichtet die „Frankfurter Rundschau“ unter Berufung auf eine noch unveröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). „Das Problem ist

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68 Kommentare

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Kommentare zu STUDIE: Fast alle Hartz-IV-Empfänger wollen arbeiten

 

Alter_SackAlter_Sackam 10.02.10


Für alle, die lesen und begreifen können:
Grundgesetz
I. Die Grundrechte
Artikel 14
(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

Alter_SackAlter_Sackam 10.02.10


Von den im Dezmeber 2009 offiziell benannten 3,423 Mio Arbeitlosen waren 0,916 Mio in der Altergruppe von 50-65 Jahren. Also 27 % aller Arbeitslosen sind über 50 Jahre alt. Die Gruppe 15-25 Jahre umfasst mit 0,377 Mio gerade einmal 11 %. 25-50 Jahre sind 2,13 Mio, also 62 %, wobei hier der größte Teil über 40 Jahre ist. Der Trend, eher auf jüngere Arbeitnehmer zu setzen, bleibt also, anders als behauptet, bestehen, auch wenn es Einzelfälle gibt, wo es anders praktiziert wird. Das sind aber die absoluten Ausnahmen. Und daraus lässt sich auch erklären, warum gerade bei den älteren Arbeitslosen der "Wille" zur Arbeitsaufnahme nachlässt. Das ist wohl auch weniger Wille, als viel mehr die Erkenntnis, auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gefragt zu sein. Wer daran Zweifel hat, soltte vielleicht mal bei der BA nachfragen. Die werden diese Tatsache mit Sicherheit bestätigen.

lunapiena41lunapiena41am 10.02.10


zero

nicht?? Sorry deine Aussage wundert mich schon etwas. Wieso nichts?

lunapiena41lunapiena41am 10.02.10


Tja Pedegar

wer macht die ganze Arbeit die je nach Branche bis zu 50% weniger ist`?

Kann dein Chef sagen, Mr... diesen Monat kann ich sie nicht bezahlen, weil meine Debitoren mich noch nicht bezahlt haben? Kann er sagen, deine KK zahle ich später wenn mein Kunde mich bezahlt hat? Kann er sagen deine Lohnsteuern verschieben wir auf nächsten Monat da läuft das Geschäft wieder besser?

Und zu guter Letzt, Junge diesen Monat gibts kein Geld weil das Finanzamt seine Vorauszahlung will, die absolut nicht gesenkt wird, obwohl die Umsätze um 50% gesunken sind?

NEIN KANN ER NICHT...

Frag mal kleinere und mittlere Unternehmer was passiert wenn sie ihren "Verpflichtungen" nicht nachkommen, beim Finanzamt oder den Sozialversicherungen.

Finanzamt kappt die Konten, (Kontopfändung der meist sowieso hoffnungslos überzogenen Konten) die KK der Mitarbeiter melden Zwangsinsolvenz für dich an.. Nett nicht??

Am Ende gehen Mitarbeiter und Chef gemeinsam zur ARGE. Tolles Deutschland!!

lunapiena41lunapiena41am 10.02.10


.

lunapiena41lunapiena41am 10.02.10


Mr. Malwas

siehst du, deshalb haben wir immer noch ein geteiltes D.

In vielen anderen Regionen ist es nicht so. Somit kann man nicht alles gleichstellen. Genau das wird hier immer wieder verwechselt. Man kann München nicht mit Leipzig vergleichen oder umgekehrt.

Logisch dass es in einer Zone mit 14% AL zu anderen Problemen kommt als wenn man 4% hat.

Das an falschen Plätzen viel Geld reingepumpt wurde steht ausser Frage. Die Politik hat schlichweg versagt.

Was man nicht tun sollte, immer alles gleichstellen und gewisse Zonen im Osten grundsätzlich mit dem Westen vergleichen. Hier in unseren Regionen arbeitet keiner für 4 Euro, bei euch schon. (Leider)

lunapiena41lunapiena41am 10.02.10


Eigentum verpflichtet? Gegenüber wem?

PedegarPedegaram 10.02.10


Übrigens, nur mal als randständige Hintergrundinformation:

- 10% der bundesdeutschen Bevölkerung (die Reichen) besitzen 70% des Kapitals

- 15% besitzen gar nichts und/oder haben Schulden

- 75% (der Rest) teilt sich die übrigen 30% des Kapitals

Diese Schere klafft seit Jahren immer weiter auseinander und das steht dem Sozialstaat-Gedanken und dem Vefassungsauftrag "Eigentum verpflichtet" entgegen.

PedegarPedegaram 10.02.10


Lieber Vollmond41,

wir befinden uns ja auch in oder am Ende einer Weltwirtschaftskrise. Da haben Unternehmer Verluste. Aber nicht nur die! Auch die Arbeitnehmer haben Verluste, weil die Arbeitgeber die Lasten alzu gerne nach unten abwälzen. Das kann ich sogar verstehen! Der Staat wälzt seine Belastungen auch nach unten ab (Abgaben und Steuern).
Dumm nur, dass es immer das unterste Glied in der Hackordnung treffen muss.

Nur als Beispiel: Ich als Arbeitnehmer hatte 2006 erst 33%, 2007 nochmal 8% und 2010 erneut 14% Lohneinbußen zu verschmerzen. Ich bin kein Einzelfall. Welche Einkommenseinbußen hattet ihr Unternehmer im gleichen Zeitraum hinunehmen? Ich wette, es war weniger.

Das Problem ist doch, dass immer nur ein ganzer Kuchen zu verteilen ist. Aber der wird nicht prozentual verteilt, sondern so:
Staat und Unternehmer nehmen sich ihre Anteile - und was dann noch übrig bleibt, wird an die Arbeitnehmer verteilt. Wird der Kuchen kleinr (Wirtschaftskrise), versuchen Stat und Unternehmer, sich ihre "angestammten" Anteile zu sichern (man muss ja leben) und der zu verteilende Rest für Arbeitnehmer wird dann zwangsläufig kleiner (man muss ja nur funktionieren).

Muss das sein, dass ein "funktionierender" Arbeitnehmer bei gleicher Arbeitsleistung Jahr für Jahr Abstriche machen muss??? Wer macht denn schließlich die ganze Arbeit? Wird echt Zeit für einen Generalstreik!!! Und zwar so lange, dass es weh tut!

MrMalwasMrMalwasam 10.02.10


Hallo Luna,

das von Dir genannte Unternehmen ist nach meinen Erfahrungen, speziell hier in der Zone, eine, allerdings rühmliche, Ausnahme.
Die offizielle Arbeitslosigkeit in meiner Region liegt bei über 14%. Schöngerechnet, wie es sich versteht!
Der Altersdurchschnitt in meiner Region liegt, da innerhalb von 20 Jahren von fast 140.000 Einwohnern mehr als 40.000 abgewandert sind, bei ca. 47 Jahren.
Nun darfst Du raten, welche Altersgruppe die Masse der Langzeitarbeitslosen stellt.
Und das ist, da ich fast 20 Jahre im Außendienst herumgekommen bin, nach meiner Erfahrung zumindest im Osten die Regel.
Beipiele: Osterzgebirge, Lausitz, Mecklenburg-Vorpommern, Kyffhäuserkreis, Magdeburger Börde, Region Halle-Bitterfeld, Altenburger Land bzw. ganz Ostthüringen, Brandenburg/über Berlin hinaus.
Man kann die Aufzählung fortsetzen. Die Leute wollen arbeiten, können aber nicht, da diese Regionen "treuhänderisch" planiert und nicht wieder industriealisiert wurden.
Man hat zwar Milliarden hier reingepumpt, aber zum großen Teil in Prestigeobjekte, in die Mehrfachsanierung von Straßen und Autobahnen, in "Gewerbegebiete", die als beleuchtete Schafweiden vor sich hinvegetieren, in mehrfach überdimensionierte Klärwerke usw. Was speziell auf den drei letztgenannten Gebieten an ökonomischem Schwachsinn bis hin zur Geldvernichtung gemacht worden ist, sprengt jede Vorstellung.
Es soll nichts kleingeredet werden, schon gar nicht die Solileistung des Westens.
Nur, die Quittung für diese hirnrissige Art des Wirtschaftens der letzten zwei Jahrzehnte bekommen wir jetzt präsentiert. Und zwar sowohl hier als auch bei Euch!

lunapiena41lunapiena41am 09.02.10


Nele

wer sagt denn das die alten faul sind. Ich sage das komplette Gegenteil. Soviel Aufopferung, Gewissenhaftigkeit und Leistung wie über 45- 55 jährige bringen gibt es in der jungen Generation nicht mehr.

Was wahr sein kann, das unverschuldete Arbeitlose über 55 sagen, ich mag eigentlich gar nicht mehr so wirklich. Nochmal was neues, nochmal etwas anderes, usw.

Sollen doch die jungen arbeiten. Dafür habe ich Verständnis, vor allem dann, wenn diese Leute gesundheitlich angeschlagen sind. Das ältere nicht mehr gewollt sind, stimmt so nicht ganz.

Ein riesengroßes Unternehmen hier in unserer Ecke(Möbelbranche) mit ca 1000 Mitarbeiter wurde sogar dafür ausgezeichnet, dass es vorzüglich Leute über 50 einstellt und zwar mit einem guten Gehalt. Seither hat er seine Umsätze nochmals angehoben.

lunapiena41lunapiena41am 09.02.10


Lieber Pedegar

vieles richtig, vieles falsch was du geschrieben hast.

Bist du wirklich der MEINUNG das jeder Unternehmer einfach nicht mehr bezahlen will?

Bist du der Meinung dass all diese Erhöhungen egal von welchen Seiten der Unternehmer so mir nix dir nix wegsteckt. (wir sprechen nicht von Konzernen)

Der Export ist innerhalb von 3 Monaten um 20-25% gesunken.
Der Import um 18-22% je nach Branchen.

Spediteuere haben ihre Fahrzeuge abgemeldet und ihre Leute in Kurzarbeit geschickt. Auf einem LKW fahren zur Zeit 2 Leute mit Kurzarbeit und so können wir weiter machen.

Jeder Angestellte und Arbeiter kann nur von dem bezahlt werden was ein Unternehmen erwirtschaftet und glaube mir eines, diese Zahlen werden uns noch sehr weh tun.

PedegarPedegaram 09.02.10


LOL...

ja, zero, dann hast du dich jahrelang abzocken lassen ;-)

1. Rentenversicherung; Beitrag Januar 2009: 19,9 Prozent paritätisch

2. Krankenversicherung; Beitrag Juli 2009: 14,0 Prozent paritätisch; 0,9 Prozent zusätzlich durch den Arbeitnehmer

3. Arbeitslosenversicherung; Beitrag Januar 2009: 2,8 Prozent paritätisch

4. Pflegeversicherung; Beitrag Januar 2009: 1,95 Prozent paritätisch; 0,25 Prozent zusätzlich durch kinderlose Arbeitnehmer über 23 Jahre

5.
Gesetzliche Unfallversicherung: Beitrag abhängig vom Unfallrisiko; wird ausschließlich vom Arbeitgeber getragen

Paritätisch bedeutet: zu gleichen Anteilen

Der Arbeitnehmer hat zusätzlich 0,9% für Krankenversicherung zu tragen und ggf. 0,25% Pflegeversicherung.

Dafür trägt der Arbeitgeber die betriebliche Unfallversicherung - er muss ja auch die Betriebssicherheit gewährleisten.

Was du meinst, ist was anderes: der Begriff "Lohnnebenkosten" ist ja kein geschützter Begriff und je nach Lust und Laune und nach Jammerstimmung werden von den Arbeitgebern da alle möglichen zusätzlichen Posten wie Personalverwaltung, Urlaubsgeld etc. einbezogen. Urlaubsgeld und diverse andere Posten sind aber Vereinbarungen zwischen den Tarifparteien. Das haben Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter miteinander vereinbart. Darüber solltet ihr euch dann auch nicht beschweren.

Aber vielleicht fragt ihr euch mal, was es bedeutet, wenn Arbeitgeber zukünftig weniger Lohnnebenkosten zahlen wollen.
Da ist der Kuchen des privat erwirtschafteten Kapitals zu verteilen. Drei Parteien haben Ansprüche:
1. Arbeitgeber wegen der Bereitstellung der Arbeitsmittel und wegen ihres Unternehmerrisikos
2. Arbeitnehmer wegen ihrer Arbeitsleisung
3. der Staat für die Bereitstellung und Gewährleistung der Rahmenbedingungen

Wer - glaubt ihr - wird verzichten müssen, wenn Arbeitgeber zukünftig mehr behalten wollen und der Staat nicht verzichten will? Kann ja nur den Arbeitnehmer treffen.

zero1000zero1000am 09.02.10


luna -

€2000,00 brutto - der MA erhält €1335,90 netto bei StKl.1.
Sozialabgaben: €409,50! WIEVIEL davon zahlt der Arbeitgeber - das möchte ich doch gerne mal wissen!

Ich kann Dir´s sagen: NICHTS!!!!!

zero1000zero1000am 09.02.10


Wie ist das mit den Lohnnebenkosten? Wer trägt die zur Hälfte? Der Arbeitgeber zahlt 50% der SV-Beiträge - na das ist ja was Neues. Da muss ich wohl seit Jahren meine Mitarbeiter immer falsch bezahlt haben! Ja und da müssen wohl seit Jahrzehnten alle Mitarbeiter falsch bezahlt worden sein! Was zahlt bitte der Arbeitgeber als Beitrag zur SV? Oder ist das Netto neu zu definieren? Der Arbeitnehmer bekommt die SV zu 100% abgezogen! und nicht zu 50!

Ausschließlich vom Arbeitgeber werden getragen
Umlagen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz
Urlaubsentgelt nach BUrlG als Entgeltfortzahlung während des Urlaubs
Umlage für das Insolvenzgeld.

PedegarPedegaram 09.02.10


Zur Ergänzung:
in Deutschland liegen die Arbeitgeber bei den Lohnnebenkosten mit 32% noch deutlich unter dem EU-Durchschnitt (36%). Spitzenreiter sind Frankreich und Schweden mit 50% - zwei Länder, die man nun nicht unbedingt als völlig konkurrenzlos auf dem Weltmarkt bezeichnen möchte.
Die niedrigsten Lohnnebenkosten haben Länder wie
Malta (10%)
Slowenien (22%)
Polen (25%)
Bulgarien, Lettland (27%)...

Nach der Argumentation der apitalisten müssten das ja dann die Länder sein, die im globalen Existenzkampf ganz oben auf dem Treppchen stehen, weil sie so niedrige Personalkosten haben.

Hmmm...
...der Praxistest scheint das jedenfalls nicht zu bestätigen. Ups! Schon wieder ein Kapitalistendogma gekippt?

NeleinloveNeleinloveam 09.02.10


Aber das die Alten nicht mehr gewollt sind, dass könnte man wirklich sagen. Weil man sie für nicht mehr leistungsfähig hält. Auch das ist eine vorgefertigte Studie. Es gibt alte Menschen, der Leistungsfähigkeit u. Disziplin ist ungebrochen u. sie sind, das wäre noch wichtig, reich an Erfahrungen, auf die man heute schei... , was sich an den Auswirkungen aber zeigt.

NeleinloveNeleinloveam 09.02.10


Der Mensch ist ein Individuum, deshalb ist die Studie nicht glaubhaft. Es gibt Menschen, die einfach jedes Hinternis umrennen u. andere, ob jung oder alt, scheitern an jedem Hinternis. Man kann mit 20 schon körperlich so krank sein, dass man dem Dilemma der Arbeitssuche nicht mehr gewachsen ist. Also das ausgerechnet die Alten faul sein sollen ist für mich ein Witz, denn wir sind noch in einer Zeit arbeiten gegangen, wo Arbeit das Normalste der Welt war. Vielleicht war es auch nur im Osten so, dass kann ich nicht beurteilen.

PedegarPedegaram 09.02.10


Arme Unternehmer! Müssen Lohnnebenkosten zahlen.

Ja, Lunapiena: das wurde in früheren Zeiten mal so verabredet, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich die Sozialversicherungskosten teilen müssen; die Hälfte zahlt der Arbeitnehmer in die Krankenversicherung ein, die andere Hälfte der Arbeitgeber. Im Zweifelsfall profitieren auch beide von den Beiträgen.

Wenn neoliberale Arbeitgeber heute allzu gerne über die hohen Lohnnebenkosten jammern, wird gerne verkannt, dass der Arbeitnehmer dieser AUCH zahlen muss; dort heißen sie nur anders. Und wenn neoliberale Arbeitgeber lautstark die Senkung der Lohnnebenkosten fordern, heißt das übersetzt nichts anderes als: "Nehmt uns aus der Solidarpflicht, wir wollen für die Sozialversicherungssysteme keinen Beitrag mehr leisten, das sollen die Arbeitnehmer alleine tun!"

Mit den sogenannten "Lohnnebenkosten" haben sich die Gründerväter durchaus was gedacht. Das war nicht nur Schikane gegen arme Kapitalisten.

lunapiena41lunapiena41am 09.02.10


MrMalwas

Bewerber die nicht bezuschußt werden sind in der Regel die besseren Bewerber. Diese werden in vielen Firmen Hartz4 Empfängern vorgezogen, dass wurde uns zumindest immer wieder von vielen Betroffenen und auch Foristen hier bestätigt sowie natürlich auch mit Recht angeprangert.


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