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Vermögen in Deutschland zunehmend ungleich verteilt

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Vermögen in Deutschland zunehmend ungleich verteilt

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Im Schnitt verfügt jeder erwachsene Deutsche über ein Vermögen von mehr als 150.000 Euro inklusive Rentenansprüchen. Aber viele haben nur wenig - einige wenige haben sehr viel.

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25 Kommentare

Kommentare zu Vermögen in Deutschland zunehmend ungleich verteilt

 

PedegarPedegaram 06.03.10


"Warum um aller Welt klagt niemand gegen Hartz4 direkt"

Weil das vor 5 Jahren oder so schon geschehen ist und weil das Bundesverfassungsgericht Hartz-IV bereits als verfassungswidrig abgeurteilt hat. Es kratzt nur niemanden und es kümmert kein Schwein. Und man kann nicht zweimal wegen des selben "Vergehens" vor Gericht ziehen.

Insofern ist ein Staat, der sich um die höchstrichterlichen Urteile nicht kümmert fein raus.

Willkommen in der Deutschen Demokratischen Merkelblik!

lunapiena41lunapiena41am 26.02.10


Turo super Beitrag.

Pedegar es ist mindestens 1000 x daß wir dies gelesen haben.

Nun frage ich dich, wenn es so ist wie du uns immer wieder erzählst, wenn tatsächlich rund 1,5 mio Menschen ihren Lohn aufstocken lassen müssen und dies so wahnsinnig unvorteilhaft ist, warum die Klagen gegen Hartz4 ausschließlich solche sind, wo es um mehr Geld geht. Mehr "Einkommen" fürs Nichtstun.

Warum um aller Welt klagt niemand gegen Hartz4 direkt. Warum klagt keiner der Aufstocker gegen Diskriminierung und Ausbeutung?

Hartz4 ist für mich unmenschlich, ist für mich langsame Zwangsenteignung von Menschen, die das halbe Leben schon gearbeitet und in dieses System eingezahlt haben. Hartz 4 muß abgeschafft werden. Es muß wieder ein Unterschied zwischen Arbeitslosen und sozial Abhängigen her. 3-5 Jahre Arbeitslosengeld verdienstabhängig machen, wie es schon mal war. Staffeln, nach Länge der Einzahlungsjahre usw.

Ab den 6 Jahr soziale Unterstützung ja, aber mit Kopf und Verstand. Förderung und Forderung von Sozialamt und Arge. Zusammenarbeit und konstruktives Denken wie man Leute in Arbeit bringen könnte. Nicht ständig neue Forderungen nach mehr Geld, die außer soziale Unruhe nichts bringt.

PedegarPedegaram 26.02.10


P.S.: und die Zerstörung des Soziastaates durch die oberen Absahner ist bewusst gewollt und herbeigeführt, weil man ohne sozialtaatliche Leistungen da oben noch viel, viel mehr Profit machen kann.

PedegarPedegaram 26.02.10


"'Wohlstand' nur durch Arbeit und in der Krise auch durch Verzicht"

Wenn jemand 40 Stunden voll arbeitet und dafür ein Nettogehalt von knapp 800,-- Euro erhält, dann kann man doch beruhigt sagen, dass dieser Mensch fleißig arbeitet und gleichzeitig verzichte (auf so ziemlich alles!)

Wenn ein Manager ein Unternehmen in die roten Zahlen fährt und dann noch Millionen als Bonus erhält - wie ist das dann im Verhältnis zum oben Genannten zu bezeichnen?

Mach dirmal bitte klar, dass die kleinen Leute bereits seit Jahren verzichten - bis an die Schmerzgrenze - während die dicken Bonzen keine Gelegenheit auslassen, die Gelder abzusahnen, die zum Erhalt des Sozilstaates benötigt würden. Nicht die Krise zerstört das Sozialgefüge, sondern die Manager, Banker, Politiker und Großunternehmer.

Turo01Turo01am 26.02.10


Sorry aber was ich hier lesen muss, macht mich teilweise etwas wütend. @ Alter Sack: Ich empfehle nicht nur den "Minderbegüteten" Bescheidenheit und Verantwortungsbewusstsein! Bescheidenheit fängt an bei den Großunternehmen, die ins Ausland gehen um Ihre Gewinne zu maximieren und die Menschen in diesen Ländern ausnutzen. Bescheidenheit empfehle ich den Banken, die durch unsinnge Spekulationen das Vermögen der Bundesbüger verzocken. Bescheidenheit und vor allem Verantwortung betrifft jeden mittelständigen Unternehmer, der endlich Verantwortung übernimmt für die Menschen, die jeden Tag seinen Lohn erwirtschaften. Bescheidenheit betrifft aber auch uns alle, die jeden Tag Ihrer Arbeit nachgehen.Wenn wir alle nicht endlich begreifen, dass Wachstum und der sog. "Wohlstand" nur durch Arbeit und in der Krise auch durch Verzicht erreicht werden kann, werden wir nie die Früchte ernten können. Unser Großväter (jedenfalls in meinem Alter meine) haben nach dem Krieg dieses Land eben durch diese Tugenden aufgebaut und uns in einem annehmenbaren Wohlstand hinterlassen. Die jetztige Generation - und das ist nicht die alleine erziehende Mutter mit vier Kindern - sondern Politik, Wirtschaft und Arbeiter sind auf dem besten Weg, den für uns erarbeiteten Wohlstand durch Gier nach "Mehr" zu zerstören. Leute, wir leben in einem Land in dem so gut wie niemand Hunger erleiden müsste oder kein Dach über dem Kopf haben muss, wenn wir endlich mal Flagge zeigen würden, und für die Menschen, die aus unserer Gesellschaft ausgeschlossen sind Verantwortung übernehmen. Wie gesagt, dies fängt bei der Politik an, geht weiter über die Unternehmen und hört bei uns ALLEN auf.

lunapiena41lunapiena41am 26.02.10


Ich habe nachgekuckt... :-) Es ist wahr, das letzte Hemd hat wirklich keine Taschen. :-)

PedegarPedegaram 25.02.10


Turo01
Das ist eine sehr akademische Sichtweise eines Bildungsbürgers, was du hier äußerst. Ich kann das beurteilen, weil ich selber dieser Klasse angehörte, bevor es mich gebeutelt hat.
Armut in Deutschland - was ist das?
Ich will mich nicht unbedingt als arm bezeichnen, aber wenn du nach Abzug aller Fixkosten (Miete etc.) noch 100,-- Euro pro Woche zum Leben hast und jeden Cent dreimal rumdrehen musst, aus Spargründen gelegentlich auf Essen verzichtest usw. - dann ist das eigentlich für eine Gesellschaft, in der Einzelne über ein Privatvermögen von 20 Milliarden Euro verfügen nicht tragbar - zumal dann nicht, wenn sich der Staat einen sozialen Auftrag in die Verfassung geschrieben hat.

Ich sage ja gar nicht, dass man alle Vermögen komplett umverteilen soll, sondern ich fordere nur, über eine gerechtere Verteilung nachzudenken.

Dazu gehört beispielsweise auch, dass die Abgabenlast für Geringverdiener und Habenichtse (auch jemand mit reinem Transfereinkommen bezahlt ja Steuern und Abgaben) deutlich abgesenkt wird. Es kann doch nicht angehen, dass jemand mit einem Monatsgehalt unter 2000,-- Euro eine Abgabenlast von 59% zu tragen hat, während ein anderer mit 30.000,--/Monat nur 40% Abgaben zu leisten hat.
Umgekehrt würde ein Schuh draus - und eine gerechtere Gesellschaft.

Ich höre immer von den Leistungsträgern - damit sind in aller Regel die Manager gemeint, die "informelle Gespräche" beim "Business-Lunch" führen - nicht aber die alleinerziehende Mutter, die halbtags arbeiten geht und trotzdem noch Hartz-IV beziehen muss.

PedegarPedegaram 25.02.10


...sorry - bei 88.000,-- Euro...

PedegarPedegaram 25.02.10


Selbst wenn man die Rentenansprüche abrechnet, liegt das Durchschnittsvermögen immer noch bei ca. 60.000,-- Euro.

zero1000zero1000am 25.02.10


Turo01 - das Problem bei derartigen Betrachtungen ist, dass sie philosophischer Natur sind, somit zwar richtig, aber leider nicht gesamthaft in die Realität zu übertragen. Sicher ist ein Eremit per Definitionem arm und doch reich - nur satt wird er davon auch nicht.
Vom Lesen, sich Gedanken machen und Zusammenhänge verstehen allein, kannst Du keine hungrigen Kinder ernähren.
Bescheidenheit - auch hier trifft die Philosophie auf die Realität. In einer Gruppe mag dies dienlich sein, für die Gruppe, für den einzelnen kann dies, für seine Karriere, temporär ein Hindernis sein.
Der pflichtgemäß Bescheidene ist unlauter, der Bescheidene aus Pflicht ist ehrlich, nur - was nützt es ihm, wenn er dies büßen muss. (abgewandelt: Kategorischer Imperativ - Kant)

Und jetzt können wir uns der Realität zuwenden: Es ist soziologisch erwiesen, dass der "Arme", der wenig bis nichts hat, bescheidener ist, mehr gibt, als sein Gegenpart - übrigens in allen Kulturen!
Dies ist der Forderungsansatz - nicht, denen, die wenig haben, philosophische Bescheidenheit abzufordern, sondern denen, die ihren Reichtum gerade diesen verdanken: REALE Bescheidenheit und auch Demut!

Alter_SackAlter_Sackam 25.02.10


Richtig so! Den Minderbegüterten ist dringlichst Bescheidenheit zu empfehlen.

Turo01Turo01am 25.02.10


... ja ja die Statistik ... nehmen wir zwei gleichwertige Menschen. Der eine besitzt 999.999,00 € der andere genau 1,00 €. Zusammen verfügen Sie im Durchschnitt über jeweils 500.000,00 €.

Sorry aber worum geht es denn wirklich? Verarmen wir Deutschen wirklich? Kann man einen Bezug von Sozialleistungen, in denen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung enthalten ist, wirklich arm nennen? Der Zustand "Arm" definiert sich am Zustand "Reich" und da liegt schon der Fehler ... Jeder der diesen Artikel lesen kann ist nicht wirklich am. Gemessen an allen Menschen auf diesem Globus ist er reich! Er erfüllt gleich mehrere Kriterien die dieser Theorie recht geben: 1. Er kann lesen! 2. Er hat - zumindest ein Mindestmass - an Bildung genossen, sonst verstünde er die Zusammenhänge nicht und 3. er hat die Zeit, sich solche Gedanken zu machen. Ja ich weiss, es ist provozierend, aber wenn wir uns alle, Bürger gleichermassen wir Industrielle und Unternehmen ein wenig in Bescheidenheit üben würden, sähen wir unser Leben nicht mehr ganz so pessimistisch. Und wir hätten vor allem Zeit uns auf das Wesentliche, alte Werte zu konzentrieren: Ein wenig Bescheidenheit und vor allem: ganz viel Verantwortung für uns zu übernehmen: Der Bürger für sich, der Unternehmer für sich und seiner Mitarbeiter und unsere ach so oft kritisierten Politiker für das Volk. Ich bin davon überzeugt, niemand würde sich mehr als arm bezeichnen.

qualtingerqualtingeram 24.02.10


weberknecht,

Anspruch auf Güter (u.a. Geld) war schon immer Teil der Definition von Vermögen.

Für dicht gilt nach wie vor: schlau machen, dann Laut geben.
Oder besser:
LINK

qualtingerqualtingeram 24.02.10


Das "Leben", u.a. in Realität ihrer Tochter, hat ihr einiges hinterhergeschüttet.

qualtingerqualtingeram 24.02.10


weberknecht,
wenn wir dich nicht hätten
wüssten wir gar nicht
was wir wissen

Danke.

HonnyleinHonnyleinam 24.02.10


Wart nur noch ein bisschen ab.
Wenn Merkelchen,Schäuble,und das kleine Gouidolein mal richtigen Kassensturz machen,bist du auf einmal Krösus.
Sie werden nicht umhin kommen,die Gelddruckmaschinen auf Hochtouren laufen zu lassen. Mindestlohn 500€ die Stunde!!

seltsamseltsamam 24.02.10


Wenn ich so etwas wieder einmal lese, dann verdrehe ich die Augen... Sorry, wenn ich dieses Geld hätte, dann könnte ich anders leben.

karlweberkarlweberam 24.02.10


Der arme Mann könnte einer der vielen Arbeiter in der
Papierfabrik Haindl gewesesen sein, deren Direktor der
Vater von B.B war.
Bert Brecht selbst starb auch nicht als armer Mann.
Er hat sich ein ordentliches Vermögen erschrieben, um das
sich seine Erben so erbittert wie lange gestritten haben.
Wichtiger ist aber sein literarisches Erbe. Das ich sehr
schätze.

karlweberkarlweberam 24.02.10


Rentenansprüche sind kein aktuell zur Verfügung stehendes
"Vermögen".
Sie werden erst bei Rentenbeginn wirksam.
Sofern der Anspruchsinhaber ihn erlebt.
Sofern der Vertragspartner die Rente in der zugesagten Höhe
oder überhaupt zahlen kann.
Rentenansprüche werden in der Regel monatlich ausgezahlt
und dienen der Existenzsicherung im Alter.
Sie ersetzen Lohn oder Gehalt.
Viele Vermögensformen sind sofort in voller Höhe und in
freier Entscheidung verfügbar.
Mit derartigen Statistik-Spielchen kann man nach
Belieben des jeweiligen Interessenten andere "reich" oder
"arm" rechnen.

SilberrueckenSilberrueckenam 24.02.10


Ich hoffe, dass ich auch in Zukunft noch hier im Forum geduldet werde. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich unter dem deutschen Durchschnitt lebe. Mir drückt es schon ganz schön das Herzblut ab. Trotzdem fühle ich mich wohl, denke an die Worte von -pieselbaum- und errinnere mich, als die liebe Gretel Schickedanz
anfang der 90ziger Jahre starb, konnte sie von ihren 3,2 Milliarden DM nicht eine zweckgebunden mitnehmen.


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