Der Sozialstaat war keine Wohltat. Er war gewollt!
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Der Artikel sagt es. Ich wurde 1993 von einem Berliner Pfarrer gewarnt die FDP gut zu finden. Viel Sprücheklopferei habe auch ich vor allem bei Westerwelle festgestellt. Jetzt wird er offener, er will wegnehmen u. wähnt sich moralisch im Recht. Während er mit der rechten Hand wegnehmen will, häufte er mit der linken Hand während dessen schon Schulden in nicht mehr mitdenkbaren Höhen für Banken auf.
Als ich Soldat war, war ein Spruch in aller Munde:"Wie die Verpflegung, so die Bewegung!".
Die Abkehr vom sozialen Ausgleich - wie von Westerwelle gefordert - treibt nicht nur einen Keil in die Gesellschaft und sabotiert den sozialen Frieden, den wir über Jahrzehnte dank Wohlfahrtsstaat hatten, sondern die kapitalistisch motivierte Einführung von Billig- und Dumpinglohnjobs schädigt zudem die deutsche Wirtschaft. Das Ansinnen, mit billigen Löhnen höhere Profite zu erwirtschaften geht nicht auf; der Schuss geht nach hinten los.
Ich kenne ein Callcenter, in dem ca. 200 Billiglohner für ca. 800,-- Monatsnetto arbeiten, aber auch noch ca. 50 übriggebliebene Beamte. Letztgenannte schaffen aufgrund höherer Motivation (durch bessere Entlohnung) deutlich mehr als die 200 ausgenutzten Sklavenarbeiter.
Das ist ein altes marktwirtschaftliches Gesetz: wer es schafft, seinen Mitarbeitern eine Identifikation mit dem Job abzuringen und sie motivieren kann, der wird deren Leistung verdoppeln und verdreifachen können. Aber mit 800,-- Euro Monatsgehalt ist das nicht drin.