Estland kann 2011 den Euro einführen - Deutsche Kritik am Beitritt
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Lernt die EU-Kommission nie aus gemachten Fehlern?
Das ist das falsche Signal zu einem falschen Zeitpunkt.
In der jetzigen Situation muss erst mal Schluss sein mit
Erweiterungen - der EU und der Eurozone.
Die derzeitigen Daten Estlands wirken zwar gut, aber die
Europäische Zentralbank befürchtet, dass sie langfristig
durchaus nicht gut bleiben könnten. Das legt den Verdacht
nahe, dass sie für einen Beitrag Estlands in die Eurozone
aufgehübscht worden sein könnten. Wie bei vielen
jetzigen Eurozone-Mitglieder auch. Ausgerechnet eine
Kommission, die sich jahrelang hat täuschen lassen und/oder
über Bedenkliches hinweggesehen hat, hält mitten in der
Eurokrise Estland für beitrittsfähig zur Eurozone.
Da könnte das nächste Land hinzukommen, für das Deutschland
zu haften hätte. Aber die deutschen Politiker scheinen
mehrheitlich willens und bereit zu sein, neue Haftungsrisiken zu Lasten der Steuerzahler einzugehen.
Geht dies schief wird wieder über "Spekulanten" gejammert
werden, obwohl auch da wieder vor allem unrichtige Daten die
Ursache sein werden. Die "Spekulanten" machen sich nur ein
ungeschminktes Bild von der tatsächlichen finanziellen Lage
eines Landes. Ist die schlechter als Politiker sie den
Bürgern vorgaukeln, reagieren sie.
Ist die Situation eines Landes gut, reagieren sie nicht.
Weil sie die Möglichkeit dazu überhaupt nicht besitzen.
Daher beklagen Politiker Transaktionen, deren Boden sie
selbst geschaffen haben und die sie nun mit nutzlosen
Mitteln "bekämpfen" wollen.
Übrigens: Der ehemalige Finanzminister Eichel hat sich
bei Anne Will damit gebrüstet, Griechenland-Anleihen
gekauft zu haben. Deren Rückzahlung wird ja durch die
Steuerzahler garantiert. Bis dahin locken hohe Zinsen.
Was ist der Grund für Eichels Entscheidung gewesen? "Gier" -Spekulation?