Artikel Chaostage für 2013 angekündigt
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Chaostage, das sind Treffen von Punks und anderen Chaoten, die sich betrinken und Randalieren. Oder besser gesagt, das waren die Chaostage. In den 1980er und 1990er Jahren fanden in Hannover, Dortmund und anderen Städten diese "Chaostage" statt. Nur Großeinsätze der Polizei konnten diese Aufstände niederschlagen, wobei zum Wohle des Rechtsstaates bezeiten von gewisse Rechtslagen abgesehen werden musste. "Wenn
Punker nach Dortmund kommen, dann holen wir unsere Baseballschläger,
schlagen das Gesocks zusammen und treten darauf, bis sie nicht
mehr piep sagen." (Frankfurter Rundschau, 6.8.84)
Aufgrund diesen harten eingreifen der Ordungkräfte, mit Unterstützung von Bundes- und Feuerwehr konnte das Gewaltpotential der Chaostage soweit reduziert werden, dass sie zuletzt garnicht mehr statt fanden. Während sich die Zivilgesellschaft in den letzten Jahren wieder erholen konnte, entwickelten sich innerhalb der Chaoten-Szene allerdsings gewisse Spannungen. Gerade die Wirtschaftskrise sorgte für immer mehr Frustration in dieser Szene, die oft schon vorher von Sozialleistungen abhängig war. Nicht zuletzt sorgte die "Chaostage-Dokumentation", die im Internet kursiert für Furore. Dabei handelt es sich wohlmerklich nicht um eine Dokumentation, sondern vielmehr eine Art Collage aus Propagandapredigten, verklärend verkürzten dokumentarischen Teilen, sowie Musikvideos.
Schließlich kam, was kommen musste. Seit kurzem kursieren sowohl im Internet, als auch in einschlägigen Szenelokalitäten erneut Aufrufe, die Chaostage "im alten Stil" herauf beschwören, gar von einem "neuen Stalingrad" reden. Am 5. July 2013, sollen diese "neuen" Chaostage beginnen. Aber auch bis dahin, sollte man sich nicht mehr sicher fühlen. "Dezentral", also überall in der Bundesrepublik Deutschland soll Randale stattfinden um sich auf die Chaostage 2013 vorzubereiten.
Seitens der Politik gibt es noch keine Reaktion. Ein schnelles Eingreifen in Brennpunkten und Szenevierteln wäre dabei unbedingt geboten. Andernfalls würde noch mehr Vertrauen in das von den letzten Entwicklungen in Wirtschaft und Außenpolitik erschütterte Verhältnis zur Bundesdeutschen Staatsordnung verloren gehen. Dies gilt es zu verhindern.
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