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Weiberfastnachtsgeschwätz? Leider schlecht recherchiert

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Weiberfastnachtsgeschwätz? Leider schlecht recherchiert

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Ja ein Original war er, dieser Bruder Thaddaeus. Nicht nur in Berlin, sondern auch weit darüber hinaus.
Er war kühn, wie der Hauptmann von Köpenick, aufgestellt wie ein Berliner Ringverein aus den 20'er Jahren und erfolgreicher als die Brüder Sachs. Denn, so zeigt die gründlichere Recherche, seine Obdachlosenprojekte waren leider nur Fassade...

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2 Kommentare

Kommentare zu Weiberfastnachtsgeschwätz? Leider schlecht recherchiert

 

didacmigjorndidacmigjornam 02.06.10


Hier ist noch einmal die Quelle des "Nachrufes" ;-)

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didacmigjorndidacmigjornam 11.04.10


Ja ein Original war er, dieser Bruder Thaddaeus. Nicht nur in Berlin, sondern auch weit darüber hinaus.
Er war kühn, wie der Hauptmann von Köpenick, aufgestellt wie ein Berliner Ringverein aus den 20'er Jahren und erfolgreicher als die Brüder Sachs. Denn, so zeigt die gründlichere Recherche, seine Obdachlosenprojekte waren leider nur Fassade...
Tatsächlich hieß Bruder Thaddaeus mit bürgerlichen Namen Carlheinz Zarth und begann einmal eine Lehre als Fachverkäufer. 1967 wollte er auch dem Franziskanerorden beitreten, wurde jedoch nie in den Orden oder in einem Kloster aufgenommen. Carlheinz Zarth kam zwar in den neunziger Jahren nach Berlin, gründete hier aber nie eine Suppenküche. Er hat auch keinen Künstler oder sonst jemand kennengelernt, der ihm den Lüthkeshof in Zehdenick verkauft hat, sondern der Erwerb fand aus der Zwangsvollstreckung statt und das Geld dafür hat "Thddaeus Zarth" den Franziskanern in Pankow unterschlagen; denn dort arbeitete er als "ehrenamtlicher Rentner".
Der als Obdachlosenprojekt getarnte "Franziskushof" war ein Firmengeflecht für Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und Geldwäsche in Millionenhöhe, weshalb Steuerfahndung, Zoll und Staatsanwaltschaft seit einer Groß-Razzia im Jahre 2004 gegen Zarth ermittelten und über dieses Projekt 2008 die Insolvenz eröffnet wurde.
Die Zwischenzeit nutzte dieser scheinheilige "Bruder Thaddaeus" offenbar, um sein privates Polster nach Berlin auszulagern und zog sich aus dieser "karitativen Hofgemeinschaft" immer mehr zurück.
Das "Thaddaeus-Bräu" wurde auch nicht 1995, sondern 2006 zunächst unter dem Namen "Franziskushof-Stuben" eröffnet (Tagesspiege berichtete am 05.05.2006 darüber)und 2008, nachdem sich Carlheinz Zarth gänzlich als "Privat-Mönch" privatisiert und in Berlin nieder gelassen hat, umbenannt.
Das Geheimnis über den Verbleib des Millionenvermögens hat der umtriebige Kaufmann nun doch mit in sein Grab genommen.

(Auszüge aus: "Der Franziskushof" - Dokumentation, Diego Costello 2010)


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