...heute schon dedacht? ....Die letzten Wahlen ...
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Kommentare zu ...heute schon dedacht? ....Die letzten Wahlen ...
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Ein Wort zum Artikel. Ich finde, so ehrlich, wie dieser geschrieben wurde, werden nur wenig ihre Meinung äußern, die 1990 entlich frei wählen durften. Und was haben sie gewählt? Viele sind vom Regen unter Umgehung der Traufe...na Ihr wisst schon. Vor der Schreiberin ziehe ich trotz meines Alters den Hut. Zu den Beiträgen, als Meinungsäußerungen gedacht, braucht man keine weiteren Kommentare. Besser kann man die damalige geistige Umnachtung der "Ossis" nicht beschreiben. Nur, was mich wundert, dass sich so wenige an der Diskussion beteiligen.
Es böte sich doch fast an, vom Leder dagegen zu wettern.
Krenz auf dem Bild, "böse Errinnerungen" an den Unterdrückerstaat und vieles andere mehr. Ich hatte 1991 mal einen Läuferkollegen im Training gefragt, ..sag mal, war es dass, was Ihr als neue SPD wolltet. Seit diesem Zeitpunkt sah ich ihn nie wieder bei einem gemeinsamen Training. Seltsamerweise protzt heute auch keiner mehr mit seiner Donauquerung, der Überwindung ungarischer Grenz-
sperren oder der Überwindung von Botschaftszäunen. Man könnte doch mit stolzgeschwellter Brust durch Leben laufen und allen Hiergebliebenen zeigen was wir für Vorkämpfer waren. Fehlanzeige.
Hallo Leute,
das viele unserer "Brüder und Schwestern" die Verhältnisse im Osten nicht kennen, liegt schlicht und ergreifend daran, dass es 20 Jahre nach der sogenannten Einheit Millionen aus dem Westen noch nicht geschafft haben, sich hierzulande mal ein Bild vor Ort zu machen.
Ich war fast 2 Jahrzehnte im Außendienst für westdeutsche Firmen (auch im Westen tätig) und dabei auch pro Jahr auf ca 15 Messen, ebenfalls überwiegend im Westen.
Hunderte(!) haben mir in dieser Zeit stolz erzählt, dass sie auch aus der "Zone" stammen. Dresden, Jena, Weimar, Zittau, Magdeburg usw. Auf meine Frage, ob sie denn wieder mal dort waren (brauchen kein Visa, keine Grenzkontrolle und keinen Zwangsumtausch zu fürchten) mehr oder weniger verlegenes "Nein".
Dazu kommt, dass sich viele unserer lieben, bis 1989 begeistert Winkelemente schwenkenden und Brigade der Sozialistischen Arbeit verteidigenden Ossis nach der Maueröffnung wie beschissene Bettler benommen, jedes Quentchen Stolz ohne mit der Wimper zu zucken über Bord geworfen haben. (siehe "Begrüßungsgeld"-ich habe mich geschämt)
Verfolgt bis zum Geht-Nicht-Mehr, die Stasi saß im Nachtgeschirr, durften nicht reisen (Ungarn, Bulgarien, Tschechoslowakei wurde geflissentlich vergessen), nur "Dreck gefressen", deshalb waren auch Millionen Dreckfresser aus dem Osten übergewichtig. Ohne mit der Wimper zu zucken, wurde das Bildungssystem in den Dreck getreten. Obwohl die Kanzlerin promovierte Naturwissenschaftlerin, ihr Mann Professor (auch zu DDR-Zeiten) ist. Ein Herr Althaus Diplomlehrer und stellvertretender POS-Direktor, ein Herr Böhmer Mediziner, eine Frau Schipanski Professor, ein Herr Tillich Mitarbeiter beim Rat des Kreises, sein Vorgänger Mediziner gewesen sind.
Aufgewacht sind die hierzulande nur, weil sie sich inzwischen kräftig in den Arsch getreten fühlen.
Und der Arschtritt war berechtigt, leider nur noch nicht hart genug. Man verkauft seine Vergangenheit und seinen Stolz nicht für ein paar Bananen!!!
Genauso war's! !Ich hab' CDU gewählt wegen dem Geld" - bekam ich damals im März 1990 von vielen zu hören. Das aus dem in vielen Fällen Arbeitslosengeld werden würde, haben viele nicht gesehen und nicht geglaubt. Viele sind bis heute aufgewacht, sehen die Verhältnisse heute real und sehr kritischer, meistens viel realer und kritischer als viele ihrer "Brüder und Schwestern aus dem Westen" und das entsetzt und wird nicht verstanden.
Das was dieser Kommentar beschreibt ist leider die bittere Wahrheit die Menschen der DDR wurden eben nur schnell mal einkassiert und waren keine Ossis mehr... Solche Bücher wie das von Klaus Huhn sind ungemein wichtig. Aber nur unabhängige Journalisten und Autoren haben die Macht die Wahrheizt und nichts als die Wahrheit zu schreiben. Das gilt auch für UNRECHT durch die deutsche Justiz, die Vetternwirtschaft, das unter den Tisch kehren, und die Bedrohung und Korruption. Leider gibt es viele Einzelkämpfer aber kaum einer von denen ist bereit sich mit anderen zu solidarisieren. Mein Kommentar.... mach mit... wehr dich... denn nur gemeinsam sind wir stark
Sind wir wirklich noch das Volk ? Damals haben es die Menschen lauthals verkündet, übrig geblieben ist davon .... Das Kalkül der geldgierigen Politiker scheint auzugehen, möglichst viele artme Menschen haben keine Möglichkeit auf echte Demokratie und Mitbestimmung zu pochen. Wer von den Beziehern der menschenunwürdigen sozialen Grundsicherung hat schon Geld übrig um an mächtigen Protesten gegen Armut und Hunger teilzunehmen ?
Die Leute in der Zone hätten wissen müssen, was ihnen blüht: Ausplünderung, Vereinnahmung, Entrechtung, Kolonialisierung.
Und "Aufarbeitung" ihrer Geschichte durch Personen, "Historiker", die bis 1990 die DDR gerade mal dem Namen nach kannten.
Die bis dato "Demokraten" hatten nun niemand mehr gegenüber die Pflicht, zu beweisen, dass sie die Besseren waren. Sie konnten das glitzernde Schaufenster Zug um Zug schließen und zur Tagesordnung übergehen.
Nicht ohne Grund liegt die Arbeitslosigkeit doppelt so hoch wie im "Mutterland". Nicht ohne Grund sind die Löhne 20 Jahre nach der sogenannten Einheit noch bis zu 30% und mehr unter dem Westniveau. Nicht für umsonst liegen de Renten noch erheblich unter denen im Westen und werden im Ergebnis der Massenarbeitslosigkeit weiter dramatisch fallen. Nicht für umsonst kennzeichnen verfallende Industriebrachen Städte wie Leipzig, Chemnitz, Rostock, Gera, usw. Und nicht für umsonst kehren Jahr für Jahr Hunderttausende der "Befreiten Zone" auf Nimmerwiedersehen den Rücken.
Aus "Brüdern und Schwestern" wurden über Nacht "Faulenzer, denen erst einmal das Arbeiten beigebracht werden musste".
Über Nacht wurden durch die Treuhand Betriebe und durchaus wettbewerbsfähigen Kombinate verramscht, Millionen um ihren Job gebracht, Konkurrenten plattgemacht. Ohne entsprechende Alternativen anzubieten. Und jenseits aller marktwirtschaftlichen Prinzipien. Siehe auch Klaus Huhn: "Raubzug Ost-Wie die Treuhand die DDR plünderte".
Mag sein, dass vorübergehend einiges an Lebensqualität dazugekommen sein mag. Zumindest für einen geringen Teil der Angeschlossenen.
Für die Masse bleibt der Saldo nach 20 Jahren sogenannter Einheit negativ. So wie oben zitiert...