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Artikel Community Medicine Greifswald - Erfolgsgeschichte der Gesundheitsforschung

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Community Medicine Greifswald - Erfolgsgeschichte der Gesundheitsforschung
Der vor 15 Jahren in Greifswald
gegründete Forschungsverbund Community Medicine hat die bevölkerungs-,
präventions- und versorgungsbezogene Medizinforschung zu einem wichtigen
Standortfaktor entwickelt. Aus einer epidemiologischen Untersuchung von
7.000 Menschen in Vorpommern (SHIP), die von Beginn an vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Land
Mecklenburg-Vorpommern gefördert wurde, entstand ein Netz von nationalen
und internationalen Kooperationen. In mehr als 180 abgeschlossenen oder
derzeit laufenden Forschungs- und Auswertungsprojekten wurden bzw.
werden Daten und biologische Materialien aus umfassenden
Gesundheitsstudien aus Greifswald ausgewertet.
Community Medicine (CM) ist heute ein zentraler
Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Fakultät Greifswald. Der
Startschuss fiel bereits im Jahr 1992 nach einer Evaluation der
Medizinischen Fakultäten durch den Wissenschaftsrat. Drei Jahre später
wurde der Forschungsverbund Communitiy Medicine gegründet. In diesem
Verbund organisieren sich Wissenschaftler aus Instituten und Kliniken
der Universität. In diesem Verbund werden unter anderem verschiedene
Projekte koordiniert, Antragsverfahren vorbereitet und der Austausch der
Forschungsdaten geregelt.
"Der Forschungsverbund Community Medicine hat sich in den 15 Jahren
seines Bestehens zu einem sehr lebendigen Verbund entwickelt. Mehr als
500 Antragsteller am Standort Greifswald sowie nationale und
internationale Kooperationspartner nutzen Daten und Materialien des
Forschungsverbundes. Neben der populationsbezogenen Forschung nimmt die
Versorgungsforschung einen immer breiteren Raum ein. Nicht nur in den
Forschungsergebnissen sondern auch in der Organisation des
Forschernetzwerks erfahren wir hohe Anerkennung", so Prof. Dr. Rainer
Biffar, Sprecher des Forschungsverbundes.

Ziel des Forschungsschwerpunkts Community Medicine ist die Erforschung
des Gesundheitszustandes der Vorpommerschen Bevölkerung, um neue
Erkenntnisse zur Entstehung von Krankheiten zu gewinnen und neue
Strategien der Gesundheitsvorsorge, Diagnostik und Therapie zu
entwickeln. Die Daten aus den beiden Studien, SHIP (Study of Health in
Pomerania / Leben und Gesundheit in Vorpommern) und SNiP (Survey of
Neonates in Pommerania) sind für ihre jeweiligen Zielgruppen
deutschlandweit einmalig. "SHIP ist weltweit das umfassendste
Untersuchungsprogramm in einer Bevölkerungsstudie. Es ist auch die erste
Großstudie, bei der zurzeit ein Ganzkörper-MRT eingesetzt wird. Allein
aus den bisherigen Forschungsaktivitäten sind ca. 250 Publikationen in
hoch angesehenen internationalen Fachzeitschriften hervorgegangen. Ein
großes Plus des Verbundes ist, dass Fachbereiche verschiedener
Fakultäten der Universität zusammenarbeiten." Das erklärt der Leiter der
Studie Prof. Dr. Henry Völzke. Er verweist darauf, dass die
Wissenschaftler nach den aufwendigen Untersuchungen im Rahmen der
Studien beispielsweise über ca. 2 Millionen genetische Daten und 5.000
MRT-Bilder pro Proband verfügen.

Die medizinische Versorgungsforschung an der Universität Greifswald
nutzt die Daten aus den Gesundheitsstudien, um regionalisierte,
zukunftsorientierte und praktikable Lösungen für die medizinische
Versorgung zu entwicklen, so Dr. Neeltje van den Berg, wissenschaftliche
Mitarbeiterin am Institut für Communitiy Medicine. "Zu den großen
Herausforderungen in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung
gehören der demografische Wandel, Multimorbidität, Nachwuchsprobleme im
ärztlichen Bereich, unflexible Sektorengrenzen z. B. zwischen ambulanter
sowie stationärer Behandlung, Probleme bei der Zusammenführung von
Daten. Die Abteilung Versorgungsepidemiologie & Community Health
entwickelt Lösungen für diese Herausforderungen, typische
Forschungsthemen sind dabei z. B. Analysen und Prognosen der Morbidität
und des Versorgungsbedarfs der Bevölkerung, Entwicklung von innovativen,
sektorenübergreifenden und regionalisierten Versorgungs- und
Präventionsmodellen."

Ansprechpartner bei Rückfragen
Prof. Dr. Rainer Biffar - Sprecher des Forschungsverbundes
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde
Rotgeberstraße 8, 17487 Greifswald
Telefon 03834 86-7140
Telefax 03834 86-7148
biffar@uni-greifswald.de

Prof. Dr. Henry Völzke - Leiter des SHIP-Programms
Walther-Rathenau-Straße 48, 17487 Greifswald
Telefon 03834 86-7707
Telefax 03834 86-7701
voelzke@uni-greifswald.de

Dr. rer. med. Neeltje van den Berg - Wiss. Mitarbeiterin am Institut für
CM
Institut für Community Medicine
Ellernholzstr. 1-2
Telefon 03834 86-7771
neeltje.vandenberg@uni-greifswald.de
Weitere
Informationen:
http://www.medizin.uni-greifswald.de/cm/fv/index.html -
Forschungsverbund Community Medicine
http://www.medizin.uni-greifswald.de/cm/ - Institut
für Community Medicine

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